10/13/2025 | Press release | Distributed by Public on 10/14/2025 07:17
Bundeskanzler Merz ist auf Einladung von Ägyptens Präsidenten Abd al-Fattah as-Sisi nach Sharm el-Sheikh gereist, um an der Unterschriftenzeremonie zum Frieden in Gaza teilzunehmen.
Foto: Bundesregierung / Jesco Denzel
Nach zwei Jahren Blutvergießen, nach dem barbarischen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sei es gelungen, den Konflikt im Gazastreifen jedenfalls für heute zu beenden - das sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Pressestatement am Rande der Unterschriftenzeremonie in Ägypten. "Wir sind hier in Sharm el-Sheikh, um ein großes Dokument zu unterzeichnen. Damit beginnt eine Phase - so hoffen wir es jedenfalls alle - des Friedens und des guten Miteinanders in der Region", sagte Merz.
Scharm el Scheich, 13. Oktober 2025: Mit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Israel und der Hamas soll der mehr als zwei Jahre dauernde Krieg in Gaza ein Ende finden. Dazu reisten neben Bundeskanzler Merz mehr als 20 Staats- und Regierungschefs aus Europa und der arabischen Welt nach Ägypten.
Es sei ein historischer Tag - für diese Region, aber auch für die ganze Welt, sagte Merz. "Nach zwei Jahren Blutvergießen, nach dem 7. Oktober 2023, diesem barbarischen Terrorangriff der Hamas. Es ist gelungen, den Konflikt jedenfalls für heute zu beenden".
Das Abkommen zwischen der Hamas und Israel vermittelte Ägypten zusammen mit Katar, der Türkei und den USA. Merz dankte allen Parteien und unterstrich: "Dies ist das Ergebnis vielfältigster Anstrengungen".
Vertreter der Hamas und Israels waren in Ägypten nicht dabei. Ein zentraler Punkt des Friedensplans war die Freilassung der letzten 20 Geiseln, die unter großer Anteilnahme am Morgen stattfand. Im Gegenzug begann Israel damit, etwa 2.000 palästinensische Häftlinge freizulassen.
Dieser Tag war für den Kanzler "der Beginn von Heilung und ein Schritt auf dem Weg zu Frieden im Nahen Osten".
Und er ergänzte: "So hoffen wir jetzt alle, dass von diesem Tag an ein Prozess beginnt, der in der Region dauerhafte Stabilität und einen dauerhaften Frieden ermöglichen kann - auch ein dauerhaftes Miteinander der Palästinenser und des israelischen Staates."
Die Bundesrepublik Deutschland und die Bundesregierung stehe weiter an der Seite Israels. "Das war immer so, und das wird auch immer so bleiben. Gerade deshalb bieten wir auch an, dabei mitzuhelfen, in der Region jetzt alle Voraussetzungen zu schaffen, damit es eine dauerhafte Friedenslösung geben kann."
Zur offiziellen Unterzeichnungszeremonie reiste auch US-Präsident Donald Trump an.
Das Friedensabkommen soll die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas festigen und den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen. Zahlreiche Staats- und Regierungschef waren zur Unterschriftenzeremonie angereist.
Bundeskanzler Merz sage, er sei dankbar und glücklich, daran beteiligt gewesen zu sein, dass solch ein Konflikt mit diesem Tag hoffentlich ein Ende finden kann. Er fahre aber auch wieder mit vielen Erwartungen zurück nach Deutschland - "Erwartungen an uns selbst, was wir leisten müssen, damit es nicht nur in diesem Teil der Welt zu einem dauerhaften Frieden kommt".
Scharm el Scheich, 13. Oktober 2025: Mit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Israel und der Hamas soll der mehr als zwei Jahre dauernde Krieg in Gaza ein Ende finden. Dazu reisten neben Bundeskanzler Merz mehr als 20 Staats- und Regierungschefs aus Europa und der arabischen Welt nach Ägypten.
