02/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/26/2026 04:40
Ordnungsamt und Hilfskräfte bereiten Einsatz vor
Veröffentlicht am 26.02.2026
Der Kampfmittelverdachtspunkt beim Pulverturm soll am zweiten Märzwochenende, also am Samstag (14.03.) aufgegraben und näher untersucht und am Sonntag (15.03.) - wie es in Fachkreisen heißt - "bereinigt" werden.
Die Vorbereitungen dafür haben unter Federführung des städtischen Ordnungsamtes begonnen. Fachbereichsleiterin Birthe Glaesmann und ihr Team stehen dazu in engem Kontakt mit dem Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg und allen beteiligten Akteur:innen. Auch die Anwohner:innen im Bereich Schützenring erhalten in diesen Tagen ausführliche Informationen. Sie werden ihre Wohnungen verlassen müssen, wenn die vermutete Weltkriegsbombe am Sonntag (15.03.) freigelegt und entschärft wird.
Ein besonderes Augenmerk richten die Verantwortlichen auch auf die Christophorus Kliniken, die teilweise innerhalb des 250-Meter-Sperrbereichs liegen. Die gute Nachricht: Der Krankenhausbetrieb ist grundsätzlich gesichert. Das Krankenhaus bleibt bei Bedarf jederzeit erreichbar, und zwar von der rückwärtigen Seite zum Schlosspark hin (Beguinenstraße). Die Kliniken bereiten sich intensiv auf das Wochenende vor, das für Patient:innen und Besuchende sowie Mitarbeitende gewisse Beeinträchtigungen mit sich bringen kann.
Auf der Homepage der Kliniken unter https://www.christophorus-kliniken.de informieren sie detailliert über die Einschränkungen und Änderungen.
Vorläufiger Ablauf der geplanten Blindgänger-Entschärfung:
Blindgänger-Fund am Pulverturm:
Im Straßenbereich am Schützenring liegt, seit Jahrzehnten unbemerkt und unberührt, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. Näher untersucht wurde der Verdachtspunkt im letzten Frühjahr im Zusammenhang mit einer geplanten Baumaßnahme an der benachbarten Lamberti-Grundschule. Nach ersten Sondierungen hat die Stadt Coesfeld den Punkt näher untersuchen lassen, auch mit Hilfe des sogenannten Ultra-Tem-Verfahrens. Das hat ergeben, dass sich im Straßenuntergrund mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg verbirgt, und zwar mit einem Gewicht von 125 Kilogramm - und damit um einen vergleichsweise kleinen Blindgänger.
Ab Dienstag (03.03.) bietet das Ordnungsamt eine Telefon-Hotline für betroffene Bürger:innen an. Wer Fragen rund um die anstehende Evakuierung hat, kann sich dort informieren unter Tel. (02541) 939-2000.
Ebenfalls ab Dienstag (03.03.) informiert die Stadt Coesfeld laufend aktuell auf ihrer Website unter https://www.coesfeld.de
Zum Thema:
Schützenring wird schon am Freitag (27.02.) stundenweise gesperrt für notwendige Erd- und Absicherungsmaßnahmen
Am Freitag (27.02.) soll vormittags nahe des Pulverturms eine Tauchpumpe in den bereits vorhandenen Tiefenbrunnen installiert werden, die das Grundwasser rund um den Verdachtspunkt absenkt. Das ist Voraussetzung für die weiteren Arbeiten, denn der Blindgänger wird in einer Tiefe von mehr als drei Metern vermutet, und damit unterhalb des aktuellen Grundwasserniveaus.
Die Pumpe wird mit Hilfe eines Autokrans eingebaut, während der Montage bleibt der Schützenring auf dem Teilstück zwischen Wiemannweg und Münsterstraße voraussichtlich für eine gute Stunde für den Fahrzeugverkehr gesperrt, und zwar in der Zeit zwischen 8 Uhr und 11.45 Uhr.
Die Schulbusse fahren nach Fahrplan, die Lambertischule bleibt während der Straßensperrung vom Katthagen aus erreichbar.
Fragen zu den Tiefbauarbeiten beantwortet Renate Rösing im Fachbereich Bauen und Umwelt, E-Mail: [email protected], Tel. (02541) 939-1264.