03/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/05/2026 08:41
MedienmitteilungVeröffentlicht am 5. März 2026
Bern, 05.03.2026 - Der ETH-Rat hat an seiner Sitzung vom 4./5. März 2026 auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und der Präsidentin der EPFL, Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral, insgesamt 7 Professorinnen und 12 Professoren ernannt sowie den Rücktritt von einer Professorin und 3 Professoren mit Verdankung zur Kenntnis genommen. In den letzten 12 Monaten hat der ETH-Rat insgesamt 26 Frauen und 25 Männer neu ernannt, was einem Frauenanteil von 51 % entspricht.
Dr. Thea Klaeboe Aarrestad (*1987), zurzeit SNF Ambizione Fellow und Projektleiterin an der ETH Zürich, zur Assistenzprofessorin für Teilchenphysik am Departement Physik. Thea Klaeboe Aarrestads Forschungsprofil liegt an der Schnittstelle von experimenteller Teilchenphysik, maschinellem Lernen und spezialisierter Hardware. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Implementierung von Machine-Learning-Verfahren für die Echtzeit-Datenverarbeitung am Large Hadron Collider (LHC), insbesondere auf Field-Programmable Gate Arrays im Hardware-Trigger des CMS-Experiments am CERN. Sie wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Mit der Berufung von Thea Klaeboe Aarrestad verstärkt die ETH Zürich die Forschung und Lehre im Bereich Machine Learning in der Echtzeit-Datenverarbeitung in der Teilchenphysik und fördert die Kollaborationen mit dem CERN, internationalen Universitäten sowie Industriepartnern.
Prof. Dr. Aline Bütikofer (*1981), zurzeit ordentliche Professorin an der Norwegian School of Economics, Norwegen, zur ordentlichen Professorin für Empirische Gesundheitsökonomie am Departement Management, Technologie und Ökonomie (Doppelprofessur mit der Università della Svizzera italiana). Aline Bütikofer zählt zu den international führenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der empirischen Gesundheitsökonomie. Ihre interdisziplinäre Forschung widmet sich den langfristigen Auswirkungen von Umweltfaktoren und Politikmassnahmen auf Gesundheit, kognitive Entwicklung, soziale Mobilität und Ungleichheit. Mit der Ernennung von Aline Bütikofer gewinnen die ETH Zürich und die Università della Svizzera italiana eine herausragende Forscherinnenpersönlichkeit, die wesentlich zur globalen Sichtbarkeit und Exzellenz der beiden Institutionen im Bereich der empirischen Gesundheitsökonomie beitragen wird.
Dr. Claire Donnelly (*1991), zurzeit Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, Deutschland, zur ordentlichen Professorin für Multidimensionale Nanomaterialien am Departement Materialwissenschaft verbunden mit der Leitung der Gruppe für Multidimensionale Nanomaterialien am Paul Scherrer Institut (PSI). Claire Donnellys Forschungsinteressen umfassen Magnetismus, topologische Strukturen, strukturierte Quantenmaterialien, Synchrotron-Röntgenstrahlung und die Nanofabrikation von 3D-Strukturen. Sie hat bereits herausragende Beiträge zur Weiterentwicklung der Röntgentechnik, zur Charakterisierung von Spintexturen sowie zur fortschrittlichen Nanofabrikation geleistet und wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant. Mit der Ernennung von Claire Donnelly stärkt das Departement das Gebiet der Röntgenbildgebung und Tomographie sowie die strategisch wichtige Zusammenarbeit mit dem PSI.
Prof. Dr. Annette Idler (*1985), zurzeit Associate Professorin an der University of Oxford, Grossbritannien, zur ordentlichen Professorin für Globale Sicherheit am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften. Die Forschungsschwerpunkte von Annette Idler liegen in der globalen Sicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten, der globalen illegalen Ökonomie, dem Übergang von Krieg zu Frieden sowie den Verflechtungen zwischen lokalen Konfliktdynamiken und globalen Macht- und Ordnungsverschiebungen. Sie berät Regierungen und internationale Organisationen und ist eine gefragte Expertin für Fragen der globalen Sicherheitspolitik. Mit ihrer Berufung stärkt das Departement seine Kompetenzen in der Konflikt- und Sicherheitsforschung. Ab 2029 wird Annette Idler als Direktorin des Kompetenzzentrums für Schweizer und internationale Sicherheitspolitik CSS die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Praxis weiter stärken.
