04/30/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/30/2026 05:50
Nr.50/2026 | 30.04.2026 | WM | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit
Rund ein Jahr nach ihrer Gründung ziehen die Partner der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern eine positive Bilanz. Seit ihrem Start im März 2025 wurden bereits 1.180 Beratungen durchgeführt. Die Fachkräfte-Service-Zentrale dient als zentrale Anlaufstelle und bringt Unternehmen, internationale Fachkräfte und Auszubildende, sowie zuständige Institutionen gezielt zusammen.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: "Gut ausgebildete Fachkräfte sind ein Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns. Mit der Fachkräfte-Service-Zentrale bieten wir unseren Unternehmen eine starke und praxisnahe Unterstützung aus einer Hand. Mehr als 1.000 Beratungen im ersten Jahr sind ein Erfolg, der zeigt, was geht, wenn wir die Kräfte aller Partner bündeln."
Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: "Die Fachkräfte-Service-Zentrale ist ein wichtiger Baustein unserer Fachkräftestrategie. Angesichts des steigenden Arbeits- und Fachkräftebedarfs benötigen viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern konkrete Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte einschließlich Auszubildende. Die Fachkräfte-Service-Zentrale bündelt Kompetenzen, begleitet Anerkennungsverfahren und bringt Unternehmen und Fachkräfte zielgerichtet zusammen. Sie ist ein echter Brückenbauer für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes."
Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau, sagte dazu: "Die Fachkräfte-Service-Zentrale zeigt nach einem Jahr sehr deutlich, welchen Mehrwert gut koordinierte und vereinfachte Verwaltungsverfahren haben. Ein zentraler Gedanke bei der Einrichtung dieser zentralen Stelle war es, den bisherigen Zuständigkeitsdschungel zu lichten. Jetzt können wir sagen: Dieser Ansatz geht auf. Gerade im Aufenthalts- und Einwanderungsrecht, das für Unternehmen und Fachkräfte oft als besonders komplex wahrgenommen wird, sorgt sie für klare Zuständigkeiten, transparente Abläufe und eine bessere Abstimmung der beteiligten Behörden. So werden Verfahren effizienter, rechtssicherer und nachvollziehbarer gestaltet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfteeinwanderung in Mecklenburg-Vorpommern praktikabel und verlässlich zu machen."
Thomas Letixerant, Vize-Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung der engen Zusammenarbeit aller Partner und würdigt die positive Entwicklung der Fachkräfte-Service-Zentrale: "Mehr als 1.000 Beratungen innerhalb eines Jahres zeigen deutlich, dass die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern einen konkreten Bedarf trifft und von den Unternehmen sehr gut angenommen wird. Sie steht für eine praxisnahe, verlässliche Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Indem wir unsere Kompetenzen bündeln und Verfahren enger verzahnen, erleichtern wir den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und fördern deren nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region."
"Viele Unternehmerinnen und Unternehmer lieben ihre Arbeit. Um diese bewältigen zu können, brauchen sie Fachkräfte. Dank des Dienstleistungsangebots der Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern ist es gelungen, qualifizierte und engagierte internationale Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Damit hat sich die Fachkräfte-Service-Zentrale Mecklenburg-Vorpommern mit ihren regionalen Ansprechpartnern in den Industrie- und Handelskammern mit bisher 1.180 Beratungen als DIE unterstützende Beratungseinrichtung für Unternehmen etabliert, wenn es um die Beschäftigung von internationalen Fachkräften und Auszubildenden geht. Ein guter Service also, denn er ermöglicht Unternehmen, sich dem zu widmen, was sie am besten können: Ihrem Unternehmen", sagt Klaus-Jürgen Struppim Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV.
Geschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in MV bekräftigte: "Im Handwerk gilt: Es kommt nicht darauf an, woher du kommst, sondern was du im Leben erreichen willst. Dieses Selbstverständnis im Handwerk gilt auch für Fachkräfte aus dem Ausland. Sie leisten gerade im Handwerk einen wichtigen Beitrag zur praktischen Umsetzung zentraler Zukunftsaufgaben wie Energiewende, Mobilität, Wohnungsbau und Versorgung. Die Fachkräfteservicezentrale setzt mit ihren Beratern - vor allem auch in ländlichen Regionen - dabei wichtige Impulse für passgenaue Verbindungen zwischen Fachkräften und Betrieben."
Wachsender Bedarf an Fachkräften in M-V
In Mecklenburg-Vorpommern besteht ein wachsender Fachkräftebedarf. Im Jahresdurchschnitt 2025 fehlten rund 13.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Bis 2030 könnte sich diese Lücke laut aktueller Prognos-Studie auf etwa 51.000 erhöhen.
Über die Fachkräfte-Service-Zentrale:
Die Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung der Fachkräfte-Service-Zentrale M-V wurde am 16. Januar 2025 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und weiteren zentralen Akteuren unterzeichnet. Dazu zählen das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, das Landesamt für innere Verwaltung, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftskammern. Nach einem Gründungsworkshop Ende Februar 2025 nahm die Zentrale im März 2025 ihre operative Arbeit auf. Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V ist mit ihrem Dienstleistungsangebot in eine breite landesweite Strategie zur Fachkräftesicherung eingebettet und basiert auf einem Beschluss des Zukunftsbündnisses M-V.
Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V fungiert als zentrale Anlaufstelle, die Unternehmen, internationale Fachkräfte aus Drittstaaten und relevante Institutionen verbindet. Zu den zentralen Aufgaben zählen die individuelle Unternehmensberatung zur Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten, die Begleitung von Fachkräften im Zuwanderungsprozess sowie regelmäßige Einzelfallbesprechungen mit Kooperationspartnern.
Die Fachkräfte-Service-Zentrale M-V richtet sich an Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die Fachkräfte einschließlich Auszubildende aus Drittstaaten gewinnen und integrieren wollen, sowie an internationale Fachkräfte aus Drittstaaten, die einen Einstieg in den Arbeitsmarkt Mecklenburg-Vorpommern anstreben. Am häufigsten werden aktuell Unternehmen im Bereich Hotel- und Gastgewerbe beraten. Zu den Top 3 der Themenschwerpunkte seitens Unternehmen gehören Fragen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz, zur Fachkräftegewinnung und zum Aufenthaltsrecht, während sich Fachkräfte für Möglichkeiten der Einwanderung, die Regelungen des Aufenthaltsgesetzes und für die Anerkennung ihrer Berufe interessieren.
Mehr Informationen zur Fachkräfte-Service-Zentrale:
http://www.fachkraefte-service-zentrale.com
https://www.instagram.com/fachkraefteservicezentrale_mv/
Telefon: 0385 588 15599