04/07/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/07/2026 06:05
+++ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hält die aktuelle Rückkehrdebatte zu Syrien für richtig und wichtig: "Flüchtlingsschutz ist Schutz auf Zeit. Wenn sich die Lage in Herkunftsregionen dauerhaft verändert, brauchen Menschen verlässliche Perspektiven - sei es für eine sichere Rückkehr oder für dauerhaftes Bleiben in Deutschland. Aus meiner Sicht sollte die Bundesregierung jetzt folgende drei Punkte gemeinsam mit den Ländern forcieren", so Herrmann.
Laut Herrmann lebten zum Stand Ende Februar 2026 rund 88.000 Syrer in Bayern, davon knapp 42.000 mit einem befristeten Aufenthaltstitel wegen der Zuerkennung eines Schutzstatus. Bei weiteren rund 11.600 Syrern in Bayern ist das Asylverfahren derzeit noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Etwa 920 Personen sind aktuell ausreisepflichtig. Zudem befinden sich derzeit bei der Taskforce Straftäter des Landesamtes für Asyl und Rückführungen 218 schwere Straftäter mit syrischer Staatsangehörigkeit in Bearbeitung, deren Aufenthaltsbeendigung für die Staatsregierung oberste Priorität hat. +++
Die Beschäftigungsquote der in Bayern lebenden Syrerinnen und Syrer liegt laut den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit aktuell bei 50,6 Prozent (Bundesdurchschnitt: 46,8 %). Insgesamt gibt es im Freistaat rund 29.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Syrer; davon sind circa die Hälfte auf Fachkraftniveau oder höher tätig. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei rund 10.500, die Arbeitslosenquote unter den in Bayern lebenden Syrern bei 25,8 Prozent (Bundesdurchschnitt: 32,1 %). Herrmann: "Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass uns bei vielen syrischen Staatsangehörigen die Integration in Arbeit sehr gut gelingt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch nach zehn Jahren leider manche syrischen Flüchtlinge weder Deutsch sprechen können noch einen Arbeitsplatz gefunden haben."