03/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/03/2026 07:18
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03.03.2026, Pressemitteilung
Pressemitteilung 11/2026
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona den Start des Kompetenzzentrums für smarte Konnektivität (KSK) bekanntgegeben. Das KSK wird an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau als Forschungsprojekt aufgebaut. Seine Aufgabe ist es, die wirtschaftlich tragfähige Einführung digitaler Konnektivitätslösungen in Deutschland zu beschleunigen und damit die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und staatliche Handlungsfähigkeit zu stärken.
Bundesminister Dr. Karsten Wildberger
"Digitale Technologien sind der Schlüssel für Produktivitätsgewinne, resiliente Wertschöpfungsketten und innovative Geschäftsmodelle. Doch viele Unternehmen zögern noch, die Chancen moderner Konnektivität zu nutzen. Mit dem Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität schaffen wir eine neutrale Anlaufstelle, die Hemmnisse abbaut und praxisnahe Lösungen entwickelt. Wir wollen Investitionsrisiken reduzieren, technologische Souveränität stärken und ein herstellerunabhängiges Ökosystem fördern."
Als zentraler Akteur soll das KSK die Lücke zwischen Forschung, Marktangeboten und praktischer Anwendung schließen und so den Transfer von der Wissenschaft in die praktische Anwendung und wirtschaftliche Verwertung deutlich forcieren. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen - insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentliche Einrichtungen. Das Zentrum bietet neutrale, anwenderorientierte Unterstützung bei Auswahl, Bewertung und Skalierung von Konnektivitätstechnologien wie 5G-Campusnetzen, WLAN, LPWAN und satellitenbasierten Netzen.
Die Umsetzung des Kompetenzzentrums ist der erste Baustein aus einem umfangreichen Programm zur Unterstützung des Transfers von Konnektivitätslösungen aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung.
Im Fokus steht ein technologieneutraler Ansatz. Interessierte Akteure sollen genau die technologische Lösung nutzen können, die für die jeweilige Anwendung ideal ist. Das Kompetenzzentrum verfolgt einen technologieagnostischen Ansatz und entwickelt Referenzarchitekturen, Investitions- und Entscheidungsblaupausen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verwertung der Projektergebnisse: Alle Ergebnisse werden für die Entscheidungsfindung aufbereitet, validierte End-to-End-Lösungen dienen als Referenzimplementierungen und werden auf Roadshows und Messen präsentiert. Schulungen und Informationsangebote für KMU und öffentliche Einrichtungen ergänzen das Transferkonzept.
Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Entwicklungsprojektes der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau und wird durch das BMDS mit bis zu 17,4 Millionen Euro gefördert.
Die weiteren Bausteine des Programms werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Dies beinhaltet Fördermöglichkeiten für Unternehmen, zivilgesellschaftliche Akteure, Gebietskörperschaften und Forschungseinrichtungen rund um das Thema "Smarte Konnektivität für die Wirtschaft".