10/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 10/28/2026 02:03
Berlin, 28. Oktober 2026 - Deutschland investiert weiter kräftig in IT-Sicherheit. Im laufenden Jahr steigen die Ausgaben für IT-Sicherheit voraussichtlich um 11,7 Prozent von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro. 2027 wird erneut ein zweistelliges Plus erwartet: Ein Wachstum um 10,7 Prozent soll den Markt für IT-Sicherheit dann erstmals über die 15-Milliarden-Euro-Marke heben, auf 15,8 Milliarden Euro. Das teilte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Daten des Marktforschungsunternehmens IDC aus dem IDC Worldwide Security Spending Guide mit. "Cyberangriffe sind aktuell eine der größten Bedrohungen für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Wer in IT-Sicherheit investiert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Kundinnen und Kunden, Lieferketten und die Infrastruktur, von der wir alle abhängen", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg. Nach der aktuellen Bitkom-Studie "Wirtschaftsschutz 2026" entsteht der deutschen Wirtschaft durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage ein jährlicher Schaden von mindestens 211 Milliarden Euro. 76 Prozent davon gehen auf Cyberangriffe zurück. Trotz steigender Gesamtausgaben bleibt der Anteil der IT-Sicherheitsinvestitionen an den IT-Budgets unverändert: Im Schnitt fließen wie im Vorjahr 18 Prozent in die IT-Sicherheit und damit etwas weniger als der vom Bitkom und BSI empfohlene Richtwert von 20 Prozent.
Den größten Anteil an den Ausgaben hat IDC zufolge Software für IT-Sicherheit mit 7,8 Milliarden Euro, ein Plus von 14,5 Prozent. Damit entfällt mehr als die Hälfte des Marktes (55 Prozent) auf Sicherheitssoftware, etwa für den Schutz von Endgeräten und Cloud-Umgebungen, für Identitäts- und Zugriffsmanagement oder für die Erkennung von Angriffen. Auf Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit entfallen 5,3 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 7,3 Prozent. Dazu gehören zum Beispiel Beratung, Integration von Sicherheitslösungen oder auch Managed Security Services. Für Hardware wie Firewalls und andere Spezialgeräte für IT-Sicherheit werden 1,2 Milliarden Euro ausgegeben. Sicherheits-Geräte verzeichnen mit einem Plus von 14,6 Prozent den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.
2027 wird Software der Wachstumstreiber. Im kommenden Jahr erwartet Bitkom auf Basis der IDC-Berechnungen bei Sicherheits-Software ein Plus von 14,6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Dienstleistungen steigen um 8,4 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Bei Hardware wird dagegen nach dem außergewöhnlich starken Beschaffungsjahr 2026 mit einem Rückgang um 4,2 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro gerechnet. "Mit dem Cyber Resilience Act und der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie steigen die Anforderungen an Unternehmen. Die Nachfrage nach leistungsfähigen und vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen ist eine Chance für Anbieter aus Deutschland und Europa", so Dehmel.
Die it-sa Expo&Congress findet vom 27. bis 29. Oktober 2026 im Messezentrum Nürnberg statt. Bitkom ist seit 2009 ideeller Träger der Messe. Alle Informationen unter www.bitkom.org/it-sa