Dr. Philipp Rehner (*1993), zurzeit Oberassistent und Dozent an der ETH Zürich, zum Assistenzprofessor für Molekulare und Technische Thermodynamik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Im Zentrum von Philipp Rehners mehrfach ausgezeichneter Forschung, darunter ein SNSF Starting Grant, steht die molekulare Beschreibung von Phasengrenzflächen als Schlüssel für Stoff- und Wärmetransport sowie die Prozesseffizienz. Mit innovativen mathematischen Methoden ermöglicht er die Anwendung rigoroser thermodynamischer Modelle zur Optimierung von Prozessen und Materialien und trägt so wesentlich zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der chemischen Industrie bei. Mit der Berufung von Philipp Rehner stärkt das Departement seine Kompetenz in der molekularen Modellierung und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der ETH Zürich.
Dr. Serina Robinson (*1993), zurzeit Forschungsgruppenleiterin an der Eawag, zur Assistenzprofessorin für Umweltbiochemie am Departement Umweltsystemwissenschaften. Die mehrfach ausgezeichnete Forschung von Serina Robinson verbindet Experimente mit computergestützter Modellierung, um vorherzusagen, wie Enzyme Industriechemikalien, Pharmazeutika und Agrochemikalien umwandeln. Sie untersucht die Wechselwirkung zwischen biologischen Systemen und per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die aufgrund ihrer beständigen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen als «ewige Chemikalien» bezeichnet werden. Mit der Berufung von Serina Robinson, die mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet wurde, verstärkt das Departement u. a. die interdepartementalen Verbindungen zu den Departementen Biologie und Gesundheitswissenschaften und Technologie sowie die Zusammenarbeit mit der Eawag und internationalen Partnern.
Dr. Konrad Viebahn (*1991), zurzeit Oberassistent an der ETH Zürich, zum Assistenzprofessor für Quantenphysik am Departement Physik. Konrad Viebahns Forschung konzentriert sich auf die Quanteninformationsverarbeitung mit neutralen Atomen. Da herkömmliche Quantenrechner in ihrer Leistungsfähigkeit noch limitiert sind, widmet er sich der Entwicklung grösserer und präziserer Systeme. Dabei ist ein entscheidender Vorteil seines Ansatzes gegenüber gängigen Plattformen die Skalierbarkeit. Konrad Viebahn wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Mit seiner Berufung verstärkt das Departement den Bereich der Quantenwissenschaften sowie der modernen Atomphysik und stärkt die Synergien mit den Departementen Informatik sowie Materialwissenschaft in diesem zukunftsweisenden Technologiefeld.
Prof. Dr. Petra S. Dittrich (*1974), zurzeit ausserordentliche Professorin an der ETH Zürich, zur ordentlichen Professorin für Bioanalytik am Departement Biosysteme. Petra Dittrich ist eine führende Forscherin an der Schnittstelle von Mikrosystemtechnik und Biowissenschaften und hat mit ihren Beiträgen beide Bereiche massgeblich vorangebracht. Ihre Expertise liegt im Bereich der Entwicklung und Herstellung miniaturisierter Geräte, der Assay-Entwicklung sowie der Überwachung/Bildgebung biologischer Prozesse. Ihre Arbeit ist darauf ausgerichtet, Grundlagenforschung in praktische Anwendungen umzusetzen. Petra Dittrich wurde für ihre Forschung vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant und einem ERC Consolidator Grant. Seit 2021 ist sie Studiendirektorin für zwei Masterstudiengänge.
Prof. Dr. David Kaufmann (*1985), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Raumentwicklung und Stadtforschung am Departement Bau, Umwelt und Geomatik. David Kaufmanns mehrfach ausgezeichnete Forschung deckt Bereiche ab, die für die Gesellschaft in der Schweiz und weltweit von grundlegender Bedeutung sind - Stadtforschung, Raumplanung, Politikwissenschaft, Migrationsforschung -, wobei Schwerpunkte insbesondere auf Verdichtung und Wohnungsbau, nachhaltiger Stadtentwicklung sowie humanitärer Hilfe und Entwicklungsplanung liegen. Seine Arbeit hat den Forschungsstand in vielen dieser Bereiche erheblich vorangebracht. Mit der Beförderung von David Kaufmann erhalten sich das Departement und die ETH Zürich einen hervorragenden Dozenten und anerkannten Experten, dessen zukünftige Forschung weiterhin einen entscheidenden Beitrag zu einem national und international dringlichen Themenbereich leisten wird.
