Freistaat Bayern

02/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/03/2026 08:14

Abschlusstagung eines Projekts im Bereich Kunst und Kultur in München – Prävention

Antisemitismus nimmt in erschreckender Dimension zu, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Judenfeindlichkeit ist auch im Kunst- und Kulturbetrieb zu beobachten. Teils finden sich antisemitische Stereotype in Kunstwerken und Aufführungen. Es kommt zu Mobbing und Boykottaufrufen. In einigen Institutionen belasten interne Spannungen den Alltag. Die Tagung "(Dis)Comfort Zones. Antisemitismuskritik in Kunst und Kultur" benennt Antisemitismus im Kulturbetrieb klar, zeigt aber auch, wie viele Menschen sich dagegen engagieren. Ziel der Tagung ist es, neue Wege für eine praxisbezogene Antisemitismuskritik zu erforschen.

Sozialministerin Ulrike Scharf hebt hervor: "Kunst und Kultur prägen, wie wir sprechen, wie wir sehen und fühlen. Deshalb müssen wir uns fragen: welche Bilder hängen an unseren Wänden und welche Sprache kommt auf die Bühne? Genau darum geht es bei ,(Dis)Comfort Zones'. Viele im Kulturbetrieb spüren, dass wir an einer Schwelle stehen. Und an dieser Schwelle zählt: klar hinsehen und klar handeln: Antisemitismus benennen. Diskriminierung stoppen. Solidarität leben. Jüdische Stimmen stärken."

Bei der Tagung handelt es sich um die Abschlussveranstaltung des Projekts "Kunst & Funktion - Antisemitismuskritische Unterstützung für künstlerische Produktionen und Kulturinstitutionen", das vom Institut für Neue Soziale Plastik (Bayern) e.V. organisiert und vom Bayerischen Sozialministerium gefördert wird. Im Rahmen der Projektförderung haben die Beteiligten Sensibilisierungskonzepte erstellt und bieten Fortbildungen an. Die Abschlusstagung, an der auch die Kammerspiele und die Monacensia-Bibliothek beteiligt sind, geht der Frage nach, wie Sensibilisierung gegen Antisemitismus in den Institutionen weiter stattfinden und sich etablieren kann. Insbesondere der Schutz für Betroffene steht im Zentrum der Debatte.

Die Tagung findet am Sonntag, 8. Februar 2026, von 11 bis 19 Uhr in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele statt. Kostenlose Karten sind im Ticketshop der Münchner Kammerspiele erhältlich. Am Vortag gibt es einen Einführungsworkshop unter dem Titel "'Gerücht und Gewalt': Antisemitismus in künstlerischen Kontexten" und ein Netzwerktreffen für jüdische / israelische und antisemitismuskritische Kunstschaffende und Kunst- und Kulturarbeitende aller Sparten.

Weitere Infos sind auf der Homepage des Instituts für Neue Soziale Plastik erhältlich: neue-soziale-plastik/aktuelles.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

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