01/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/11/2026 06:39
Nach seinem Antrittsbesuch in Washington DC im Mai und seiner Teilnahme an der UN-Generalversammlung in New York im September, reist Außenminister Johann Wadephul heute zu seinem dritten Besuch in die Vereinigten Staaten. In Washington DC wird er am Montag mit US-Außenminister Marco Rubio sowie Mitgliedern des US-Kongresses zusammentreffen. Anschließend reist der Außenminister weiter nach New York, wo er Gespräche mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, führen wird. Auf dem Weg in die USA besucht Außenminister Wadephul Reykjavik, um sich mit der isländischen Außenministerin zu besprechen.
Verantwortung für die Ukraine und eine stabile internationale Ordnung
Deutschland und die USA sind nicht nur enge Partner in bilateralen Beziehungen, sondern auch in zahlreichen multilateralen Formaten, insbesondere innerhalb des gemeinsamen Verteidigungsbündnisses NATO. Multilaterale Formate sind der Eckpfeiler einer regelbasierten, stabilen Weltordnung, die seit Jahrzehnten Verlässlichkeit schafft. Deutschland setzt alles daran, diese Stabilität auch weiterhin zu gewährleisten.
Vor seiner Abreise betonte Außenminister Wadephul:
Diesen Sommer feiern die Vereinigten Staaten ihren 250. Unabhängigkeitstag. Das erinnert mich daran, wie stark uns die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung verbindet. Deutschland hat dieser demokratischen Tradition der USA und ihrem Einsatz für Frieden und Sicherheit viel zu verdanken. Noch nie war es so wichtig, in die transatlantische Partnerschaft zu investieren, um - angesichts globaler Umbrüche - in der Lage zu bleiben, die Weltordnung zu gestalten.
Mit Außenminister Rubio wird Außenminister Wadephul auch über den Fortschritt der Friedensverhandlungen zur Ukraine sprechen. Deutschland und die USA arbeiten unermüdlich daran, die Ukraine in der Verteidigung gegen den russischen Aggressionskrieg zu unterstützen und einen langfristigen Waffenstillstand sowie nachhaltigen Frieden zu sichern. Erst letzte Woche traf sich die "Coalition of the Willing" in Paris, um wichtige Schritte in den Verhandlungen zu besprechen - insbesondere die Schaffung robuster Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die für eine langfristige Stabilität in Europa unabdingbar sind.
Außenminister Wadephul erklärte dazu:
Gleichzeitige Krisen und Kriege fordern uns heraus - allen voran Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, der unsere Sicherheit im gesamten euro-atlantischen Raum bedroht. Existenzielle Fragen können wir nur gemeinsam im Bündnis wirksam beantworten. Deshalb stimmen wir uns eng ab in der NATO und sorgen gemeinsam für mehr Sicherheit - auf beiden Seiten des Atlantiks. Und deshalb haben wir uns vergangenen Sommer dazu verpflichtet, kollektiv das 5-Prozent-Ziel in der NATO zu erfüllen. Deutschland geht hier entschlossen voran.
Es ist entscheidend, dass wir als Europäer und Amerikaner gemeinsam an der Fortsetzung der transatlantischen Sicherheitsarchitektur arbeiten, um unsere Werte zu verteidigen und die globale Ordnung zu sichern.
Gespräche mit Vertretern des US-Kongresses und den Vereinten Nationen
Neben dem bilateralen Gespräch mit Außenminister Rubio wird Außenminister Wadephul auch mit weiteren führenden Akteuren in Washington zusammentreffen. Unter anderem ist ein Austausch mit Mitgliedern des US-Kongresses geplant, um die Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA weiter zu vertiefen.
Im Anschluss reist Außenminister Wadephul nach New York, wo er sich mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, treffen wird. Angesichts der zahlreichen globalen Krisen und dem zunehmenden Druck, der auf der internationalen Ordnung lastet, setzt sich Deutschland auch gegenüber den USA mit Nachdruck dafür ein, die Rolle der Vereinten Nationen als zentrale Instanz der Weltgemeinschaft zu stärken.
Außenminister Wadephul erklärte vor Abreise:
Seit mehr als acht Jahrzehnten bringt die regelbasierte internationale Ordnung uns Frieden, Stabilität und Wohlstand. Das gilt vor allem für die USA und für Deutschland. Der Schlüssel hierfür ist Verlässlichkeit. Denn Verlässlichkeit ist die Grundlage für Sicherheit, für Handel und für Investitionen - in Europa ebenso wie in Amerika. Für Deutschland gehört zur Verlässlichkeit als internationaler Partner deshalb ganz klar das Bekenntnis zum internationalen Recht und zur internationalen Zusammenarbeit.
Island als wichtiger Partner im Nordatlantik
Auf dem Weg in die USA legt Außenminister Wadephul einen Stopp in Reykjavik ein. Dort wird er mit der isländischen Außenministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir zu einem Gespräch zusammenkommen, die er erst im Dezember selbst in Berlin empfangen durfte.
Außenminister Wadephul betonte vor Abreise:
Gerade weil auch die Sicherheit in der Arktis immer wichtiger wird, will ich auf meiner Reise besprechen, wie wir diese Verantwortung in der NATO - angesichts alter und neuer Rivalitäten in der Region durch Russland und China - am besten gemeinsam tragen können. Das wollen wir in der NATO gemeinsam besprechen. Dabei müssen die legitimen Interessen aller NATO-Alliierten, aber ebenso die der Bewohnerinnen und Bewohner der Region, im Mittelpunkt unserer Überlegungen stehen. Das gilt natürlich auch für Grönland und seine Menschen. Zu den besonderen strategischen Herausforderungen im hohen Norden tausche ich mich auf meiner Reise heute noch mit meiner isländischen Amtskollegin, Thorgerdur Gunnarsdottir, in Reykjavik aus.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Island, sowohl bilateral als auch in der NATO, ist von großer Bedeutung für die Sicherheit im Nordatlantik. Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen, wie sie durch den Ukraine-Konflikt und die wachsenden Herausforderungen im globalen Sicherheitsumfeld entstehen, ist es wichtig, verlässliche Partner wie Island an seiner Seite zu wissen.