01/21/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/21/2026 08:18
Das Ministerkomitee des Europarates hat heute die neue Strategie zur Inklusion von Roma und Fahrenden (2026-2030)verabschiedet. Die Gesellschaft besser über Fragen zu diesen Gemeinschaften zu informieren und dafür zu sensibilisieren und gleichzeitig bei Roma und Fahrenden ein Gefühl des Stolzes auf ihre Identität zu fördern, Roma und Fahrenden gleiche Rechte, gleiche Würde und die Gleichstellung der Geschlechter zu garantieren sowie ihre aktive Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben zu stärken - das sind die Prioritäten des Europarates und seiner Mitgliedsstaaten für die nächsten fünf Jahre.
Die Strategie zielt darauf ab, die verstreuten nationalen Bemühungen in eine kohärente europäische Antwort umzuwandeln. Der Europarat bekräftigt damit, dass der Schutz der größten Minderheit Europas nicht nur eine nationale Verantwortung ist, sondern auch eine gemeinsame europäische Verpflichtung, die für die Wahrung der Grundwerte und des sozialen Zusammenhalts des Kontinents von wesentlicher Bedeutung ist. (Weiter)
Roma und Fahrende scheinen in der Politik unsichtbar zu sein
Ohne eine aktive Beteiligung der Roma und Fahrenden am öffentlichen und politischen Leben bleiben die Möglichkeiten, ihnen bessere sozioökonomische Perspektiven zu bieten, begrenzt. Die weitgehende Unsichtbarkeit der Roma und Fahrenden auf der politischen Bühne kann zur Isolation dieser Gemeinschaften führen, die dann leicht zum Ziel von Praktiken wie Stimmenkauf, Alibipolitik, Ausbeutung oder Vernachlässigung werden. Die Strategie betont, wie wichtig es ist, dass die Mitglieder dieser Gemeinschaften und die Gesellschaft insgesamt das Potenzial der Roma und Fahrenden für sozialen und politischen Wandel erkennen. Sie schlägt daher vor, Partnerschaften auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene aufzubauen und innovative Modelle der politischen und staatsbürgerlichen Bildung zur Inklusion der Roma und Fahrenden zu fördern.
Die Strategie folgt den Empfehlungen aus der abschließenden Bewertung des Strategischen Aktionsplans zur Integration der Roma und Fahrenden (2020-2025), den das Ministerkomitee ebenfalls heute zur Kenntnis genommen hat. Sie stützt sich außerdem auf mehrere maßgebliche Normen, wie beispielsweise die Empfehlung des Ministerkomitees über die Aufnahme der Geschichte der Roma und Fahrenden in Schullehrpläne und Unterrichtsmaterialien, die Empfehlung des Ministerkomitees zur Beteiligung der Roma-Jugendund die Empfehlung des Ministerkomitees zur Gleichstellung von Roma-und-Fahrenden-Frauen und -Mädchen.
Die Regierungen der Mitgliedsstaaten werden die Umsetzung der Strategie auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene in enger Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft und im Einklang mit dem entsprechenden nationalen Rechtsrahmen vorantreiben. Koordiniert wird die Umsetzung der Strategie vom Sachverständigenausschuss für Fragen der Roma und Fahrenden (ADI-ROM) unter der Schirmherrschaft des Lenkungsausschusses für Antidiskriminierung, Diversität und Inklusion (CDADI).
Der Europarat und Roma und Fahrende [EN]
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