GDV - German Insurance Association

02/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/04/2026 04:24

Versicherungswirtschaft wächst 2025 deutlich – Gedämpfter Ausblick auf 2026

Wirtschaftslage & Prognose

Versicherungswirtschaft wächst 2025 deutlich - Gedämpfter Ausblick auf 2026

Die Versicherungswirtschaft hat sich 2025 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stabil gezeigt. Über alle Sparten hinweg stiegen die Beitragseinnahmen um 6,6 Prozent auf 254 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2026 rechnet der GDV mit einem Beitragswachstum von 4,7 Prozent.

Zuletzt aktualisiert: 04.02.2026
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"2025 war für die Versicherer ein gutes Jahr mit spürbarem Beitragswachstum - und das in einem insgesamt schwachen wirtschaftlichen Umfeld. Gleichzeitig liegen drei wichtige Baustellen vor uns: mehr kapitalgedeckte Altersvorsorge, ein tragfähiger Elementarschutz und eine europäische Regulierung, die den Standort stärkt, statt ihn auszubremsen", sagt GDV-Präsident Norbert Rollinger.

Versicherungswirtschaft insgesamt: Wachstum mit nachlassendem Tempo

Getragen wurde das Beitragswachstum 2025 von inflationsbedingten Prämienanpassungen, einem starken Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung sowie steigenden Beitragseinnahmen in der Privaten Krankenversicherung. Auch die Schaden- und Unfallversicherung kehrte in die Gewinnzone zurück.

"Das solide Wachstum 2025 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Spielräume kleiner werden", sagt Rollinger. "Wenn weniger gebaut, investiert und konsumiert wird, trifft das langfristig auch die Versicherungswirtschaft."

Für 2026 fällt der Ausblick verhaltener aus. Hintergrund ist die strukturelle Schwäche der deutschen Wirtschaft, die Wachstum und Beschäftigung zunehmend bremst, auch wenn höhere Staatsausgaben kurzfristig stabilisierend wirken.

Im Einzelnen prognostiziert der GDV für 2026 ein Plus von 5,2 Prozent in der Schaden- und Unfallversicherung, ein Plus von 10,5 Prozent in der Privaten Krankenversicherung (PKV) und ein Plus von 1,1 Prozent in der Lebensversicherung. Letztere bleibt dabei stark abhängig vom Einmalbeitragsgeschäft, während laufende Beiträge leicht rückläufig sind.

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Schaden- und Unfallversicherung: Rückkehr in die Gewinnzone

Nach mehreren schwierigen Jahren hat die Schaden- und Unfallversicherung 2025 spürbar zugelegt. Die Beitragseinnahmen stiegen um 7,7 Prozent auf 99,7 Milliarden Euro. Haupttreiber war die Kfz-Versicherung mit einem Beitragsplus von 13,4 Prozent, bedingt durch inflationsbedingte Nachholeffekte und steigende Reparaturkosten. Das Ausbleiben größerer Naturkatastrophen im Jahr 2025 wirkte sich positiv auf die Schadenbilanzen vieler Versicherer aus. Die Kfz-Sparte erzielte erstmals seit mehreren Jahren wieder ein positives versicherungstechnisches Ergebnis.

"Nach verlustreichen Jahren sehen wir wieder schwarze Zahlen, auch weil extreme Naturereignisse 2025 ausgeblieben sind. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Klimarisiken langfristig weiter zunehmen", sagt Rollinger.

Für 2026 erwartet der GDV im Schaden- und Unfallbereich ein weiteres Beitragswachstum von 5,2 Prozent. Ersatzteile und Werkstattkosten bleiben jedoch herausfordernd und preistreibend. Seit 2015 sind die Ersatzteilpreise um mehr als 80 Prozent gestiegen - bei einem Verbraucherpreisanstieg von rund 30 Prozent. Auch die stärkere Verbreitung von Elementardeckungen wirkt wachstumsfördernd. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Klimaschäden durch extreme Wetterereignisse zunehmend in der Schadenbilanz niederschlagen werden.

Private Krankenversicherung: Beitrags- und Leistungszuwachs

Die PKV verzeichnete 2025 ein Beitragswachstum von 7,3 Prozent auf 54,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Leistungsausgaben um 7,1 Prozent auf 42,1 Milliarden Euro - insbesondere infolge des medizinischen Fortschritts und der allgemein steigenden Kosten im Gesundheitswesen.

Lebensversicherung: Einmalbeiträge treiben das Wachstum

Die Lebensversicherung legte 2025 um 5,1 Prozent auf 99,4 Milliarden Euro zu. Hauptgrund war ein kräftiges Plus bei den Einmalbeiträgen (+16,9 Prozent). Sinkende Inflation, steigende Reallöhne, stabile Langfristzinsen und der erhöhte Höchstrechnungszins machten Sparprodukte wieder attraktiver.

Das Geschäft mit laufenden Beiträgen blieb dagegen nahezu stabil (+0,1 Prozent). Für 2026 prognostiziert der GDV ein moderates Plus von 1,1 Prozent, getragen von weiteren Zuwächsen bei Einmalbeiträgen (+4,8 Prozent), während laufende Beiträge voraussichtlich um 0,8 Prozent zurückgehen.

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GDV - German Insurance Association published this content on February 04, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on February 04, 2026 at 10:24 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]