07/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/28/2026 06:55
Für die kommenden Tage werden auch für Frankenthal wieder sehr hohe Temperaturen er-wartet. Hitze belastet den Körper und kann insbesondere für ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder körperlich anstrengenden Tätigkeiten gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Die Stadt Frankenthal informiert deshalb über wichtige Schutzmaßnahmen und gibt praktische Tipps für den Alltag.
Bei hohen Temperaturen ist es besonders wichtig, ausreichend zu trinken. Empfehlenswert sind Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Auch wasserreiche Lebensmittel wie Gurken oder Wassermelonen helfen dabei, den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren. Auf Alkohol sollte möglichst verzichtet werden.
Körperliche Anstrengungen sollten - wenn möglich - in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Zwischen 11 und 17 Uhr sollte direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermieden werden. Wer sich im Freien aufhält, sollte leichte, helle Kleidung aus Naturfasern, eine Kopfbedeckung, eine Sonnenbrille und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor tragen.
Auch die Wohnung lässt sich mit einfachen Maßnahmen angenehm kühl halten: Morgens und abends lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten und Räume durch Rollläden oder Vorhänge abdunkeln.
Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, in den kommenden Tagen besonders auf ältere Nachbarn, alleinlebende Menschen oder Angehörige zu achten. Oft reicht schon ein kurzer Anruf oder die Nachfrage, ob ausreichend Getränke vorhanden sind oder Unterstützung benötigt wird
Kinder und Haustiere dürfen auch bei vermeintlich kurzer Abwesenheit niemals in parkenden Fahrzeugen zurückgelassen werden. Bereits nach wenigen Minuten können sich dort lebensgefährliche Temperaturen entwickeln.
Wer Abkühlung sucht, sollte ausschließlich ausgewiesene Badegewässer nutzen. Das Baden im Rhein ist aufgrund starker Strömungen, der Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe und des Wellenschlags lebensgefährlich.
Eine sichere Möglichkeit zur Abkühlung bietet das StrandBad Frankenthal mit seinen Schwimm- und Nichtschwimmerbecken sowie dem Badesee.
Mit den hohen Temperaturen steigt auch die Brandgefahr. In Frankenthal ist das Grillen und Entfachen von Feuer auf öffentlichen Plätzen und Grünflächen nicht erlaubt. Auf Privatgrundstücken sollte bei großer Trockenheit besonders umsichtig gehandelt werden. Grill oder Feuerstelle sollten auf einem feuerfesten Untergrund stehen und niemals unbeaufsichtigt bleiben. Löschwasser sollte stets griffbereit sein. Nach dem Grillen müssen Glut und Grillkohle vollständig gelöscht werden.
Der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) bewässert regelmäßig die rund 410 Jungbäume im Stadtgebiet sowie weitere Bäume an besonders trockenen Standorten. Dennoch können auch Bürgerinnen und Bürger helfen: Bereits zehn Liter Wasser oder mehr unterstützen Straßenbäume und Grünflächen während längerer Trockenphasen. Besonders wirksam ist das Gießen in den frühen Morgen- oder Abendstunden.
Auch wenn die Wasserversorgung in Frankenthal gesichert ist, empfiehlt die Stadt einen sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser. Wasch- und Spülmaschinen sollten möglichst nur voll beladen genutzt werden. Im Garten empfiehlt sich das Gießen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden sowie die Nutzung von Regenwasser. Pflanzen profitieren von einer gründlichen Bewässerung direkt am Wurzelbereich statt von häufigem oberflächlichem Gießen.
Auch Wildtiere leiden unter Hitze und Trockenheit. Flache Schalen mit frischem Wasser an schattigen Orten helfen Vögeln, Igeln und Insekten, ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Ein Stein oder Ast in der Wasserschale bietet Vögeln eine sichere Sitzmöglichkeit. Das Wasser sollte regelmäßig erneuert werden.
Bei Hitze werden häufiger geschwächte Jungvögel gefunden. Nicht jeder am Boden sitzende Jungvogel benötigt jedoch Hilfe - viele werden weiterhin von ihren Eltern versorgt. Verletzte oder deutlich geschwächte Tiere sollten an eine Wildvogelauffangstation oder einen erfahrenen Tierschutzverein gemeldet werden.
Hohe Temperaturen lassen organische Abfälle schneller verrotten. Dadurch können unangenehme Gerüche entstehen und Fliegen legen leichter ihre Eier ab, was Madenbefall begünstigt. Der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) empfiehlt deshalb, feuchte Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste oder Kaffeefilter in Zeitungspapier oder Papiertüten einzuwickeln. Das Papier nimmt Feuchtigkeit auf, reduziert Gerüche und erschwert Fliegen die Eiablage.
Außerdem sollten Bioabfälle locker in die Tonne gegeben und nicht fest zusammengedrückt werden. Kleine Zweige, Holzspäne, zerknülltes Zeitungspapier oder ein alter Eierkarton am Boden der Biotonne helfen zusätzlich, Feuchtigkeit aufzunehmen und den Inhalt besser zu belüften. Die Biotonne sollte möglichst an einem schattigen Standort stehen und der Deckel stets geschlossen bleiben.
Nach der Leerung empfiehlt der EWF, die Biotonne bei Bedarf mit Wasser - gegebenenfalls mit einem Schuss Essig - auszuspülen und vor dem erneuten Befüllen vollständig trocknen zu lassen. Auch Gesteinsmehl kann helfen, Feuchtigkeit zu binden und Madenbefall vorzubeugen. Wichtig ist außerdem: Plastiktüten - auch als "kompostierbar" gekennzeichnete Beutel - gehören nicht in die Biotonne. Wer Gerüche dauerhaft reduzieren möchte, kann seine Biotonne mit einem gebührenpflichtigen Biofilterdeckel nachrüsten.
Ausführliche Informationen zum Hitzeschutz sowie weitere Tipps sind auf der Internetseite der Stadt Frankenthal unter https://www.frankenthal.de/hitze zu finden.
Wer sich umfassend über den richtigen Umgang mit hohen Temperaturen informieren möchte, findet auf der Internetseite des Umweltbundesamtes zahlreiche weiterführende Informationen. Dort steht unter anderem der "Hitzeknigge" mit praktischen Tipps zum richtigen Verhalten bei Hitze bereit - etwa zum Trinken, Lüften, Sonnenschutz oder zum Schutz besonders gefährdeter Menschen.
Neu ist, dass der "Hitzeknigge" ab sofort auch in Leichter Sprache verfügbar ist. Kurze Sätze, verständliche Formulierungen und eine übersichtliche Gestaltung erleichtern den Zugang zu wichtigen Informationen und machen den Ratgeber für noch mehr Menschen nutzbar.
Weitere Informationen zum Hitzeschutz sowie den "Hitzeknigge" in Standard- und Leichter Sprache gibt es unter https://www.umweltbundesamt.de.