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Stadt Mettmann

01/28/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/28/2026 05:01

Gedenkveranstaltungen für die Opfer der NS-Diktatur

Seit 1996 wird in Deutschland am 27. Januar mit Gedenkveranstaltungen an die Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee erinnert. Der Jahrestag der Befreiung wurde auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Auch in Mettmann wurden bei zwei Veranstaltungen in Mettmann der Opfer des Nazi-Diktatur gedacht.

Die Gedenkveranstaltung, zu der das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage am Dienstagabend zum Koburg-Mahnmal auf dem Lavlaplatz eingeladen hatte, wurde wegen des Regens in die evangelische Stadtkirche verlegt. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Konrad-Heresbach-Gymnasiums gestalteten die Gedenkfeier mit Texten von KZ-Häftlingen. Zwischen den Vorträgen wurden Lieder eingespielt und die Schülerinnen und Schüler riefen zu einer Schweigeminute für die Opfer der NS-Diktatur auf - verbunden mit dem Appell, dass so etwas nie wieder passieren dürfe.

Unter den knapp 100 Gästen, darunter auch Bürgermeister André Bär, waren viele Schülerinnen und Schüler. Einer jüdischen Tradition folgend hatten sie kleine Steine bemalt und beschriftet (Hoffnung, Liebe, Glaube), die den Teilnehmenden mit auf den Weg gegeben wurden. Auf jüdischen Friedhöfen ist es Tradition, Steine auf Grabsteine zu legen, um die Toten zu ehren und in Stille Anteil zu zeigen, erläuterte eine Schülerin. Zum Abschluss wurden am Koburg-Mahnmal Blumen niedergelegt.

Landrätin Bettina Warnecke hatte Dienstagmittag zu einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal im Neandertal eingeladen. An der Installation "Heller Schatten" der Berliner Künstlerin Franziska Peters erinnerte Kreisarchivar Joachim Schulz-Hönerlage an die letzte Hinrichtung 1945 in Mettmann, als der 18-jährige Friedel Diederich auf Befehl der SS im Neandertal erschossen wurde. Bürgermeister André Bär und Stadtarchivar Marinko Betker legten am Mahnmal Blumen nieder.

Landrätin Bettina Warnecke hatte zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus ins Neandertal eingeladen. (Foto: Kreisstadt Mettmann)

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