Es sei ein historischer Tag - für diese Region, aber auch für die ganze Welt, sagte Merz. "Nach zwei Jahren Blutvergießen, nach dem 7. Oktober 2023, diesem barbarischen Terrorangriff der Hamas. Es ist gelungen, den Konflikt jedenfalls für heute zu beenden".
Das Abkommen zwischen der Hamas und Israel vermittelte Ägypten zusammen mit Katar, der Türkei und den USA. Merz dankte allen Parteien und unterstrich: "Dies ist das Ergebnis vielfältigster Anstrengungen".
Vertreter der Hamas und Israels waren in Ägypten nicht dabei. Ein zentraler Punkt des Friedensplans war die Freilassung der letzten 20 Geiseln, die unter großer Anteilnahme am Morgen stattfand. Im Gegenzug begann Israel damit, etwa 2.000 palästinensische Häftlinge freizulassen.
Dieser Tag war für den Kanzler "der Beginn von Heilung und ein Schritt auf dem Weg zu Frieden im Nahen Osten".
Und er ergänzte: "So hoffen wir jetzt alle, dass von diesem Tag an ein Prozess beginnt, der in der Region dauerhafte Stabilität und einen dauerhaften Frieden ermöglichen kann - auch ein dauerhaftes Miteinander der Palästinenser und des israelischen Staates."
Die Bundesrepublik Deutschland und die Bundesregierung stehe weiter an der Seite Israels. "Das war immer so, und das wird auch immer so bleiben. Gerade deshalb bieten wir auch an, dabei mitzuhelfen, in der Region jetzt alle Voraussetzungen zu schaffen, damit es eine dauerhafte Friedenslösung geben kann."
Zur offiziellen Unterzeichnungszeremonie reiste auch US-Präsident Donald Trump an.
Das Friedensabkommen soll die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas festigen und den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen. Zahlreiche Staats- und Regierungschef waren zur Unterschriftenzeremonie angereist.
Bundeskanzler Merz sage, er sei dankbar und glücklich, daran beteiligt gewesen zu sein, dass solch ein Konflikt mit diesem Tag hoffentlich ein Ende finden kann. Er fahre aber auch wieder mit vielen Erwartungen zurück nach Deutschland - "Erwartungen an uns selbst, was wir leisten müssen, damit es nicht nur in diesem Teil der Welt zu einem dauerhaften Frieden kommt".
öffnet Bild im Karussell
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Meine Damen und Herren, dieser Tag, der 13. Oktober 2025, ist ein historischer Tag. Es wird ein wichtiger Tag in den Geschichtsbüchern sein - für diese Region, aber auch für die ganze Welt. Der Krieg in Gaza ist zu Ende. Das ist eine gute Nachricht nach zwei Jahren Blutvergießen, nach dem 7. Oktober 2023, diesem barbarischen Terrorangriff der Hamas. Es ist gelungen, den Konflikt jedenfalls für heute zu beenden. Wir sind hier in Sharm el-Sheikh, um ein großes Dokument zu unterzeichnen. Damit beginnt eine Phase - so hoffen wir es jedenfalls alle - des Friedens und des guten Miteinanders in der Region.
Ich will die Gelegenheit nutzen, den Beteiligten zu danken, die es möglich gemacht haben, dass dieser Tag und diese Konferenz hier heute stattfinden können. Zuallererst danke ich dem ägyptischen Staatspräsidenten Al-Sisi, der uns eingeladen hat, heute nach Sharm el-Sheikhzu kommen. Ich will aber auch ganz ausdrücklich dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein herzliches Wort des Dankes sagen für seine Initiative, für sein Engagement und auch für seine klare Haltung in diesem Konflikt. Der Emir von Katar, den ich gerade eben zu einem längeren Gespräch getroffen habe, hat ebenso dazu beigetragen, wie auch die türkische Regierung. Dies ist das Ergebnis vielfältigster Anstrengungen.
