02/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/24/2026 23:07
Reifenlager stellen aufgrund ihrer hohen Brandlast und spezifischen Lagerbedingungen ein erhebliches Risiko dar. Reifen bestehen zu rund 40 % aus Gummi, angereichert mit Weichmachern und Vulkanisationsmitteln - eine leicht entflammbare Kombination.
Ein einzelner brennender Reifen setzt etwa so viel Energie frei wie 20 kg getrocknetes Holz. In Lagerstätten mit mehreren tausend Reifen entsteht dadurch eine extreme Brandintensität.
Zudem setzen brennende Reifen hochtoxische Rauchgase frei, die die Sicht stark beeinträchtigen und Rettungseinsätze erschweren. Ohne funktionierende Brandschutztechnik droht im Ernstfall schnell ein Totalschaden. Auch die Brandbekämpfung ist herausfordernd: Reifen sind wasserabweisend, dicht und werden häufig stehend in Regalen gelagert. Enge Regale, gestapelte Reifen und begrenzte Belüftung begünstigen eine schnelle Brandausbreitung und erschweren den Zugriff auf den Brandherd.
Mögliche Zündquellen wie elektrische Installationen, defekte Leuchtmittel oder Heizgeräte können eine ungewollte Entzündung verursachen. Brennbare Flüssigkeiten wie Öle oder Reinigungsmittel erhöhen zusätzlich die Gesamtbrandlast. Werden Reifen im Freien gelagert, kommen Witterungseinflüsse und Vandalismus als Risikofaktoren hinzu.
Die Lagerung von Reifen unterliegt verschiedenen gesetzlichen Anforderungen. Dazu zählen:
Ein ganzheitliches Brandschutzkonzept für Reifenlager berücksichtigt drei zentrale Bereiche:
1. Organisatorischer Brandschutz
Brandschutz als Unternehmensziel verankern
2. Baulicher Brandschutz
3. Anlagentechnischer Brandschutz
Ausreichende Löschwasserversorgung: ca. 300 Liter pro 100 kg Reifen
Regelmäßige Wartung und Kontrolle sind essenziell für einen zuverlässigen vorbeugenden Brandschutz in Reifenlagern. Sämtliche Brandschutzeinrichtungen sollten mindestens einmal jährlich durch zertifizierte Fachbetriebe überprüft und gewartet werden, um ihre Funktionsfähigkeit im Ernstfall sicherzustellen. Ergänzend dazu kann der Einsatz von Thermografie hilfreich sein, um potenzielle Überhitzungen frühzeitig zu erkennen und gezielt Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Darüber hinaus ist es wichtig, sämtliche brennbaren Flüssigkeiten sowie nicht mehr genutzte Altgeräte konsequent aus dem Bereich der Reifeneinlagerung zu entfernen. Auch die Lagerdisziplin spielt eine entscheidende Rolle: Eine Mischlagerung mit anderen Materialien ist nicht zulässig und kann das Brandrisiko erheblich erhöhen.
Als ganzheitlicher Fachbetrieb im vorbeugenden Brandschutz bietet CWS Fire Safety individuelle Lösungen für Reifenlager jeder Größe:
Unsere mehr als 20 Standorte in Deutschland garantieren kurze Wege und schnelle Hilfe - für einen effektiven Schutz Ihrer Mitarbeitenden, Sachwerte und der Umwelt.
Welche Vorschriften gelten für die Lagerung von Reifen?
Je nach Lagermenge und -art greifen die Landesbauordnungen, die MIndBauRL sowie ggf. die MKLR.
Welche Löschanlagen sind für Reifenlager geeignet?
Empfohlen werden Sprinkler- oder Wassernebellöschanlagen. Bei großen Lagermengen kann eine Heißschaumanlage sinnvoll sein.
Wie viel Löschwasser wird im Brandfall benötigt?
Pro 100 kg Reifen sollten etwa 300 Liter Löschwasser eingeplant werden.
Gibt es spezielle Anforderungen an die Bauweise von Reifenlagern?
Ja, ab bestimmten Mengen sind feuerbeständige Trennwände (z. B. EI 60) und Sicherheitsabstände Pflicht. Zusätzlich sollte die Beleuchtung brandlastarm installiert sein.
Warum ist die Lagerart entscheidend für die Brandbekämpfung?
Die stehende Lagerung in Regalen behindert das Vordringen von Löschwasser. Eine liegende Lagerung erleichtert die Brandbekämpfung erheblich.
*** Wir sind aktuell nur in Deutschland und den Niederlanden tätig! ***
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