Federal Ministry of Agriculture, Food and Regional Identity of the Republic of Germany

02/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/02/2026 03:15

Deutsch-Italienische Regierungskonsultationen: Deutschland und Italien bauen Zusammenarbeit im Algensektor aus

Erschienen am02. Feb. 2026 im Format Pressemitteilung Nr. 014/2026

Deutsch-Italienische Regierungskonsultationen: Deutschland und Italien bauen Zusammenarbeit im Algensektor aus

Im Rahmen der Deutsch-Italienischen Regierungskonsultationen in Rom hat der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, mit seinem italienischen Amtskollegen, dem Minister für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forstwirtschaft, Francesco Lollobrigida, eine Gemeinsame Absichtserklärung über eine strategische Kooperation beider Länder im Algensektor unterzeichnet. Damit soll die nachhaltige Entwicklung des Sektors vorangebracht und insbesondere Forschung und Innovation gestärkt werden.

Bundesminister Rainer dazu: "Algen bieten ein riesiges Innovationspotenzial, das wir in Europa entschlossen nutzen müssen. Wir haben in Rom den Grundstein für eine starke bilaterale Zusammenarbeit beim Aufbau eines zukunftsfähigen Algensektors gelegt. Ich danke meinem Kollegen Francesco Lollobrigida für seine Initiative, die unsere nationalen und internationalen Bemühungen für eine starke Blaue Bioökonomie, also die nachhaltige Nutzung von Seen, Meeren und Flüssen, wirkungsvoll ergänzt. Zugleich knüpfen wir damit an die EU-Algenerklärung an, die mein Haus gemeinsam mit Frankreich auf den Weg gebracht hat. Wenn wir den europäischen Algensektor an die Weltspitze führen wollen, brauchen wir konkrete Initiativen auf EU-Ebene - unsere deutsch-italienische Partnerschaft zeigt, wie das geht und setzt ein starkes Signal."

Minister Lollobrigida: "Die Partnerschaft zwischen Italien und Deutschland ist ein konkretes Beispiel der Zusammenarbeit zur Förderung nachhaltiger Produktionssysteme, zur Stärkung von Forschung und Innovation und zur Aufwertung von Algen als strategische Ressource für die Lebensmittelsicherheit und den Schutz der Ökosysteme. Diese Vereinbarung bereitet den Weg für die Entwicklung neuer Technologien und Produkte, fördert das wirtschaftliche Wachstum, den Handel und stärkt damit die Rolle Europas als Akteur in der Algen-Bioökonomie. Ich möchte meinem Kollegen Alois Rainer und der deutschen Bundesregierung danken: Ich bin überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit Deutschland, die auf dem Austausch von Wissen und Kompetenzen basiert, maßgeblich für den gesamten Sektor werden kann, zum Nutzen unserer beiden Länder und der gesamten Europäischen Union."

Die Vereinbarung zielt darauf ab, die europäischen Ziele in den Bereichen Ernährungssicherheit, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft voranzubringen, indem Algen als Schlüsselressource für den ökologischen Wandel und den Schutz von Ökosystemen gestärkt werden. Dafür haben Deutschland und Italien vereinbart, in den folgenden Bereichen zusammenzuarbeiten:

  • Förderung nachhaltiger Produktionssysteme für Makroalgen und Mikroalgen, einschließlich innovativer Modelle wie integrierte multitrophe Aquakultur und Photobioreaktoren,
  • Verbesserung der Rolle von Algen beim Klimaschutz und dem Schutz von Ökosystemen,
  • Unterstützung von Forschung und Innovation für neue hochwertige Produkte und Verbindungen, die aus Algen gewonnen werden,
  • Förderung der Entwicklung von Märkten für algenbasierte Produkte, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind,
  • Erhöhung der Verwendung von Algen als Zusatzstoff in Tierfutter und als nachhaltige Nahrungsquelle für die Aquakultur,
  • Förderung der Entwicklung wirtschaftlicher Interessen und Handelsbeziehungen in diesem Sektor, die Förderung von Investitionsmöglichkeiten, industriellen Partnerschaften und dem Zugang zu europäischen und internationalen Märkten,
  • Erleichterung von Schulungen und dem Austausch von Fachwissen unter den Betreibern, Forschern und Institutionen,
  • Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, um gemeinsame Regeln zu definieren, Ressourcen zu mobilisieren und integrierte Wertschöpfungsketten zu entwickeln und
  • Förderung nachhaltiger Produktionssysteme gemäß einem Bioraffinerie-Ansatz zur Nutzung von Makroalgen und Mikroalgen.

Erschienen am02. Feb. 2026 im Format Pressemitteilung

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