11/01/2026 | Press release | Archived content
Berlin, 1. November 2026 - Digitale Vorreiterschulen, Innovationszentren für Startups und eine europäische Dateninfrastruktur: Der Digital-Gipfel der Bundesregierung hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Projekte angestoßen und vorangebracht. Morgen beginnt der diesjährige Gipfel in Berlin. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die Themen Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität. Erstmals fand das Treffen am 18. Dezember 2006 in Potsdam statt, damals noch als "Nationaler IT-Gipfel". Seitdem bringt die Veranstaltung einmal im Jahr Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um gemeinsam die Digitalisierung Deutschlands zu fördern.
Zu den Ergebnissen des Gipfelprozesses gehört die 2016 gestartete Smart-School-Initiative, aus der ein bundesweites Netzwerk von derzeit 152 digitalen Vorreiterschulen entstanden ist, das jährlich wächst. Ebenfalls 2016 fiel auf dem IT-Gipfel der Startschuss für die German Digital Hubs, die Startups, etablierte Unternehmen und Wissenschaft miteinander vernetzen. 2019 wurde auf dem Digital-Gipfel die europäische Cloud- und Dateninitiative Gaia-X erstmals öffentlich vorgestellt. Auch die Einrichtung eines IT-Beauftragten der Bundesregierung (Bundes-CIO) im Jahr 2008 und die einheitliche Behördennummer 115 gehen auf den frühen Gipfelprozess zurück. 2022 wurde auf dem Digital-Gipfel der Startschuss des nationalen Dateninstituts präsentiert. Das Thema Sicherheit spielte beim Digitalgipfel neben der Bildung stets eine herausgehobene Rolle. So wurde der Verein "Deutschland sicher im Netz" mit seinen zahlreichen Aktivitäten zur Förderung der Internetsicherheit auf dem Digitalgipfel gegründet und das Anti-Bot-Netzwerk wurde beim Gipfel aus der Taufe gehoben. In den letzten Jahren trat der Breitbandausbau in Zentrum der Gipfelaktivitäten. Im Rahmen des Digitalgipfels vereinbarten Bundesregierung und Netzbetreiber wirksame Maßnahmen zum flächendeckenden Ausbau der Mobilfunknetze und dem schnellen Ausbau der Glasfaser- und Gigabit-Netze.
"Der Digital-Gipfel hat in den vergangenen 20 Jahren gezeigt, was entstehen kann, wenn Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam konstruktiv an Lösungen arbeiten", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. "Gerade bei Künstlicher Intelligenz brauchen wir diesen engen Austausch. Deutschland und Europa müssen ihre technologischen Stärken ausbauen, digitale Abhängigkeiten verringern und Innovationen schneller in die Anwendung bringen. Der Digital-Gipfel ist dafür ein wichtiges Format. Entscheidend ist, dass aus guten Ideen auch konkrete Projekte werden."
Der Digital-Gipfel findet am 2. und 3. November 2026 in Berlin statt. Er steht unter dem Motto "Shaping AI: safe, sovereign, competitive" und widmet sich insbesondere dem Thema Künstlichen Intelligenz. Im vergangenen Jahr fand anstelle des traditionellen Digital-Gipfels ein deutsch-französischer Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität in Berlin statt. Dort vereinbarten das Bundesdigitalministerium, Bitkom und mehr als 75 Unternehmen, die Einführung einer digitalen Brieftasche voranzubringen, mit der sich Bürgerinnen und Bürger künftig europaweit online ausweisen können. Sie wird am 2. Januar 2027 unter dem Namen d-you in Deutschland an den Start gehen.
Der Digitalverband Bitkom stellt am 2. Gipfeltag, Dienstag, 3. November, in einer Online-PK eine Studie zum Markt für Rechenzentren vor.