02/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/17/2026 06:17
Aus der Sitzung des Senats am 17. Februar 2026:
Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung die von der Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sarah Wedl-Wilson, eingebrachte Senatsvorlage mit einem Bericht zur Errichtung eines Denkmals für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Opfer der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen und den Planungen für einen zukünftigen dauerhaften Gedenkort beschlossen.
Am 16. Juni 2025 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Kroll-Oper ein temporäres Denkmal für die mehr als fünf Millionen polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzungsherrschaft, darunter drei Millionen Jüdinnen und Juden, in Anwesenheit der polnischen Kulturstaatsministerin Wróblewska, des deutschen Kulturstaatsministers Weimer sowie des Regierenden Bürgermeisters eingeweiht. Das Denkmal ging auf zivilgesellschaftliche Initiative zurück und wurde durch das Deutsche Polen-Institut mit Unterstützung des Berliner Senats realisiert und durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.
Auf Grundlage der Bundestagsbeschlüsse (Bundestagsdrucksache 19/23708 und 21/2907) hat der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit den Planungen für einen dauerhaften Gedenkort am Standort der ehemaligen Kroll-Oper begonnen. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird hierfür 2026 einen internationalen architektonisch-künstlerischen Gestaltungswettbewerbs ausloben; eine Realisierung ist vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel in 2027 geplant. Die Auslobung wird unter Beteiligung deutscher und polnischer Expertinnen und Experten vorbereitet. Darüber hinaus soll das zukünftige künstlerische Denkzeichen durch eine informative Open-Air-Ausstellung ergänzt werden. Die Unterstützung durch den Senat und das Bezirksamt Mitte wurde bereits zugesagt.
Die Realisierung des Deutsch-Polnischen Hauses als Vermittlungs- und Bildungsort soll nach Bundestagsbeschluss in räumlicher Trennung vom Gedenkort realisiert werden. Dazu soll gemeinsam mit dem Land Berlin nach einer geeigneten Bestandsimmobilie gesucht werden.