02/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/25/2026 03:54
Thema: Johann Christoph Friedrich Schiller - Der leidende Patient
Referent: Dr. Friedrich Meier, Uhlstädt-Kirchhasel
Zeit: Freitag, 6. März 2026, 15:00 Uhr
Ort: TU Ilmenau, Faraday-Hörsaal, Weimarer Straße 32, Zugang Prof. Schmidt-Straße
Eintritt: 5 Euro
Unter dem Namen Friedrich Schiller ging der Dichter und Philosoph in die Geschichte ein - geboren wurde er am 10. November 1759 als Johann Christoph Friedrich Schiller und ab 1802, als ihm von Kaiser Franz II. das Adelsdiplom überreicht wurde, durfte er sich Friedrich von Schiller nennen. In seinem Vortrag im Rahmen des TU Ilmenau Bürgercampus' zeichnet Dr. Friedrich Meier weniger den Dichter und Philosophen, sondern den Menschen und auch den Arzt Friedrich Schiller mit seinen Lebensgewohnheiten und in seinem Umfeld nach - und die Entwicklung seiner Krankheit. Denn: "Er war von frühestem Alter an ein zartes Kind, die gewöhnlichen Kinderkrankheiten griffen seinen Körper hart an", wie Friedrich Schillers ältere Schwester Christophine berichtete. Dr. Friedrich Meier, früherer Chefarzt der Thüringen-Kliniken am Standort Rudolstadt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensgewohnheiten und medizinische Besonderheiten von historischen Persönlichkeiten nachzuspüren.
Wohl kaum ein anderer hat sein unsterbliches Werk unter solch großen körperlichen Beeinträchtigungen geschaffen wie Friedrich Schiller. Besonders nach 1791 war es ein Sieg des Geistes über einen chronisch erkrankten Körper - auch seine großen Dramen seiner letzten fünf Lebensjahre, "Maria Stuart", "Die Jungfrau von Orleans", die "Braut von Messina" und "Wilhelm Tell", schuf ein kranker Friedrich Schiller. Als Schiller im frühen Alter von 45 Jahren starb, lautet der letzte Satz des lange geheim gehaltenen Obduktionsprotokolls: "Bey diesen Umständen muss man sich wundern, wie der arme Mann so lange hat leben können."
Ursula Nirsberger
TU Ilmenau Bürgercampus
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