04/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/28/2026 03:21
28. Apr 2026
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gewalt gegen Schulbeschäftigte besser erkannt, verhindert und bewältigt werden kann.
Ob verbale Beleidigungen oder körperliche Übergriffe, für viele Lehrkräfte und Schulpersonal gehört das leider zunehmend zum Berufsalltag. Rund 80 Teilnehmende aus Schule, Verwaltung und Beratung kamen jetzt zu dem Thema im Detmolder Kreishaus zur Fachveranstaltung "Schulische Schutzkonzepte weiterdenken" zusammen. Organisiert wurde sie von der Regionalen Schulpsychologischen Beratung Lippe.
In Fachvorträgen der Bezirksregierung Detmold, der Kreispolizeibehörde und der Schulpsychologischen Beratung des Kreises wurden konkrete Unterstützungsangebote für Schulen vorgestellt und praxisnahe Ansätze aufgezeigt, die Schulen helfen sollen, Handlungssicherheit im Umgang mit schwierigen und gewalthaltigen Situationen zu gewinnen.
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, Präventionsstrategien zu stärken und langfristig in schulischen Strukturen zu verankern. Die vorgestellten Beiträge lieferten hierzu vielfältige Impulse sowie konkrete Interventionsmöglichkeiten im Schulalltag. Dabei wurde deutlich: Auch der Schutz der Beschäftigten ist wichtiger Bestandteil schulischer Schutzkonzepte und die Verankerung bereits ein Teil der Prävention.
Ein Impulsvortrag aus der Wissenschaft von Nico Noltemeyer-Gautier vom Konfliktforschungsinstitut der Universität Bielefeld richtete den Blick auf die Datenlage und schaute über die Landesgrenzen hinaus auf Präventionsansätze, die in Dänemark bereits erfolgreich umgesetzt werden. Förderung von Empathie war dabei ein Schlüsselbegriff.
Bild: Gemeinsam unterstützen: Vertreter vieler Institutionen stellten ihre Angebote für Betroffene vor. Foto: Kreis Lippe
Eine Abfrage unter den Teilnehmenden machte die Relevanz deutlich: Etwa ein Drittel berichtete, bereits selbst Gewalt im beruflichen Umfeld erlebt zu haben.
In der Vernetzungspause konnten die Teilnehmenden diskutieren und Kontakte knüpfen. An Ständen informierten die Opferberatungsstellen Weißer Ring, Alraune sowie Nicole Krüger, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Lippe, über ihre Angebot für Betroffene. BG prevent thematisierte den Gesundheits- und Arbeitsschutz, die Regionale Schulpsychologische Beratung sowie die Kriminalpolizei Prävention- und Opferschutz beleuchteten ihre Unterstützungsangebote und Präventionsmöglichkeiten.
Irmgard Weishaupt, Leitung der Regionalen Schulpsychologischen Beratung Lippe, zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz: "Die hohe Beteiligung und das große Interesse unterstreichen die Relevanz des Themas. Ziel sei es, die gewonnenen Erkenntnisse weiterzutragen und den Schutz von Beschäftigten fest in schulischen Schutzkonzepten zu verankern".