VDIK - Association of International Motor Vehicle Manufacturers e.V.

11/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 11/04/2026 08:51

EU-Arbeitsprogramm muss Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit stärken

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßt die Schwerpunkte des Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für 2027. Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und internationale Partnerschaften sind aus Sicht des VDIK entscheidend für die Zukunft des Automobilstandorts Europa. Mit dem Automotive Package und dem Industrial Accelerator Act stehen zudem wichtige automobilpolitische Vorhaben auf der Agenda. Jetzt kommt es darauf an, die Entscheidungen zügig voranzubringen und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen.

VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: "Die europäische Automobilwirtschaft braucht Planungssicherheit und verlässliche Investitionsbedingungen. Dafür sind ambitionierte, aber realistische CO₂-Ziele ebenso notwendig wie eine innovationsfreundliche Industriepolitik. Jetzt müssen den politischen Ankündigungen zügig konkrete und verlässliche Regelungen folgen."

Besondere Bedeutung hat für den VDIK die für 2027 angekündigte Überprüfung der CO₂-Flottengrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge. Sie muss frühzeitig erfolgen und die tatsächliche Marktentwicklung berücksichtigen. Neben den CO₂-Zielen müssen der Ausbau der Ladeinfrastruktur, leistungsfähige Netzanschlüsse und die Wirtschaftlichkeit emissionsfreier Fahrzeuge im Transportgewerbe einbezogen werden. Nur wenn Fahrzeugangebot, Infrastruktur und Nachfrage zusammenpassen, kann der Hochlauf emissionsfreier Lkw und Busse gelingen.

Labbé: "Dass die Kommission die Überprüfung der CO₂-Flottengrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge nun für das dritte Quartal 2027 ankündigt, ist ein wichtiges Signal. Angesichts der enormen Herausforderungen der Branche brauchen wir jedoch schneller Planungssicherheit. Wir hoffen deshalb auf eine frühzeitige Einbeziehung der Hersteller und Verbände, damit die Überprüfung möglichst bis zur Jahresmitte abgeschlossen werden kann. Gleichzeitig brauchen wir einen gemeinsamen Masterplan für Wirtschaft, Verkehr und Energie. Nur so schaffen wir rechtzeitig die Voraussetzungen für den Hochlauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge."

Der VDIK unterstützt die angekündigten Initiativen zum Bürokratieabbau, insbesondere die Vereinfachung der Verkehrsregulierung und den "Pact against gold-plating" gegen zusätzliche nationale Regulierungen. Auch der IAA muss diesem Anspruch gerecht werden. Der VDIK begrüßt dessen Ziel, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Dabei müssen zusätzliche Dokumentationspflichten und Doppelregulierungen vermieden werden. Vorgaben zur europäischen Wertschöpfung müssen internationale Partner berücksichtigen mit denen Handelsabkommen bestehen, die gleichwertigen Marktzugang garantieren. Die Regulierung muss außerdem langfristig bestehende Produktions- und Lieferketten berücksichtigen.

"Europa braucht wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen für Innovationen und Investitionen. Eine starke europäische Automobilindustrie und offene internationale Zusammenarbeit gehören zusammen. Daran muss sich die europäische Industriepolitik messen lassen", so Labbé.

VDIK - Association of International Motor Vehicle Manufacturers e.V. published this content on November 04, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on November 04, 2026 at 14:51 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]