Prof. Dr. Rasmus Kyng (*1988), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Theoretische Informatik am Departement Informatik. Rasmus Kyng ist ein international anerkannter und brillanter Experte für die Entwicklung schneller Algorithmen für Optimierungsprobleme. Seine unter anderem mit einem SNSF Starting Grant ausgezeichneten Forschungsarbeiten umfassen kombinatorische Optimierung, computergestützte lineare Algebra und dynamische Graphalgorithmen, mit mehreren revolutionären Ergebnissen. Rasmus Kyng ist ein sehr engagierter Dozent und ein hoch angesehenes Mitglied des Departements, in dessen Dienst er sich auch als Mitglied der Strategiekommission, der Lehrkommission und des Vorstands des Instituts für Theoretische Informatik stellt. Mit seiner Beförderung erhalten sich das Departement und die ETH Zürich einen herausragenden Wissenschaftler, der auch künftig eine führende Rolle in der Informatiktheorie einnehmen wird.
Prof. Dr. Sai Reddy (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich, zum ordentlichen Professor für System- und Synthetische Immunologie am Departement Biosysteme. Sai Reddy ist ein international führender und visionärer Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunotechnik. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Erfindung und Anwendung neuartiger Technologien zur Manipulation des Immunsystems. Er hält 13 Patente, von denen viele lizenziert wurden, und ist überaus erfolgreich bei der Einwerbung von Drittmitteln. Zu seinem Förderportfolio gehören u. a. ein ERC Starting Grant sowie mehrere Projektzuschüsse des Schweizerischen Nationalfonds. Sai Reddy ist ein herausragender und engagierter Vertreter der ETH Zürich und seines Departements, der ein starkes Alumni-Netzwerk aufgebaut hat. Seine Berufung steigert das Ansehen der ETH Zürich und ermöglicht weitere Kooperationen mit der Industrie.
Prof. Dr. Shinichi Sunagawa (*1978), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich, zum ordentlichen Professor für Mikrobiomforschung am Departement Biologie. Shinichi Sunagawa ist eine international führende Persönlichkeit auf dem Gebiet der marinen mikrobiellen Ökologie und insbesondere der metagenomischen Analysen mariner Mikrobiome. Seine Forschung zielt darauf ab, die Mechanismen hinter mikrobiellen Interaktionen aufzudecken und damit Anwendungen in den Bereichen Ökosystemüberwachung, Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. An der ETH Zürich engagiert er sich vielseitig, unter anderem in der Leitung des Instituts für Mikrobiologie. Die Beförderung von Shinichi Sunagawa wird dazu beitragen, die in den vergangenen Jahren erschlossenen Synergien mit der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich zu festigen sowie das nationale Forschungsprogramm NCCR Microbiomes und die internationale Vernetzung der Mikrobiomforschung zu stärken.
Dr. Tomas Aidukas (*1992), zurzeit Postdoktorand am Paul Scherrer Institut PSI, zum Assistenzprofessor für Physik an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften. Tomas Aidukas ist Spezialist für computergestützte Bildgebung, insbesondere für die Entwicklung und Anwendung ptychographischer Techniken. Seine Forschung zielt darauf ab, die physikalischen und rechnerischen Grenzen der Mikroskopie zu erweitern, mit Anwendungen in der hochauflösenden optischen und Röntgenbildgebung. Zu den wichtigsten Ergebnissen seiner Arbeit gehört die Erreichung der weltweit besten Auflösung in der 3D-Röntgenmikroskopie dank ptychographischer Tomographie. Tomas Aidukas kommt mit einen SNSF Starting Grant für das Projekt NEXUS-3D (Nanoscale Examination of Ultra-Small Structures in 3D Using X-rays) an die EPFL, das sich der Entwicklung fortschrittlicher Methoden der Röntgenmikroskopie und deren Anwendungen in der Halbleitermesstechnik widmet. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem PSI durchgeführt.
