06/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/18/2026 08:06
Erschienen am 18. Juni 2026 im Format Pressemitteilung Nr. 57/2026
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer hat seine Gespräche in China mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Reise standen die Stärkung der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Agrar- und Ernährungsbereich, die Verbesserung von Marktchancen für deutsche Unternehmen sowie die Fortsetzung der Verhandlungen zur Wiederöffnung des chinesischen Marktes für deutsches Fleisch. Bundesminister Rainer und sein chinesischer Amtskollege Zhang Zhu sowie Zollministerin Sun Meijun legten die Basis für die nächsten konkreten Schritte hin zu einem Regionalisierungsabkommen. So sagte Zhang auf Einladung von Bundesminister Rainer zu, dass Experten zeitnah nach Deutschland reisen, um sich die hochwirksamen Maßnahmen zu Tierseuchenbekämpfung unter anderem gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) anzuschauen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für ein Regionalisierungsabkommen.
Darüber hinaus unterzeichneten Deutschland und China ein neues Memorandum of Understanding zur Fortführung des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums (DCZ). Damit wird die seit 2015 bestehende Zusammenarbeit für weitere drei Jahre auf eine neue Grundlage gestellt und künftig stärker auf wirtschaftliche Kooperation sowie Handels- und Marktzugangsfragen ausgerichtet.
Bundesminister Alois Rainer erklärte: "China ist für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft ein wichtiger Partner und einer der bedeutendsten Märkte weltweit. Unsere Gespräche haben gezeigt: Beide Seiten haben ein großes Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit. Wir wollen bestehende Märkte sichern, neue Chancen für unsere Unternehmen erschließen und Handelshemmnisse abbauen. Dabei setzen wir auf offenen, transparenten und regelbasierten Handel zum gegenseitigen Nutzen.
Unsere Agrar- und Ernährungswirtschaft ist international wettbewerbsfähig. Wir unterstützen unsere Unternehmen dabei, neue Märkte zu erschließen und bestehende Partnerschaften auszubauen. Unsere Betriebe produzieren nach höchsten Standards. 'Made in Germany' steht weltweit für Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Deshalb werben wir dafür, Handelsfragen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und international anerkannter Normen zu lösen. Davon profitieren beide Seiten. Für mich ist wichtig, Handel muss auf Augenhöhe stattfinden."
Ein zentraler Schwerpunkt der Reise waren die Gespräche zur Wiederöffnung des chinesischen Marktes für deutsches Schweine- und Rindfleisch. Deutschland hat dabei erneut für eine wissenschaftsbasierte Anerkennung regionaler Tierseuchenbekämpfung geworben. Ziel ist es, Handelsbeschränkungen künftig auf tatsächlich betroffene Regionen zu begrenzen und dadurch sichere Lieferungen aus freien Gebieten zu ermöglichen. Die bereits begonnene Zusammenarbeit zum Abschluss des dafür notwendigen Regionalisierungsabkommens wurde in den Gesprächen weiter vorangebracht. Deutschland setzt dabei auf internationale Standards und die Regeln der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH). Zuletzt hatten beide den Willen zu einer raschen Vereinbarung mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung im Rahmen der China-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz unterstrichen. Auf Einladung von Bundesminister Rainer sagte China sein Kommen zum Global Forum for Food and Agriculture 2027 (GFFA) zu.
Die Reise stand im Zeichen der im Dezember 2025 vorgestellten Agrarexportstrategie "Moderne Agrarexporte - Made in Germany". Ziel der Bundesregierung ist es, bestehende Märkte zu festigen, neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen und deutsche Unternehmen beim Zugang zu internationalen Märkten zu unterstützen. Gerade für viele mittelständische Betriebe im ländlichen Raum sind Exporte eine wichtige Grundlage für Wertschöpfung, Beschäftigung und Wachstum.
China ist der weltweit größte Lebensmittelmarkt und ein strategisch bedeutender Handelspartner für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Reise hat deutlich gemacht, dass ein vertrauensvoller Dialog und konkrete Zusammenarbeit wichtige Voraussetzungen dafür sind, Handelshemmnisse abzubauen, Innovationen voranzubringen und die wirtschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen.
Erschienen am 18. Juni 2026 im Format Pressemitteilung