03/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/11/2026 03:32
Die Nachrichten aus dem Nahen Osten sind geprägt von Gewalt, Zerstörung und Leid. Gleichzeitig verengen sich öffentliche Debatten häufig auf einfache Bilder und eindeutige Schuldzuweisungen. Dabei gerät aus dem Blick, dass Wirklichkeit komplexer ist - auch innerhalb der israelischen Gesellschaft selbst: so ist zum Beispiel 20 % der Bevölkerung in Israel arabisch.
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lädt zusammen mit der Stadtbibliothek Mönchengladbach am Donnerstag, den 19. März 2026, um 18:30 Uhr zu Vortrag und Gespräch mit dem Journalisten und Buchautor Igal Avidan in den WandelSaal der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus ein. Die Veranstaltung ist Teil der Auseinandersetzung mit Antisemitismus, seinen Ursachen und seinen aktuellen Erscheinungsformen. Sie findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rasismus der Stadt Mönchengladbach statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich per Email an [email protected].
Ausgangspunkt des Abends ist Avidans 2023 erschienenes Buch "… und es wurde Licht! Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel". Darin erzählt er von Initiativen, Nachbarschaften und Alltagsbegegnungen, in denen jüdische und arabische Israelis trotz politischer Konflikte miteinander leben, arbeiten und Verantwortung übernehmen. Die Beispiele widersprechen gängigen Erzählungen von Unversöhnlichkeit und zeigen, dass Koexistenz kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Realität sein kann.
Igal Avidan wurde 1962 in Tel Aviv geboren. Er studierte Englische Literatur und Informatik in Israel sowie Politikwissenschaft in Berlin. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist und Nahostexperte für israelische und deutsche Zeitungen sowie Hörfunksender. Der Abend schlägt eine Brücke zwischen der aktuellen Situation im Nahen Osten und der Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Deutschland. Er fragt nach Wahrnehmungen, Zuschreibungen und nach der Verantwortung öffentlicher Debatten - auch auf lokaler Ebene.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach, ermöglicht von der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, in Kooperation mit der Stadtbibliothek Mönchengladbach.
Die Zentralbibliothek Carl Brandts Haus ist geöffnet:
Mo-Fr 10-22 Uhr, Sa 10-18 Uhr, So 12-18 Uhr
Weitere Infos unter www.stadtbibliothek-mg.de