Rheinmetall AG

04/24/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/24/2026 00:42

Moderne Munition im Eiltempo: Rheinmetalls ganzheitlicher Ansatz für die einsatzkritische Verfügbarkeit von Munition und Sprengstoffen

Eine neue Ära für die Kampfkraft der Soldaten

Moderne Konflikte haben sowohl die Anforderungen an Munitionslieferanten als auch die Geschwindigkeit, mit der diese Fähigkeiten bereitgestellt werden müssen, grundlegend verändert. Jahrzehntelang akzeptierte die US-amerikanische Verteidigungsindustrie lange Entwicklungszeiten, strukturierte die Produktion über fragmentierte Netzwerke von Auftragnehmern, arbeitete ohne eine einzige Stelle, die für die Integration über den gesamten Lebenszyklus verantwortlich war, und verließ sich auf Kapazitätsreserven, die weitgehend nur theoretisch bestanden und nicht operativ nutzbar waren.

Um diese Defizite zu beheben und die heimische Produktion zu beschleunigen, ist ein anderes Produktionsmodell erforderlich - eines, das die derzeitige US-Regierung entschlossen ist aufzubauen.

"Unzureichende modernisierte Kapazitäten und Lücken bei fortschrittlichen Fähigkeiten bleiben die Haupthindernisse" , so Chris Battagliese, Senior Director of Business Development bei American Rheinmetall Munitions. "Die Herausforderung besteht darin, schnell zu liefern, für Spitzenauslastungen zu skalieren und eine von Anfang an optimierte Munition zu entwickeln."

Als führender Systemintegrator hat Rheinmetall diese Herausforderungen weltweit angegangen, indem das Unternehmen die Fähigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energetik weiterentwickelt hat - vom Anlagenentwurf und der Treibmittelformulierung über die Projektil- und Treibmittelproduktion bis hin zur Demilitarisierung, Delaborierung und Entsorgung. American Rheinmetall Munitions ist nun in der Lage, dieses integrierte, ganzheitliche Modell auf die US-amerikanische Verteidigungsindustriebasis anzuwenden - mit der angesichts der aktuellen Herausforderungen erforderlichen Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.

Modernisierung in Aktion: Rheinmetalls Munitionsinnovation

Wird Munition von den Waffensystemen isoliert entwickelt, führt dies zu Leistungslücken. Diese lassen sich durch eine bloße Steigerung der Produktion allein nicht beheben. Wenn es den Konstrukteuren nicht gelingt, die Munition von Anfang an auf das Waffensystem, die Feuerleitung und die bedienerspezifischen Anforderungen abzustimmen, ist die Gesamteffektivität von vornherein eingeschränkt. Rheinmetall hat einen anderen Ansatz gewählt. Das Unternehmen entwickelt Munition als Teil eines integrierten Systems und stimmt Projektil, Abschussplattform, Feuerleitung und operative Überlegungen von Anfang an aufeinander ab, anstatt zu versuchen, sie nachträglich in Einklang zu bringen.

Ein Beispiel dafür ist das 155-mm-Supercharge-Treibmittel von Rheinmetall. Da die U.S. Army auf mit dem Vorhaben Mobile Tactical Cannon (MTC) auf ein radbewegliches Geschütz umstellt, um die gezogene Haubitze M777 zu ersetzen, wird die Reichweite zu einer entscheidenden Anforderung. Rheinmetall hat die Supercharge-Treibladung so entwickelt, dass diese den Druckspezifikationen seines L52-Geschützes entspricht. Dies erhöht die effektive Reichweite präzisionsgelenkter Munition, indem es die Reichweitenverringerung ausgleicht, die typischerweise durch Kurskorrekturzünder verursacht wird. Das Supercharge-Treibladungssystem wurde für die Kompatibilität mit den Rohrlängen der aktuellen und der nächsten Geschützgeneration entwickelt - einschließlich der für die MTC L52 vorgesehenen Kanone - und ermöglicht es der Munition, auf neue Reichweiten zu kommen.

Rheinmetalls 40-mm-Medium Velocity (MV)-Munition - vorgesehen für die abgesessen kämpfende US-Infanterie - überträgt dieselbe integrierte Designphilosophie auf einen grundlegend anderen Einsatzzweck. Die MV-Munition ist das Kernelement für das Precision Grenadier System (PGS). Die MV Patrone basiert auf einer ausgereiften Zündertechnologie und einem für den schultergeschossenen Einsatz angepassten High Velocity-Treibsatz. Hierdurch erzeugt sie eine flachere Flugbahn und eine kürzere Flugzeit als herkömmliche 40-mm-Geschosse im Low-Velocity-Bereich. Dies führt zu einer hohen Erstschusstreffer-Wahrscheinlichkeit auf größere Entfernungen. Zudem lassen sich mehrere Geschosse in schneller Folge auf das Ziel bringen - und dies mit einer höheren Durchschlagskraft als sie vergleichbare schultergeschossenen 25-mm- und 30-mm-Granatwerfer aufweisen.

Brent Martin, Business Development Manager bei American Rheinmetall Munitions, fasst es am besten zusammen. "Sie bietet die Präzision und Durchschlagskraft, die Soldaten benötigen. Mit dem ausgereiften, bereits im Einsatz befindlichen System steht der US-Regierung sofort eine Waffen- und Munitionsfamilie zur Verfügung."

Der schultergeschossene automatische Granatwerfer SSW40 von Rheinmetall, die MV-Geschosse und ein speziell entwickeltes Feuerleitsystem mit Drohnenbekämpfungssoftware bilden ein ausgereiftes System of Systems, das derzeit in NATO-Ländern im Einsatz ist. Das gesamte MV-Munitionsportfolio umfasst zehn verschiedene Geschossvarianten, darunter Geschosse mit Air Burst-Fähigkeit (HEAB), Mehrzweckgeschosse, oder Mehrzweck-Spreng-Splittergeschosse (HEDP) mit einer Durchschlagskraft von 10 cm RHA für den Einsatz gegen leichte und mittlere Panzerungen sowie ballistisch angepasste Übungsgeschosse.

Für das Precision Grenadier System (PGS)-Programm der US-Armee hat Rheinmetall die HAMMR (Highly Accurate Multi-Mission Rifle) entwickelt. Auf der SSW40-Plattform aufbauend, erfüllt die HAMMR die Anforderungen hinsichtlich Feuerrate und effektiver Reichweite und bleibt dabei unter den festgelegten Gewichtsgrenzen. Die 40-mm-MV-Patrone und das Feuerleitsystem Aimpoint FCS15 wurden parallel zur Waffe entwickelt, wobei jede Komponente von Anfang an als Teil eines integrierten Systems optimiert wurde, anstatt unabhängig beschafft und nachträglich integriert zu werden.

Durch die Verlängerung der effektiven Einsatzreichweite verbessert das Aimpoint FCS15 die Gesamtleistung des Systems auf der Ebene des Infanteriegruppe. HAMMR ist zudem mit allen qualifizierten 40-mm-LV-Munitionstypen kompatibel, die derzeit im Bestand der US-Armee sind. Hierdurch verringert sich das Integrationsrisiko und die bestehende Logistik bleibt erhalten. Das System verbindet erhöhte Durchschlagskraft mit verbesserter Überlebensfähigkeit, indem es Gefechte aus größerer Entfernung ermöglicht und gleichzeitig ein Rückstoßverhalten aufweist, das ein anhaltendes, effektives Feuern ermöglicht. Bemerkenswert ist, dass das FCS15 auf dem FCS14 basiert. Dieses ist auf dem Technology Readiness Level 9 und bereits beim US Marine Corps im Einsatz.

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