05/06/2026 | Press release | Distributed by Public on 05/06/2026 02:42
Das Niedersächsische Justizministerium und das Niedersächsische Finanzministerium treiben die Digitalisierung der Justiz weiter voran: Ein KI-gestütztes Übersetzungstool wird die Arbeit in Behörden und Gerichten deutlich erleichtern und Arbeitsprozesse damit schneller und effektiver gestalten. Grundlage ist eine bestehende Eigenentwicklung der niedersächsischen Steuerverwaltung, die speziell für die Anforderungen der Justiz weiterentwickelt wird. Ziel ist eine leistungsfähige, eigenständige und rechtssichere Lösung, die den Justizverwaltungen länderübergreifend nach dem "Einer für Alle"-Prinzip (EfA) zur Verfügung stehen soll.
Das gemeinsame Projekt zielt darauf ab, Gerichten und Behörden ein leistungsfähiges Übersetzungstool zur Verfügung zu stellen, das gerade in Verfahrensakten mit Auslandsbezug und der Einbringung ausländischer Unterlagen zu einer Beschleunigung der Verfahren führen wird. Durch die Bereitstellung nach dem EfA-Prinzip werden außerdem Lizenzhindernisse minimiert, was im Ergebnis nicht nur zu einer Zeit- sondern auch Kostenersparnis führen wird.
Die initiale technische Umsetzung hat das Landesamt für Steuern Niedersachsen übernommen. Die Produktversion für die Justiz wird an das KI-Tool "InDA" (intelligente Datenanalyse in der Auslandsfachprüfung) anknüpfen, das bereits in der Steuerverwaltung verwendet wird. Das Niedersächsische Justizministerium erhält "InDA" mit uneingeschränkten Rechten zur Nutzung, Veränderung und Weitergabe.
Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere: "Wir zeigen mit diesem ressortübergreifenden KI-Projekt, wie vorhandene technische Lösungen gezielt weiterentwickelt werden können, um sie für neue Bereiche nutzbar zu machen. Das stärkt nicht nur unsere eigene Verwaltung, sondern schafft durch das 'Einer für Alle'-Prinzip einen echten Mehrwert für die Justiz in ganz Deutschland."
Die Niedersächsische Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann freut sich über die Zusammenarbeit: "Mit dieser Vereinbarung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung moderne und effiziente Justiz. KI-Lösungen eröffnen neue Möglichkeiten, Prozesse zu beschleunigen und das Arbeiten zu erleichtern. Mit diesem Tool schaffen wir gemeinsam mit dem Finanzministerium eine bedarfsgerechte, rechtsichere und breit nutzbare Lösung für die Justiz bundesweit. Gleichzeitig profitieren wir vom Erfahrungswissen der Steuerverwaltung - so sieht partnerschaftliches, effizientes und lösungsorientiertes Verwaltungshandeln aus."