eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.

10/27/2026 | News release | Distributed by Public on 10/27/2026 02:38

Hybride IT im Mittelstand: Wie aus gewachsenen Strukturen ein tragfähiges Gesamtkonzept wird

Rechenzentrum, Netzwerk und Cloud lassen sich in modernen IT-Landschaften kaum noch getrennt betrachten. Gerade mittelständische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, gewachsene Strukturen mit neuen Cloud-Diensten, steigenden Sicherheitsanforderungen und dem Bedarf nach mehr Flexibilität zu verbinden. Im Vorfeld der Data Center Roadshow am 4. November in Frankfurt spricht Ralf Sperner, Director Business Unit IT bei ITENOS darüber, wie hybride Infrastrukturen beherrschbar bleiben und welche Rolle Rechenzentren dabei künftig spielen.

ITENOS hat seine Wurzeln in Connectivity und Rechenzentrumsbetrieb, verfolgt heute aber einen ganzheitlichen Ansatz für IT-Infrastrukturen. Warum funktioniert die klassische Trennung von Rechenzentrum, Netzwerk und Cloud gerade für mittelständische Unternehmen immer weniger?

Anwendungen müssen heute über Rechenzentrum, Netzwerk und Cloud hinweg zusammenspielen. Hybride IT wird für viele Unternehmen zum Standard: Sie kombinieren lokale Systeme, externe Rechenzentren sowie Public- und Private-Cloud-Dienste. Damit Anwendungen zuverlässig laufen, müssen auch Standorte, Rechenzentren und Clouds sicher und leistungsfähig verbunden sein. ITENOS bündelt Connectivity, Rechenzentrum, Cloud und Managed Services in seinem Portfolio. Die DataLogistIX-Plattform vernetzt dabei Standorte, Rechenzentren und Cloud-Dienste.

Viele IT-Landschaften sind über Jahre gewachsen, mit unterschiedlichen Standorten, Anwendungen, Netzen und Cloud-Diensten. Wenn Sie auf eine solche Infrastruktur treffen: Wie finden Sie heraus, wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht und wie daraus ein tragfähiges Gesamtkonzept wird?

Gemeinsam mit dem Fachpersonal des Kunden analysieren wir, welche Anwendungen geschäftskritisch sind, wie Standorte, Rechenzentren und Cloud-Dienste miteinander verbunden sind und wo Engpässe, Risiken oder unnötige Komplexität bestehen. Auf dieser Basis priorisieren wir den Handlungsbedarf und entwickeln ein Zielbild. Daraus entsteht schrittweise ein passgenaues Gesamtkonzept - von Connectivity und Rechenzentrum bis zu Cloud und Managed Services.

Mittelständische Unternehmen müssen bei Verfügbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit heute mit deutlich größeren IT-Organisationen mithalten. Worauf sollten sie bei ihrer Infrastruktur besonders achten? Und welche Weichenstellungen werden häufig zu spät getroffen?

Legen Sie zunächst fest, welche Anwendungen jederzeit verfügbar sein müssen, welche Ausfallzeiten vertretbar sind und welche Daten und Anwendungen besonderen Schutz benötigen. Richten Sie daran Sicherheitsmaßnahmen, Netzwerkanbindung, Kapazitäten und Wiederherstellung aus. Planen Sie die Infrastruktur so, dass sie in den kommenden Jahren mit Ihrem Unternehmen wachsen kann, und beziehen Sie die Vernetzung Ihrer Standorte und Cloud-Dienste frühzeitig ein.

Gehen Sie auch die Verlagerung geschäftskritischer Systeme in ein professionell betriebenes Rechenzentrum frühzeitig an. So vermeiden Sie Abstriche bei Sicherheit, Stromversorgung, Kühlung und Netzanbindung am eigenen Standort. Planen Sie Backups, einen konkreten Wiederanlauf sowie redundante Systeme und Verbindungen von Anfang an. Testen Sie regelmäßig, ob die Wiederherstellung im Ernstfall funktioniert.

Hyperscaler und Public Clouds gehören längst zu vielen IT-Strategien. Gleichzeitig bleiben eigene oder gemanagte Infrastrukturen und leistungsfähige Netzanbindungen wichtig. Wie lässt sich daraus eine Architektur bauen, die flexibel bleibt, ohne unnötig komplex zu werden?

In enger Abstimmung zwischen dem Fachpersonal des Kunden und den Spezialisten von ITENOS entwickeln wir eine passende Architektur. Ziel ist es, die gewählten Umgebungen über sichere, leistungsfähige und bei Bedarf redundante Netze zu verbinden. Einheitliche Schnittstellen, Sicherheitsrichtlinien und klar geregelte Zuständigkeiten halten den Betrieb überschaubar. So läuft jeder Dienst am passenden Ort, ohne für jede Umgebung eigene Prozesse und Verbindungen aufzubauen.

Hyperscaler können dabei eine Option sein. Perspektivisch möchten wir gemeinsam mit unseren Kunden souveräne europäische Lösungen entwickeln, die zu ihrer Digitalisierungsstrategie und den Anforderungen an ihre IT-Infrastruktur passen.

IT-Infrastrukturen werden zunehmend über mehrere Standorte und Plattformen verteilt. Welche Rolle spielen regionale Rechenzentren in solchen Architekturen künftig und was müssen sie leisten, um Rechenzentrum, Connectivity und Cloud sinnvoll miteinander zu verbinden?

Eine zentrale Rolle übernimmt bei ITENOS DataLogistIX: Die Plattform verbindet inzwischen Rechenzentren in ganz Deutschland und verknüpft sie mit Unternehmensstandorten, Carriern, Internetknoten und Cloud-Diensten. So werden regionale Rechenzentren zu leistungsfähigen Knotenpunkten, die lokale Infrastruktur mit Clouds und anderen Rechenzentrumsstandorten zusammenführen. Unternehmen können Workloads näher an ihren Standorten betreiben und zugleich auf überregionale Ressourcen zugreifen.

Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, braucht es zuverlässige, redundante Netzanbindungen, direkte Cloud-Connects und einen professionell gemanagten Betrieb. DataLogistIX schafft dafür eine gemeinsame Vernetzungsebene: Standorte, Rechenzentren und Cloud-Dienste lassen sich über eine Plattform integrieren und bedarfsgerecht erweitern.

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