Prof. Dr. Kenneth Holstein (*1991), zurzeit Assistenzprofessor an der Carnegie Mellon University, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakultät für Informatik und Kommunikation. Kenneth Holsteins Forschung befasst sich mit der Komplementarität von Mensch und KI und untersucht, wie künstliche Intelligenz menschliche Fähigkeiten sinnvoll ergänzen kann, statt sie zu ersetzen. Seine Forschung ist stark auf die Erziehungswissenschaften ausgerichtet. Damit behandelt er Themen von gesellschaftlich und wirtschaftlich grosser Relevanz. Ziel seiner Arbeit ist es, die Lücken zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz zu schliessen, grundlegend neue Formen der KI-gestützten Entscheidungsfindung zu schaffen und Systeme zu entwickeln, die menschliche Arbeit, Fachwissen und lokales Wissen respektieren. Mit seinem interdisziplinären Ansatz wird Kenneth Holstein die Bereiche KI, Kognitions- und Bildungswissenschaften, Statistik und maschinelles Lernen an der EPFL nachhaltig bereichern.
Prof. Dr. Volkan Cevher (*1978), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Elektrotechnik und Elektronik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Volkan Cevhers Forschung hat massgeblich zu den mathematischen und algorithmischen Grundlagen des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz beigetragen, insbesondere in den Bereichen Optimierung, gross angelegtes Lernen und Inferenz, mit einem starken Fokus auf dem Training und Verständnis moderner Grundlagenmodelle. Seit seinem Eintritt in die EPFL hat er ein international führendes Forschungsprogramm aufgebaut. Volkan Cevher engagiert sich aktiv im Technologietransfer, hat langfristige Kooperationen mit der Industrie aufgebaut und wurde mit renommierten Auszeichnungen geehrt, darunter ein ERC Starting Grant und ein ERC Consolidator Grant.
Prof. Dr. Bruno Correia (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Bioingenieurwesen an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Bruno Correias Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle zwischen Strukturbiologie, Protein-Engineering und künstlicher Intelligenz. Er hat wichtige Beiträge zum De-novo-Design molekularer Interaktionen und funktioneller Proteine geleistet, die in der synthetischen Biologie, dem Immunoengineering und der Arzneimittelforschung Anwendung finden. Seine viel zitierten Arbeiten haben zu Patenten und bedeutenden industriellen Kooperationen geführt. Er ist Träger renommierter Auszeichnungen, darunter ein ERC Consolidator Grant und der universitäre Latsis-Preis, und spielt eine wichtige Rolle in der Lehre, insbesondere als Leiter des Doktorandenprogramms für Bioingenieurwesen.
Prof. Dr. Jacques Fellay (*1974), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL sowie an der Universität und dem Universitätsspital Lausanne, zum ordentlichen Professor für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften. Jacques Fellay ist ein international renommierter Wissenschaftler an der Schnittstelle zwischen Genomik, Infektionskrankheiten, personalisierter Medizin und maschinellem Lernen. Er konzipierte den Genom-zu-Genom-Ansatz, um genetische Variationen des Wirts und des Erregers gleichzeitig zu analysieren. Von ihm entwickelte bioinformatische Tools haben die Analyse von Infektionen in der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft erleichtert und neue Forschungswege eröffnet. Jacques Fellay pflegt enge Kontakte zu Spitälern. Seine Expertise in den Bereichen Infektionskrankheiten, Genomik und computergestützte Ansätze sowie seine klinische Erfahrung machen ihn zu einem herausragenden Mitglied der Fakultät und der EPFL.
Prof. Dr. Elisa Oricchio (*1979), zurzeit ausserordentliche Professorin an der EPFL, zur ordentlichen Professorin für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften. Elisa Oricchio forscht im Bereich der Krebs-Epigenetik und Chromatinbiologie. Sie befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen der dreidimensionalen Organisation des Genoms und der Pathogenese und Behandlung von Krebs. Dabei verfolgt sie einen neuen Forschungsansatz, um auf der Grundlage dieser Erkenntnisse neue biologische Wirkstoffe für therapeutische Zwecke zu entwickeln. Elisa Oricchio pflegt wertvolle Kontakte zu den Onkologieabteilungen verschiedener Spitäler in der Schweiz und leitete die Initiative TumorShare, welche die experimentellen Ergebnisse von Patientenbiopsien für die Therapieentscheidung an die Tumorboards in den Krankenhäusern weiterleitet. Durch die Beförderung von Elisa Oricchio erhält sich die Fakultät eine herausragende und engagierte Wissenschaftlerin und Dozentin.
