06/10/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/10/2026 01:29
Im Jahr 2025 betrug der internationale Wanderungssaldo für Belgien 47.562: Mehr Personen sind also nach Belgien eingewandert als ausgewandert. Das geht aus Zahlen von Statbel, dem belgischen Statistikamt, hervor.
Der internationale Wanderungssaldo, die Differenz zwischen der Zahl der Einwanderungen[1] (177.094) und der Auswanderungen (129.532), war im Jahr 2025 positiv (+47.562). Das entspricht einem Rückgang um 28 % gegenüber dem Jahr 2024, als der Saldo 66.044 Personen betrug.
Der größte Anteil der Einwanderer hat die belgische Staatsangehörigkeit (22.776, d. h. 12,9 %), gefolgt von 16.302 Rumänen (9,2 %) und 14.062 Franzosen (7,9 %). Bei den Einwanderungen nimmt der Einfluss des Krieges in der Ukraine weiter ab. Im Jahr 2025 hatten 9.542 (5,4 %) der Einwanderer die ukrainische Staatsangehörigkeit, während es 2022, 2023 und 2024 noch 57.514 (24,6%), 13.702 (7,0 %) bzw. 12.633 (6,5 %) waren.
Von den Einwanderern sind etwa 10,8% in Belgien geboren (19.084). Außerdem wanderten etwas mehr Männer (94.437 bzw. 53,3 %) als Frauen (82.657 bzw. 46,7 %) nach Belgien ein. Das Durchschnittsalter betrug 29,5 Jahre, wobei Frauen im Durchschnitt etwas jünger sind als Männer, nämlich 28,8 bzw. 30,2 Jahre.
Darüber hinaus wurden im Jahr 2025 129.532 internationale Auswanderungen[2] registriert. Diese Zahl ist, wie in den vergangenen zwei Jahren, recht hoch. In den Jahren 2023 und 2024 waren es 128.538 bzw. 128.168. Es sind vor allem Belgier (37.153; 28,7 %), Rumänen (14.563; 11,2 %) und Franzosen (10.659; 8,2 %), die auswandern. Die Auswanderung von Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit spielt ebenfalls eine Rolle. Im Jahr 2025 waren es 4,1% der Auswanderer, gegenüber 5,9 % im Jahr 2023 und 4,6 % im Jahr 2024.
Bei den Auswanderern ist die Mehrheit im Ausland geboren (96.556 bzw. 74,5 %). Wie bei der Einwanderung ist der Anteil der auswandernden Männer (73.266; 56,6 %) höher als der der Frauen (43,4 %). Das Durchschnittsalter bei der Auswanderung liegt mit 33,5 Jahren etwas höher als bei der Einwanderung. Auch hier sind Männer im Durchschnitt älter als Frauen: 34,3 Jahre gegenüber 32,6 Jahren.
Im Jahr 2025 ist der internationale Wanderungssaldo wieder der wichtigste Anreiz für das Bevölkerungswachstum in Belgien. Seit 2022 übersteigt die Zahl der Todesfälle jedes Jahr die Zahl der Geburten in Belgien, was zu einer negativen natürlichen Bevölkerungsentwicklung führt.[3]. Der positive internationale Wanderungssaldo hat den negativen natürlichen Saldo ausgeglichen und daneben ein ziemlich starkes Bevölkerungswachstum um 42.672 Personen bzw. 0,36 % ermöglicht.
[1] Die internationale Einwanderung besteht aus drei Bewegungen: (1) die klassische internationale Einwanderung, (2) Änderungen des Registers (Übertragung aus dem Warteregister in das Fremdenregister) und (3) eine Wiedereintragung (anschließend an die Streichung von Amts wegen).
[2] Die internationale Auswanderung besteht aus drei Bewegungen: (1) die klassische internationale Auswanderung, (2) Änderung außerhalb des Registers (Umschreibung in das Warteregister) und (3) Streichung von Amts wegen.
[3] Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ergibt sich aus der Differenz zwischen der Zahl der Geburten und der Zahl der Sterbefälle in einem Jahr.