01/22/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/22/2026 06:05
Zur Information - kein offizielles Dokument
UNIS/SGSM/1562
22. Januar 2026
Am heutigen Internationalen Tag der sauberen Energie sind die weltweiten Veränderungen für uns spürbar - wir müssen jedoch das Tempo beschleunigen.
Aus der Wissenschaft hören wir, dass wir uns auf eine vorübergehende Überschreitung des Ziels von 1,5 Grad Celsius zubewegen. Es liegt in unserer Verantwortung, diesen Verstoß so glimpflich, so kurz und so sicher wie möglich zu halten, im Wege einer gerechten, geordneten und ausgewogenen Abkehr von fossilen Brennstoffen.
Erneuerbare Energien sind der Motor, der diesem Übergangsprozess Vorschub leistet. Sie sind an den meisten Orten die günstigste Quelle für neue Energie. Und im vergangenen Jahr erzeugten Wind-, Sonnen- und andere erneuerbare Energien erstmals weltweit mehr Strom als mit Kohle erzeugt wurde.
Erneuerbare Energien bringen Stromversorgung für Gemeinschaften, die bislang im Dunkeln gelassen wurden, sorgen für saubere Kochmöglichkeiten und öffnen Türen für bessere Gesundheitsversorgung, Bildung und Lebenschancen. Erneuerbare Energien ermöglichen die Ansiedlung neuer Industrien, schaffen menschenwürdige Arbeitsplätze, senken Energiekosten und bewahren zugleich Länder vor geopolitischen Schocks und vor der Volatilität der Märkte.
Trotz alledem verläuft die Revolution hin zu erneuerbaren Energien nicht schnell und nicht weit genug. Die Netzinfrastruktur hinkt im Vergleich zur Kapazitätsausweitung für saubere Energie deutlich hinterher, während hohe Kosten etliche Länder von vornherein vom Übergangsprozess ausschließen.
Der Fahrplan ist eindeutig: Wir müssen die globalen Kapazitäten für erneuerbare Energien bis 2030 verdreifachen, indem wir Hindernisse abbauen, Kosten einsparen und sowohl den Menschen als auch der Industrie sauberen Strom maßstabsgerecht, schnell und solidarisch liefern.
Die Regulierungsbehörden müssen politische Maßnahmen beschließen, mit denen saubere Energie belohnt und Zulassungsverfahren gestrafft, zugleich jedoch Menschen und Umwelt geschützt werden. Versorgungsunternehmen müssen ihre Netze und Verbindungsleitungen verbessern, ausweiten und digitalisieren, um sauberen Strom dorthin zu befördern, wo er benötigt wird, und eine Speicherung im großen Maßstab durchführen, damit die Stromsysteme trotz des Wachstums bei den erneuerbaren Energien verlässlich bleiben. Die Industrie muss ihre Versorgungsketten diversifizieren, damit mehr Länder Systeme für saubere Energien herstellen, einrichten und aufrechterhalten können. Hierzu zählen auch die für den Übergangsprozess kritischen Mineralien, die den produzierenden Ländern und Gemeinschaften zugutekommen müssen, nicht allein den globalen Märkten.
Die Finanzbranche muss die Investitionskosten senken, insbesondere zugunsten der Entwicklungsländer mit ihrem enormen Potenzial für erneuerbare Energien. Und die multilateralen Entwicklungsbanken müssen Risiken abbauen und in wesentlich größerem Umfang private Investitionen erschließen.
Unser größtes Augenmerk muss jedoch dem Umstand gelten, dass der Übergangsprozess gerecht verläuft - durch den Schutz der Arbeitskräfte und Gemeinschaften, durch Förderung der Bildung, durch industrielle Entwicklung und Chancen für alle bei der Umgestaltung von Energiesystemen.
Eine Zukunft mit sauberer Energie ist in greifbare Nähe gerückt. Nutzen wir die Gunst der Stunde und tragen wir die von den erneuerbaren Energien angestoßene Revolution weiter, in alle Teile der Welt.
* *** *