Österreichisches Parlament

08/20/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/20/2026 03:37

Was uns zehn Statuen im Parlament über Macht und Moral sagen

Keine Mythen gibt es rund um die Statuen im historischen Sitzungssaal. Dieser Saal heißt auch Bundesversammlungssaal. Zehn römische Staatsmänner blicken mahnend in den Saal. Sie stehen für moralische Leitbilder und politische Tugenden. Einige von ihnen sind heute noch relativ bekannt, zum Beispiel Cicero oder Seneca. Die Namen der anderen sagen wohl nur noch wenigen etwas.

Einer der Staatsmänner ist Numa Pompilius, der zweite König Roms. Der sogenannte Friedensfürst steht für den Übergang zur zivilisatorischen Ordnung. Er wollte das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gewinnen und löste dafür seine eigene Leibgarde auf. Für Hansen war er ein Sinnbild dafür, dass gemeinsame Werte und die Glaubwürdigkeit der Herrschenden die wahre Autorität sind.

Cincinnatus gilt als Ideal eines Bürgers. Er war ein Bauer, der sich in den Dienst des Staates stellte. Als Rom angegriffen wurde, machte ihn der römische Senat zum Diktator. Nach 16 Tagen waren die Feinde Roms besiegt. Da gab Cincinnatus seine Macht wieder ab und kehrte zurück zu seinen Äckern. Seine Statue soll die Abgeordneten daran erinnern, dass Macht eine Bürde ist, die man für die Allgemeinheit auf sich nimmt.

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