02/25/2026 | News release | Distributed by Public on 02/25/2026 05:38
"Mir hat vor allem gefallen das man engen Kontakt hatte zu den Dozenten und das familiäre Umfeld am Senftenberger Campus und den Senftenberger See."
Isabel Hanold hat an der BTU Biotechnologie studiert und arbeitet inzwischen als Doktorandin am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig in der Abteilung für Zell- und Gentherapieentwicklung.
Hallo Frau Hanold, Sie haben an der BTU Biotechnologie studiert, wie sind Sie auf den Studiengang gekommen und wie waren ihre Erfahrungen hier?
Ich hatte schon während der Schule allgemein großes Interesse an Naturwissenschaften besonders Biologie und habe mich deshalb zuerst über die Recruiting Messe Connecticum in Berlin über mögliche Berufsmöglichkeiten erkundet im Bereich Biologie nach dem Studium. Dort wurde mir der Bachelor und Master in Biotechnologie empfohlen aufgrund der Kombination von Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie der vielfältigen Berufsmöglichkeiten in unterschiedlichen Industriezweigen. Da die Universität nah an meinem Familien-Wohnort lag sowie günstige Wohnmöglichkeiten im Studentenwohnheim bot und der Studiengang Biotechnologie selbst NC frei war ohne zwingende Voraussetzungen wie Praktika habe ich mich dann dort für den Bachelor eingeschrieben 2018, auch aufgrund der Empfehlungen durch Verwandte. Direkt nach dem Bachelorabschluss 2023 habe ich dann den weiterführenden Master of Biotechnology ebenfalls an der BTU absolviert.
Meine Erfahrungen an der BTU waren sehr schön, vor allem mit vielen positiven Erinnerungen und Erfahrungen verbunden. Mir hat vor allem gefallen das man engen Kontakt hatte zu den Dozenten und das familiäre Umfeld am Senftenberger Campus und den Senftenberger See. Auch der Austausch mit Kommilitonen, Fachschaftsrat sowie die vielen Labor Pratika waren gut aufgebaut und anspruchsvoll sodass man wirklich jeden Tag interessantes neues Wissen lernen und in der Praxis anwenden konnte. Die Dozentinnen hatten immer ein Offenes Ohr. Außerdem war es möglich bereits schon während des Bachelors als Studentische Hilfskraft nebenbei zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln.
Was machen Sie jetzt beruflich?
Seit Dezember 2024 bin ich als Doktorandin am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig tätig. Dort arbeite ich in der Abteilung für Zell- und Gentherapieentwicklung innerhalb der Klinischen Gentransfer Unit unter der Leitung von Zoltán Ivics. Zu Beginn meiner Promotion war ich zudem für einen Monat als Gastwissenschaftlerin am Paul-Ehrlich-Institut tätig, wo ich unter der Betreuung von Dr. Lacramioara Botezatu wertvolle Einblicke in regulatorische und sicherheitsrelevante Aspekte von Tierversuchen erhalten habe. Parallel dazu bin ich als Doktorandin an der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg im Rahmen einer Individualpromotion eingeschrieben. Meine Promotion wird von Dirk Roggenbuck betreut. Mitglieder meines PhD-Komitees sind außerdem Prof. Ute Modlich (Universität Zürich, Schweiz) sowie Prof. Eugenio Montini (I.R.C.C.S. Ospedale San Raffaele, Mailand, Italien). Im Mittelpunkt meiner Doktorarbeit steht die Entwicklung von Next-Generation Sleeping Beauty Transposon-Vektoren mit dem Ziel, die transkriptionelle Sicherheit für therapeutische Zellanwendungen zu verbessern. Konkret arbeite ich an der Weiterentwicklung nicht-viraler Gentransfersysteme für ein sicheres und effizientes therapeutisches Cell Engineering.
Wie sind Sie an den Job gekommen?
Auf die Promotionsstelle am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie bin ich über eine offizielle Stellenausschreibung aufmerksam geworden und habe mich regulär darauf beworben. Während meiner Masterarbeit bei Sanofi-Aventis Deutschland GmbH in Frankfurt am Main wurde ich zudem von meinem externen Betreuer fachlich unterstützt und ermutigt, den nächsten Schritt in Richtung Promotion zu gehen. Durch diese Betreuung sowie durch den fachlichen Austausch und die Kontakte zum Paul-Ehrlich-Institut konnte ich mein Profil gezielt weiterentwickeln. Diese Kombination aus fachlicher Qualifikation, praktischer Erfahrung und wertvollen Empfehlungen hat mir letztlich ermöglicht, die Stelle direkt im Anschluss an meinen Masterabschluss anzutreten.
Was vermissen Sie am meisten aus Ihrer Studienzeit an der BTU?
Am meisten vermisse ich den intensiven und täglichen Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen. Während des Studiums war man ständig im Dialog - sei es in Vorlesungen, in Lerngruppen oder in den Laborpraktika. Dieser enge Zusammenhalt und das gemeinsame Erarbeiten von Inhalten waren etwas ganz Besonderes. Auch die zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen und studentischen Aktivitäten bleiben mir in sehr schöner Erinnerung. Das Campusleben am Standort Senftenberg - insbesondere die Nähe zum Senftenberger See - hat die Studienzeit zusätzlich bereichert und für eine sehr angenehme Atmosphäre gesorgt. Darüber hinaus vermisse ich die klassischen Vorlesungen, in denen theoretisches Wissen intensiv und strukturiert vermittelt wurde. Diese Phase des konzentrierten Lernens und der fachlichen Vertiefung war eine prägende und wertvolle Zeit.