04/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/28/2026 03:19
89. Jahrestag der Bombardierung von Pforzheims Partnerstadt
Am 26. April jährte sich der deutsche Angriff auf Gernika zum 89. Mal. Bei der Gedenkfeier auf dem Friedhof Zallo legte Bürgermeister Frank Fillbrunn im Namen Pforzheims einen Kranz nieder, um der Opfer zu gedenken. Er betonte: "Unsere Städtepartnerschaft steht für gemeinsames Gedenken, Frieden und Versöhnung. Sie fordert uns auf, aktiv für den Frieden einzutreten und Konflikte zu beenden." Ebenso wurde an den englischen Kriegsreporter George Steer erinnert, der den Angriff im April 1937 von den Anhöhen Gernikas aus miterlebte und in der New York Times darüber berichtete.
Im Teatro Lizeo verlieh man anschließend den Friedenspreis an Persönlichkeiten und Organisationen, die sich um Frieden verdient gemacht haben. Bürgermeister Fillbrunn überreichte den Preis an Vertreter Aserbaidschans und Armeniens für ihren Friedensvertrag, der den Konflikt in Bergkarabach beenden soll.
Zur historischen Angriffszeit ertönten vier Minuten lang die Sirenen und Glocken in der ganzen Stadt, um der Opfer des Angriffs durch die deutsche Legion Condor am 26. April 1937 zu gedenken.
Langjährige Partnerschaft
Die Städtepartnerschaft zwischen Pforzheim und der baskischen Stadt Gernika besteht seit 1989. Im Jahr 1937 zerstörte ein Bombenangriff die Stadt Gernika. Hauptsächlich beteiligt waren Flugzeuge der deutschen Legion Condor. Die beiden Städte teilen damit das gleiche Schicksal - auch Pforzheim wurde im Zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstört. Im Rahmen der Städtepartnerschaft finden jährlich Begegnungen zwischen Schülern, Wandergruppen und Künstlern statt und an den jeweiligen Gedenktagen erfolgen Delegationsbesuche. So besuchte im vergangenen Herbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Gernika - ein historischer Moment, da erstmals ein deutsches Staatsoberhaupt die Stadt offiziell besuchte. Auch eine Delegation aus Pforzheim mit Oberbürgermeister Peter Boch traf den Bundespräsidenten.