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Foreign Office of the Federal Republic of Germany

01/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/26/2026 03:57

Zu Besuch bei starken Partnern im Norden: Außenminister Wadephul reist nach Lettland und Schweden

Die Welt ordnet sich neu. In dieser Phase geopolitischer Umbrüche müssen wir Europäer selbstbewusst und geschlossen auftreten und handeln. Als Hotspot verdient der Ostseeraum dabei unsere besondere Aufmerksamkeit: Dort sind wir und einige unserer engsten Partner in der Europäischen Union und im NATO-Bündnis hybriden Bedrohungen Russlands ausgesetzt. Dort entscheidet sich auch, ob wir durch Zusammenhalt und Stärke dauerhaft für Freiheit, Sicherheit und Wohlstand in Europa sorgen können.

-Außenminister Wadephul vor seiner Abreise nach Lettland und Schweden

Bei seinem heutigen Antrittsbesuch in Riga wird der Außenminister mit seiner lettischen Amtskollegin Baiba Braže zusammentreffen. Uns verbindet der gemeinsame Einsatz für die Sicherheit in Europa, das Interesse an der Stärkung der NATO-Ostflanke sowie die anhaltende Unterstützung der Ukraine. Deutschland und Lettland arbeiten zusammen, um die Sicherheit und Stabilität im Ostseeraum zu gewährleisten und die europäische Geschlossenheit zu stärken. Unsere Beziehungen zu Lettland sind lebhaft und entwickeln sich dynamisch: Immer mehr junge Menschen in Lettland lernen Deutsch - eine sehr ermutigende Entwicklung, die dafür sorgen wird, dass unsere Gesellschaften noch enger zusammenwachsen werden und die wir unterstützen. Auch wirtschaftliches Engagement ist eine wichtige Säule der Zusammenarbeit: Deutschland ist Lettlands zweitgrößter Handelspartner und viertgrößter Investor im Land.

Im Rahmen des Besuches in Riga wird Außenminister Wadephul auf Einladung der lettischen Außenministerin Baiba Braže auch auf der Konferenz der Botschafterinnen und Botschafter Lettlands sprechen. Diese kommen aktuell zu ihrem jährlichen Treffen im Außenministerium zusammen.

Kaum eine Region in der EU ist so massiv von den hybriden Aktivitäten, die der Kreml orchestriert, betroffen. Die baltischen Erfahrungen unterstreichen unseren akuten Handlungsbedarf: Wir können es uns nicht leisten, Zeit zu verlieren, wenn es um den Schutz kritischer Infrastruktur oder um Sanktionen gegen die russische Schattenflotte geht. Sicherheit und Resilienz im Ostseeraum schaffen Stabilität für ganz Europa.

-Außenminister Wadephul vor seiner Abreise

Regelbasierte Weltordnung und europäische Zusammenarbeit als Basis für Resilienz

Im Anschluss an den Besuch in Riga reist Außenminister Wadephul weiter nach Stockholm, wo er die schwedische Außenministerin Maria Stenergard treffen wird. Deutschland und Schweden feiern im Jahr 2026 den 75. Jahrestag der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir wollen unsere ohnehin schon engen Beziehungen zu Schweden noch weiter vertiefen, gerade in der Sicherheitszusammenarbeit. Die Abwehr hybrider Bedrohungen im Ostseeraum, der Schutz kritischer Infrastruktur und die Rolle der EU in einer sich wandelnden internationalen Ordnung stehen deshalb ganz oben auf der Agenda der Gespräche. Auch die Lage in der Ukraine und die dringend benötigte Unterstützung für das Land angesichts der russischen Großangriffe auf zivile Infrastruktur werden Themen der Gespräche sein.

Wichtige Debatten, die wir im transatlantischen Bündnis führen, dürfen auch nicht dazu führen, dass unser zentrales Interesse, nämlich die Freiheit und Sicherheit der Ukraine als souveräner Staat, aus dem Fokus gerät. Darauf setzt Putin. Für uns ist klar: Russland ist und bleibt die größte Bedrohung für Sicherheit und Freiheit in Europa. Die Lage in der Ukraine ist aktuell besonders gravierend - eine Million Menschen sind nach gezielten Angriffen auf zivile Infrastruktur bei eisigen Temperaturen ohne Strom, hunderttausende ohne Heizung.

-Außenminister Wadephul vor seiner Abreise

Sowohl Lettland als auch Schweden sind für Deutschland wichtige Partner in EU, NATO und im Ostseerat. Die Reise, die Teil einer Reihe von Reisen und Treffen der vergangenen Monate mit Partnerstaaten im Ostseeraum ist, unterstreicht das gemeinsame Engagement für Sicherheit und eine enge Abstimmung innerhalb der Europäischen Union und des transatlantischen Bündnisses. Mit dem Besuch setzt der Außenminister ein klares Zeichen für Solidarität, Dialog und die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit im Ostseeraum.

Foreign Office of the Federal Republic of Germany published this content on January 26, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on January 26, 2026 at 09:58 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]