Auch die deutsche Bundesregierung hat sich daran beteiligt. Der deutsche Bundesaußenminister ist in den letzten Wochen und Monaten mehrfach in der Region gewesen. So hoffen wir jetzt alle, dass von diesem Tag an ein Prozess beginnt, der in der Region dauerhafte Stabilität und einen dauerhaften Frieden ermöglichen kann - auch ein dauerhaftes Miteinander der Palästinenser und des israelischen Staates. Die Bundesrepublik Deutschland und die Bundesregierung stehen an der Seite Israels. Das war immer so, und das wird auch immer so bleiben. Gerade deshalb bieten wir auch an, dabei mitzuhelfen, in der Region jetzt alle Voraussetzungen zu schaffen, damit es eine dauerhafte Friedenslösung geben kann.
Wir sind alle sehr erleichtert, dass in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages die letzten 20 überlebenden Geiseln freigelassen worden sind. Darunter sind vier Deutsche. Es ist sicherlich nicht nur in Israel, sondern für viele Familien auch in Deutschland in diesen Minuten ein großes Zeichen der Erleichterung. Wir sind nach wie vor in Gedanken an der Seite der Opfer. Viele Leichen sind noch nicht aus dem Gazastreifen geborgen worden. Für viele Familien ist das heute auch ein Tag der Trauer und ein Tag der Gewissheit über das Schicksal ihrer Familienangehörigen. Das wird in diesen Familien, das wird auch in der Region nie vergessen werden.
Wenn wir das heute alles so sagen, dann verbindet sich damit auch die Hoffnung, dass der amerikanische Präsident den Einfluss, den er auf die Beteiligten der Region ausgeübt hat, jetzt mit uns gemeinsam auch auf die russische Regierung ausübt. Denn wir dürfen nicht vergessen: Es gibt wenige Flugstunden von hier entfernt einen seit dreieinhalb Jahren andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Ich möchte heute Nachmittag die Gelegenheit nutzen, auch mit dem amerikanischen Präsidenten erneut darüber zu sprechen, was wir gemeinsam tun können, um diesen Krieg zu beenden. Von diesem Platz geht das Signal aus: Wenn die Völkergemeinschaft der Welt zusammensteht, dann ist es möglich. Es darf aber nicht nur an diesem Platz möglich sein, es muss auch in anderen Regionen der Welt möglich sein, und für uns Europäer ist dieser Krieg in Europa die größte Bedrohung unserer Freiheit. Deswegen werden wir am Rande dieses großartigen Treffens heute auch darüber sprechen, welchen Beitrag wir gemeinsam leisten können, um auch diesen Krieg zu beenden. Ich will kein Geheimnis daraus machen: Wir setzen auch auf die Unterstützung - die dauerhafte Unterstützung - der Vereinigten Staaten von Amerika. So wie sie es in dieser Region gezeigt haben, müssen sie es mit uns zusammen auch in der Ukraine und gegenüber Russland zeigen.
Trotzdem überwiegt am heutigen Tag die Dankbarkeit und auch das Glück, daran beteiligt zu sein, dass ein solcher Konflikt, der so viele unschuldige Menschenopfer gefordert hat, nun hoffentlich mit diesem Tag ein Ende finden kann. Wir alle gehen mit großer Zuversicht auch in die nächsten Tage und Wochen. Deutschland wird seinen Beitrag leisten, und wir sehen vor allem die humanitäre Verpflichtung, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen alles tun, damit die Menschen, die dort immer noch leben, ausreichend mit medizinischer Versorgung ausgestattet werden und dass sie vor allen Dingen ein Dach über dem Kopf bekommen, dass sie Wasser bekommen, dass sie medizinische Hilfe bekommen, wo immer das möglich ist.
Ich bin hier also mit dem Gefühl großer Dankbarkeit. Ich fahre aber heute Abend auch wieder mit vielen Erwartungen zurück nach Deutschland - Erwartungen an uns selbst, was wir leisten müssen, damit es nicht nur in diesem Teil der Welt zu einem dauerhaften Frieden kommt.
Herzlichen Dank!