Bundesland Niedersachsen

01/27/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/27/2026 10:25

Newsletter 2/2026 vom 28. Januar 2026: Geschäftszahlen 2025

Geschäftszahlen 2025 - Deutlicher Anstieg der Verfahrenseingänge

Die Präsidentin des Niedersächsischen Finanzgerichts Petra Hager hat die Geschäftszahlen für das Kalenderjahr 2025 vorgelegt.

Nachdem die Anzahl der beim Niedersächsischen Finanzgericht eingegangen Verfahren bereits im Jahr 2024 leicht angestiegen war, hat sich dieser Trend im Jahr 2025 noch einmal deutlich verstärkt. Insgesamt ist die Zahl der eingegangenen Verfahren im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12% auf 3.627 Verfahren gestiegen. Die Zunahme der Verfahrenseingänge ist dabei nur zum Teil mit Verfahren betreffend die Grundsteuer(-reform) zu erklären, die für sich genommen um etwa 200 Verfahren gegenüber dem Jahr 2024 angestiegen sind. Weil die Anzahl der erledigten Verfahren zwar auch, aber nicht in gleichem Maße zugenommen hat, ist auch die Zahl der unerledigten Verfahren am Jahresende von 2.142 auf 2.346 erstmals seit vielen Jahren leicht angestiegen.

Das Niedersächsische Finanzgericht war bereits im Jahr 2024 mit 3.186 eingegangenen Verfahren bundesweit das Finanzgericht mit den meisten Neueingängen vor dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg (2.952 Neueingänge), dem Finanzgericht München (2.774 Neueingänge) und dem Finanzgericht Münster (2.630 Neueingänge). Bei letzteren ist zu berücksichtigen, dass es in den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen weitere Finanzgerichte gibt, so dass in diesen Ländern die Eingangszahlen insgesamt höher liegen als in Niedersachsen. Der statistische Bericht der Finanzgerichte 2024 kann hier abgerufen werden.

Die durchschnittliche Verfahrensdauer ist in 2025 mit 9,1 Monaten gegenüber dem Vorjahr (10,9 Monate) deutlich zurückgegangen. "Ich freue mich, dass das Niedersächsische Finanzgericht im bundesweiten Vergleich der Finanzgerichte, aber auch im Vergleich zu anderen oberen Landesgerichten bei der Verfahrensdauer eine Spitzenposition einnimmt.", so Präsidentin Hager. So lag die durchschnittliche Verfahrensdauer im Jahr 2024 an den Finanzgerichten bei 15,3 Monaten.

Die Geschäftszahlen für 2025 ergeben sich im Einzelnen aus der nachstehenden Tabelle:

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