Regierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern

06/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/02/2026 06:03

Schwesig: Dieses einzigartige bauliche und kulturelle Erbe müssen wir bewahren

Nr.128/2026 | 02.06.2026 | MPin | Ministerpräsidentin

800 Jahre Geschichte und Geschichten - in Güstrow ist heute an die Stiftung des Domes vor 800 Jahren erinnert worden. 100 Jahre sei an dem Bau gearbeitet worden - ein gewaltiger Entwicklungsschub für die Region. "Qualifizierte Handwerker wurden angelockt und hatten in Güstrow Arbeit für viele Jahre. Kirchen, Klöster und Stifte waren kulturelle ebenso wie wirtschaftliche Zentren der mittelalterlichen Landesentwicklung. Heute könnten wir sagen: Die Stiftung des Doms zu Güstrow war nicht zuletzt eine erfolgreiche Infrastrukturinvestition", sagte Schwesig.

Seit der Jahrtausendwende sei der Dom mit Unterstützung des Landes umfassend saniert worden. "Turm und Dach sind erneuert worden. Ausstattungsstücke, die noch aus der Renaissance stammen, wurden sorgfältig restauriert. Auch die historische Orgel, die im Festjahr eine wichtige Rolle spielt und auch am Samstag beim Händel-Oratorium erklingen wird, ist saniert worden. Die Backsteingotik ist Teil unserer Geschichte. Dieses einzigartige bauliche und kulturelle Erbe wollen und müssen wir bewahren," erklärte die Ministerpräsidentin.

Zu etwas ganz Besonderem werde der Dom durch den Schwebenden Engel von Ernst Barlach. "Er geht auf die 700-Jahr-Feier des Güstrower Doms zurück, und es war mutig vom damaligen Domprediger und von der Stadt, als Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkriegs nicht eine weitere Variante von Kreuz und Stahlhelm bauen zu lassen, sondern den Auftrag an Ernst Barlach zu geben. Für die Nazis war dieses stille, in sich gekehrte Gedenken unerträglich: Sie haben den Schwebenden Engel als "entartet" bezeichnet, abgebaut und eingeschmolzen. Zum Glück konnte man die Skulptur neu gießen." Heute ziehe der Schwebende Engel Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern an. Auch der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt habe sich bei seinem DDR-Besuch 1981 ganz bewusst Güstrow als Ziel gewünscht, um den Schwebenden Engel zu sehen.

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