01/20/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/20/2026 06:04
Das Kunstmuseum Bochum ist vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als "Denkmal des Monats Januar" ausgezeichnet worden. "Wir sind stolz, dass das Kunstmuseum mit der Auszeichnung landesweit als Museumsbau der jüngeren Baugeschichte eine besondere Bedeutung erhält", so Planungsamtsleiterin Heike Möller. Der LWL würdigt das Gebäude als eines der bedeutendsten öffentlichen und städtischen Bauwerke der 1980er Jahre in Bochum. Das Kunstmuseum ist das jüngste Denkmal der Stadt Bochum.
Der von den dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert entworfene Erweiterungsbau wurde 1983 eröffnet und 2025 unter Denkmalschutz gestellt. Der Museumsbau ergänzt die bereits denkmalgeschützte Villa Marckhoff-Rosenstein und bildet mit ihr ein architektonisches Ensemble von besonderer kultureller und städtebaulicher Bedeutung. Mit der Unterschutzstellung würdigen das LWL-Fachamt und die Untere Denkmalbehörde die herausragende Qualität dieses Museumsbaus der Nachkriegsmoderne.
Das Kunstmuseum liegt im gründerzeitlich geprägten und als Denkmalbereich ausgewiesenen Stadtparkviertel. Als eigenständiger Baukörper seiner Zeit fügt sich der Museumsbau sensibel in den historischen Kontext ein. Der Entwurf von Bo und Wohlert folgt der Idee eines offenen, transparenten Museums, das nicht als repräsentativer Solitär, sondern als Ort der Begegnung und Kommunikation konzipiert wurde. Die Auszeichnung als Denkmal des Monats ist auch mit Blick auf das diesjährige Stadtparkjubiläum sowie die IGA 2027 eine bedeutende Wertschätzung und stärkt zugleich das Bewusstsein für die Qualität und die Denkmalwürdigkeit jüngerer Baugeschichte.
(20. Januar 2026)