Bundesland Niedersachsen

06/15/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/15/2026 11:49

Niedersächsischer Staatspreis 2026 geht an Franziska Stünkel und Stefan Voelkel

Der Niedersächsische Staatspreis für das Jahr 2026 geht je zur Hälfte an die Film­regisseurin, Drehbuchautorin und Fotokünstlerin Franziska Stünkel (Hannover) und den Familienunternehmer Stefan Voelkel (Höhbeck). Bei der feierlichen Preisverleihung durch Ministerpräsident Olaf Lies und die Laudatoren - Journalist Dr. h.c. Andreas Tölke und Volkswirtschaftler Prof. Dr. Gerd Michelsen - wurden im Galeriegebäude Herrenhausen die besonderen Verdienste der beiden Preisträger für Kultur und Wirtschaft herausgestellt. Der niedersächsische Staatspreis ist mit 35.000 Euro dotiert. Der Staatspreis wurde zum 40. Mal vergeben.

"Franziska Stünkels Filme wurden in 19 Ländern auf über 200 Festivals gezeigt und liefen international in den Kinos. Inhaltlich widmet sie sich gesellschaftspolitischen Themen. Ihr Kinospielfilm Nahschuss mit Lars Eidinger basiert auf dem Leben des Dr. Werner Teske, der als letzter Mensch 1981 in der DDR zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde", heißt es in der Begründung der Jury. "Seit 17 Jahren fotografiert Franziska Stünkel weltweit für ihre Serie Coexist. Ihre Fotografien verweisen auf die Komplexität der Koexistenz menschlichen Lebens. Ihre Werke werden in Museen und Galerien gezeigt und sind in öffentlichen Sammlungen vertreten. Sie ist außerdem ehrenamtlich in Kuratorien und Jurys tätig. Sie ist berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie und der Deutschen Filmakademie."

Ministerpräsident Olaf Lies: "Franziska Stünkel ist eine außergewöhnliche Regisseurin und Fotokünstlerin und zählt damit auch zu den kreativen Botschafterinnen Niedersachsens. Und auch darüber hinaus nimmt sie eine Vorbildfunktion ein: seit mehr als 25 Jahren engagiert sie sich in der humanitären Hilfe und für die Demokratie. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Herzlichen Dank und herzlichen Glückwunsch!"

Zu Stefan Voelkel schreibt die Jury: "Bereits mit 21 Jahren übernahm der gebürtige Niedersachse die nach biodynamischen Kriterien produzierende Obstmosterei von seinem Vater Harm Voelkel. Er entwickelte den kleinen Familienbetrieb im Wendland zu Deutschlands heute größtem zu 100 Prozent in Bio produzierendem Getränkehersteller. Das Unternehmen gehört heute zwei Stiftungen in Verantwortungseigentum, deren oberstes Ziel die Förderung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit ist. "90 Prozent des Gewinns der Voelkel GmbH fließen jährlich zurück in das Unternehmen. Die verbleibenden 10 Prozent gehen verpflichtend an gemeinwohlorientierte Projekte. Voelkel engagiert sich dabei besonders für den Erhalt der Artenvielfalt, unter anderem für die ökologische Saatgutzüchtung und den Anbau samenfester Gemüsesorten. Zu seinen aktuellen Themen gehören die Steuerung und Entwicklung der Voelkel-Stiftungen und sein neues Lieblingsprojekt - ein Bio-Späti in Berlin."

Ministerpräsident Olaf Lies: "Unternehmen wie Voelkel bilden das Rückgrat der niedersächsischen Wirtschaft. Dabei ist es nicht nur bemerkenswert, wie Stefan Voelkel aus einem kleinen Familienbetrieb im Wendland einen großen Getränkehersteller mit 450 Beschäftigten gemacht hat, sondern dass dieser Betrieb auch nach 100 Jahren familiär geführt bleibt. Wir alle kennen Voelkel wegen der Säfte, weniger bekannt, aber ebenso bedeutend ist das große Engagement für soziale und ökologische Projekte. Herzlichen Dank und herzlichen Glückwunsch!"

Der Staatspreis wird alle zwei Jahre vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten verliehen. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch die ehrenamtlich tätige Jury, unter dem Vorsitz des ehemaligen Niedersächsischen Finanzministers Peter-Jürgen Schneider. Prominente Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderem Düzen Tekkal, Eske Nannen, Gudrun Schröfel, Otto Walkes, Stefan Hell, Ulrich Tukur und die Scorpions.

Nähere Informationen zum Staatspreis, zur Jury sowie zu allen Preisträgerinnen und Preisträgern finden Sie unter: http://niedersachsen.de/land_leute/menschen/sehr_geehrte_niedersachsen/der-niedersaechsische-staatspreis-20065.html

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