Prof. Dr. Mathias Payer (*1981), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakultät für Informatik und Kommunikation. Mathias Payer gilt als einer der einflussreichsten Forscher seiner Generation auf dem Gebiet der Sicherheit von Informationssystemen. Seine Arbeit zielt darauf ab, Software-Schwachstellen in grossem Massstab zu identifizieren, zu analysieren und zu verhindern. Mit seinen Beiträgen hat er den Bereich der Cybersicherheit tiefgreifend geprägt und dazu beigetragen, neue methodische Standards für die Forschung in diesem strategischen Bereich zu definieren. Für seine Arbeit wurde Mathias Payer mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit einem ERC Starting Grant sowie einem ERC Advanced Grant. Die Beförderung eines Experten seines Kalibers ermöglicht es der Fakultät und der EPFL, in einer für die Gesellschaft strategisch wichtigen und grundlegenden Disziplin weiterhin eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Prof. Dr. Núria Casacuberta Arola (*1982), zurzeit Assistenzprofessorin für Physikalische Ozeanographie am Departement Umweltsystemwissenschaften, wird die ETH Zürich Ende April 2026 verlassen. Núria Casacuberta Arolas Forschung wurde mit einem ERC Consolidator Grant und einem SNF PRIMA-Beitrag ausgezeichnet und konzentriert sich darauf, mit Hilfe von Spurenstoffen ein besseres Verständnis der Ozeanzirkulation zu erhalten. Durch ihre Expertise auf dem Gebiet der Umweltradioaktivität konnte sie im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Ausbreitung radioaktiver Schadstoffe im Pazifischen Ozean nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima leisten. Núria Casacuberta Arola verlässt die ETH Zürich, um ihre wissenschaftliche Laufbahn in Barcelona am Institut de Ciències del Mar (ICM-CSIC) fortzusetzen.
Prof. Dr. Thomas Mountford (*1961), zurzeit ordentlicher Professor für Stochastische Prozesse an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften, wird Ende Juli 2026 in den Ruhestand treten. Thomas Mountford kam im Jahr 2001 als ordentlicher Professor an die EPFL. Er ist ein anerkannter Spezialist für Wahrscheinlichkeitstheorie und stochastische Prozesse, der einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis komplexer Zufallssysteme und grundlegender Wahrscheinlichkeitsmodelle geleistet hat. Thomas Mountford hat zahlreiche Forschungsförderungen vom Schweizerischen Nationalfonds sowie mehrere renommierte Auszeichnungen erhalten. An der EPFL war er massgeblich an der Ausbildung mehrerer Generationen von Mathematikern mit Spezialisierung auf Stochastik beteiligt. Durch sein Engagement in Forschung und Lehre sowie seine Verdienste um die wissenschaftliche Gemeinschaft hat er die EPFL sehr bereichert.
Prof. Dr. Olivier Schneider (*1961), zurzeit ordentlicher Professor für Elementarteilchenphysik an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften, wird Ende August 2026 in den Ruhestand treten. Olivier Schneider kam 2003 als ausserordentlicher Professor an die EPFL und wurde 2010 zum ordentlichen Professor befördert. Olivier Schneider hat bedeutende Beiträge zur Teilchenphysik geleistet. Er war insbesondere einer der führenden Akteure der internationalen Kooperationen beim Belle-Experiment in Japan und beim LHCb-Experiment am CERN. An der EPFL ist Olivier Schneider seit 2016 stellvertretender Direktor des Instituts für Physik. Zuvor war er unter anderem Leiter des Doktoratsprogramms für Physik. Sein ausgeprägtes Engagement für die Lehre und sein Einsatz für die EPFL haben massgeblich zum Ansehen und Aufschwung der Hochschule beigetragen.
Prof. Dr. Didier Trono (*1956), zurzeit ordentlicher Professor für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften, wird Ende Oktober 2026 in den Ruhestand treten. Didier Trono ist Virologe und kam 2004 als ordentlicher Professor an die EPFL. Er ist einer der renommiertesten Experten im Bereich der Life Sciences und hat zu den Wechselwirkungen zwischen Viren und ihren Wirten geforscht. Unter anderem entwickelte er lentivirale Vektoren, die zur Behandlung verschiedener Erbkrankheiten und in der Krebstherapie eingesetzt werden. In jüngerer Zeit hat Didier Trono bemerkenswerte Beiträge auf dem Gebiet der Epigenetik geleistet. Er hält zahlreiche Patente und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, darunter zweimal mit einem ERC Advanced Grant. An der EPFL hat sich Didier Trono durch sein umfassendes Engagement und insbesondere als Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften der EPFL von 2004 bis 2012 verdient gemacht.
Der ETH-Rat verdankt die Leistungen der scheidenden Professorin und Professoren in Wissenschaft, Lehre und akademischer Verwaltung.