05/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 05/28/2026 06:19
Landkreis Cloppenburg. Künstliche Intelligenz ist für viele Unternehmen längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr. Wie konkrete Anwendungen bereits heute in Produktion, Logistik, Produktsicherheit und Unternehmensprozessen eingesetzt werden können, stand im Mittelpunkt des 3. KI-Dialogs Hansalinie, der kürzlich bei der Wernsing Feinkost GmbH in Essen (Oldenburg) stattfand.
Eingeladen hatten der Verein Wachstumsregion Hansalinie e.V. gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg, der Wernsing Feinkost GmbH, AMD, CircoVision und der Unternehmensberatung Claudia de Jong. Mit rund 100 Unternehmensvertreterinnen und -vertretern war die Veranstaltung vollständig ausgebucht. Das große Interesse machte deutlich, wie stark der Bedarf an praxisnaher Orientierung beim Thema Künstliche Intelligenz inzwischen ist.
Nach der Begrüßung durch Alfred Kessen von der Wernsing Feinkost GmbH und Dirk Gehrmann von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg gaben Jonas Dreckmann und Paul Deters Einblicke in konkrete KI-Anwendungen bei Wernsing. Im Mittelpunkt standen unter anderem kamerabasierte Erkennungssysteme, KI-gestützte Qualitäts- und Rohwarensteuerung sowie Anwendungen zur Palettenklassifizierung und zur Erkennung von Verpackungsfehlern. Dabei wurde deutlich, wie KI helfen kann, Produktionsprozesse transparenter zu machen, Qualitätskontrollen zu standardisieren und Ressourcen effizienter einzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf dem Thema Food Defense. Paul de Jong von der Unternehmensberatung Claudia de Jong zeigte, wie Künstliche Intelligenz Unternehmen dabei unterstützen kann, Auffälligkeiten in Produktionsabläufen früher zu erkennen und Produktsicherheit, Manipulationsschutz sowie Cybersecurity stärker zusammenzudenken. Gerade in vernetzten Produktionsumgebungen werde Food Defense zunehmend zu einem integrierten physischen, digitalen und organisatorischen Risikothema.
Wilhelm Klat von CircoVision und Jens Stapelfeldt von AMD beleuchteten anschließend die technische Umsetzung sicherer KI-Systeme. Im Fokus standen lokale KI-Anwendungen ohne Cloud-Abhängigkeit. Für viele Unternehmen, insbesondere mit sensiblen Produktions-, Prozess- oder Kundendaten, ist dies ein zentraler Aspekt. Die Referenten machten deutlich, dass leistungsfähige KI-Anwendungen auch direkt im Unternehmen betrieben werden können, wenn Infrastruktur, Datenstrategie und Sicherheitsanforderungen zusammengedacht werden.
Neben den fachlichen Impulsen spielte der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Beim anschließenden Imbiss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, eigene Fragestellungen zu diskutieren, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch die Rückmeldungen im Nachgang zeigten, dass besonders die Verbindung aus konkreten Praxisbeispielen und offenen Gesprächen als wertvoll wahrgenommen wurde.
"Der KI-Dialog hat erneut gezeigt, dass Unternehmen in der Region nicht nur über Künstliche Intelligenz sprechen, sondern konkrete Anwendungsfälle verstehen, bewerten und weiterdenken möchten", sagt Paul Bauer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg und dem Wachstumsregion Hansalinie e.V.. "Besonders wertvoll war der offene Austausch zwischen Unternehmen, Referenten und Partnern. Genau dafür wurde dieses Format geschaffen: KI greifbar machen, Erfahrungen teilen und gemeinsam realistische nächste Schritte ermöglichen."
Der KI-Dialog Hansalinie ist ein Format des Vereins Wachstumsregion Hansalinie e.V. Ziel ist es, Unternehmen aus der Region bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit und Fachkräftesicherung zusammenzubringen, Wissen zugänglich zu machen und den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Partnern zu fördern.
Ausblick: Das nächste Format der Wachstumsregion Hansalinie e.V. findet bereits am 23. Juni 2026 statt. Beim IT-Sicherheitsforum Hansalinie bei der Remmers Gruppe in Löningen stehen reale Angriffe, NIS2 und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://cybersecurity.hansalinie.eu/.
Für Rückfragen stehen Andreas Thielscher (Telefon: 04471/15-440, E-Mail: [email protected]) und Paul Bauer (Telefon: 04471/15-408, E-Mail: [email protected]) von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg sowie dem Verein Wachstumsregion Hansalinie zur Verfügung.