01/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/28/2026 02:09
Die Bezirksämter Tempelhof-Schöneberg und Neukölln laden zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung anlässlich des 21. Todestages von Hatun Sürücü ein
am Freitag, 6. Februar 2026 um 10 Uhr
beim Gedenkstein für Hatun-Aynur-Sürücü
Oberlandgarte 1/ Ecke Oberlandstraße, 12099 Berlin.
Mit dem Gedenken erinnern die Bezirke an Hatun Aynur Sürücü, die am 7. Februar 2005 Opfer eines Femizids wurde. Ihr Mut, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen, macht sie bis heute zu einer wichtigen Symbolfigur im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
Die Veranstaltung setzt ein deutliches Zeichen dafür, dass Femizide und patriarchale Gewalt weiterhin eine ernste gesellschaftliche Realität darstellen. Viele Frauen verlieren ihr Leben, ihre Freiheit und ihre Sicherheit durch diese Strukturen - sichtbar oder unsichtbar. Das Gedenken macht diese Gewalt sichtbar und zeigt, dass beide Bezirksämter gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg: "Hatun Aynur Sürücü wurde ermordet, weil sie den Mut hatte, frei und selbstbestimmt zu leben. Sie steht stellvertretend für viele Frauen, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt wurden. Das Gedenken an sie ist eine Mahnung an uns alle, Femizide klar zu benennen, Gewalt sichtbar zu machen und entschieden gegen die Strukturen vorzugehen, die solche Taten überhaupt erst ermöglichen. Wir tragen Verantwortung, Betroffene zu schützen und Frauenrechte konsequent zu stärken."
Die Gedenkveranstaltung bietet Raum für gemeinsames Erinnern, ein stilles Innehalten und ein klares Bekenntnis zu Solidarität und Gleichberechtigung. Vertreter:innen der Bezirksämter, der Zivilgesellschaft sowie Engagierte aus Präventions- und Beratungsarbeit nehmen daran teil.
Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln: "Die Erinnerung an Hatun Sürücü erinnert uns daran, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für Frauenrechte zu schärfen und Gewalt in all ihren Formen zu verurteilen. Ihr Mut und ihr Wunsch nach Selbstbestimmung inspirieren viele, sich aktiv gegen Diskriminierung und Gewalt einzusetzen. Es ist entscheidend, dass wir Ihren Namen und ihre Geschichte im Gedächtnis behalten, um für eine Zukunft zu kämpfen, in der alle Frauen in Sicherheit leben können, frei von Gewalt und Unterdrückung. Nur so können wir verhindern, dass sich Ehrenmorde wie der an Hatun Sürücü wiederholen. Das sind wir den Betroffenen schuldig."
Hintergrund
Hatun Aynur Sürücü wurde am 7. Februar 2005 in Berlin-Tempelhof ermordet. Ihr Tod löste bundesweit Bestürzung aus und führte zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über Femizide und Gewalt gegen Frauen. Der Femizid an Hatun Aynur Sürücü ereignete sich an der Grenze der beiden Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Neukölln. Erneut wird in diesem Jahr mit der bezirksübergreifenden Zusammenarbeit beim Gedenken an Hatun Aynur Sürücü ein Zeichen für die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt gesetzt.