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Senatskanzlei der Freien Hansestadt Bremen

02/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/17/2026 08:44

Neue Werbekonzessionen für Bremen

Bremen stellt die Weichen für die Zukunft der Außenwerbung im öffentlichen Raum: Die Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB) hat im Auftrag der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation das europaweite Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für die Werberechte auf öffentlichem Grund erfolgreich abgeschlossen. Zum 1. Januar 2026 traten die neuen Konzessionen in Kraft.

Bereits am 26. November 2024 hatte der Senat der Beauftragung der WFB zur Durchführung des Verfahrens sowie dessen Finanzierung zugestimmt. Zuvor war die Ausübung der Werberechte rund 15 Jahre vertraglich bei der Deutschen Telekom AG gebunden; der entsprechende Gestattungsvertrag lief zum 31. Dezember 2025 aus.

Im Zuge der Neuausschreibung wurden insgesamt 1.924 Werbeträgerstandorte im Stadtgebiet umfassend geprüft. Bewertet wurde, welche Standorte künftig Teil der Ausschreibung sein sollen und welche aus wirtschaftlichen, verkehrlichen, sicherheitstechnischen oder stadtgestalterischen Gründen ab 2026 entfallen und zurückgebaut werden. Im Mittelpunkt stand dabei der öffentliche Raum als Gemeingut - Straßen, Plätze, Parks und Gehwege sollen verantwortungsvoll und qualitätsvoll genutzt werden.

Die Ausschreibung wurde in vier Lose gegliedert:

  • Los 1 umfasst digitale, hinterleuchtete Werbeträger sowie geklebte Großflächen und Stretch-Boards (734 Werbeträger). Den Zuschlag erhielt die Firma Ströer. Ausschlaggebend waren die akzeptierten Vertragsbedingungen sowie ein angebotenes Mindestentgelt von 1,0 Millionen Euro jährlich.
  • Los 2 beinhaltet Litfaßsäulen und Klapprahmen (insgesamt 536 Werbeträger, davon 184 Litfaßsäulen und 352 Klapprahmen). Auch hier erhielt Ströer den Zuschlag - auf Grundlage eines Mindestentgelts von 75.000 Euro jährlich, nachdem der Mitbewerber wirtschaftlich nicht tragbare Änderungswünsche am Vertragswerk gestellt hatte.
  • Los 3 umfasst Gewerbehinweisanlagen und Mastschilder (464 Werbeträger, davon 108 Gewerbehinweisanlagen und 356 Mastschilder). Den Zuschlag erhielt die Firma Moplak, insbesondere aufgrund des höchsten angebotenen Mindestentgelts in Höhe von 251.000 Euro jährlich.
  • Los 4 betrifft 16 Uhrenanlagen im Stadtgebiet. Auch hier setzte sich Ströer durch und erfüllte die Anforderungen mit einem Mindestentgelt von 20.000 Euro jährlich.

Die Vergabe erfolgte nach klar definierten Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Qualität und Konzept. Am 23. Dezember 2025 wurde der letzte Zuschlag erteilt. Damit konnte das Verfahren planmäßig abgeschlossen werden.

Bremen bekommt künftig weniger garantierte Einnahmen als im Altvertrag, weil sich der Außenwerbemarkt seit 2010 spürbar verändert hat, beispielsweise durch Werbeverbote für Tabak, und neue digitale Werbeträger hohe Investitionen erfordern. Gleichzeitig sind im Vertrag neben dem Mindestentgelt eine Umsatzbeteiligung und kostenlose Freivolumen für Schaltungen städtischer Informationen, Kultur und Tourismus vereinbart.

Im Rahmen von Los 1 erhält die Stadt unter anderem ein Kontingent an digitaler Großflächen-Screen-Werbung mit 10.800 Einblendungen je Screen und Monat, 300 Citylight-Plakatflächen pro Woche sowie 50 dauerhafte Großflächennutzungen (352 Tage im Jahr).

Für Los 2 stehen jährlich 8.000 Plakate im Format DIN A1 für Klapprahmen - etwa für Stromkastenwerbung - zur Verfügung.

Darüber hinaus erhält die Stadt außerhalb des Vertragsgebietes in noch festzulegenden Städten einmal jährlich 1.200 Citylight- oder Großflächenplakate sowie ein Kontingent von 50.000 Einblendungen pro Monat auf digitalen Kleinscreens.

Ab 2026 übernimmt die WFB das Vertragsmanagement für die neuen Konzessionen und stellt sicher, dass die vereinbarten Qualitäts- und Gestaltungsstandards im öffentlichen Raum zuverlässig umgesetzt werden.

Mit der Neuvergabe verbindet Bremen wirtschaftliche Vernunft mit städtebaulicher Verantwortung - und schafft zugleich starke mediale Möglichkeiten, um die vielfältigen kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Highlights der Hansestadt wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Ansprechpersonen für die Medien:

  • Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: [email protected]
  • Maike Bialek, Leiterin Kommunikation "Marketing und Tourismus", WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Tel.: (0421) 9600-516, E-Mail [email protected]
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