11/04/2026 | News release | Distributed by Public on 11/03/2026 17:30
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Seit 1986 bringt das Forum chronisch kranker und behinderter Menschen im Paritätischen die Perspektiven Betroffener in gesundheitspolitische Debatten ein. Zum 40-jährigen Bestehen haben die im FORUM zusammengeschlossenen Organisationen, u.a. die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, eine gemeinsame Erklärung verabschiedet.
Darin fordern sie ein solidarisches, barrierefreies und inklusives Gesundheitswesen, das die Bedürfnisse chronisch kranker und behinderter Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellt.
Ein leistungsfähiges Gesundheitssystem muss allen Menschen gleichermaßen zugutekommen. Doch die Realität sieht häufig anders aus: Rund 40 Prozent der Bevölkerung leben mit einer chronischen Erkrankung, knapp zehn Prozent mit einer anerkannten Behinderung. Für viele von ihnen bestehen auch heute noch strukturelle Hürden beim Zugang zu einer bedarfsgerechten gesundheitlichen Versorgung - beispielsweise durch nicht barrierefreie Praxen und Kliniken, Versorgungslücken oder steigende finanzielle Belastungen.
Die gemeinsame Erklärung zum Jubiläum formuliert deshalb sechs zentrale Forderungen:
Herbert Temmes, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V., und einer der beiden Sprecher des FORUM, äußert zur Erkärung:
"Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen wissen aus eigener Erfahrung, wo unser Gesundheitssystem noch nicht ausreichend funktioniert. Ihre Perspektive muss daher von Beginn an verbindlich einbezogen werden - bei Gesetzen, in der Selbstverwaltung und bei der konkreten Gestaltung von Versorgungsangeboten. Gesundheit ist ein Menschenrecht. Dieses Recht muss dazu führen, dass sie barrierefrei, selbstbestimmt und unabhängig von Einkommen, Wohnort oder Unterstützungsbedarf an der gesundheitlichen Versorgung teilnehmen können."
Die im FORUM zusammengeschlossenen Organisationen appellieren an die politisch Verantwortlichen, diese Grundsätze zu handlungsleitenden Maximen für die noch anstehenden Gesundheitsreformen zu machen. Zugleich bieten sie ihre Erfahrung und Expertise als verlässliche Gesprächspartner für die Weiterentwicklung eines inklusiven und solidarischen Gesundheitswesens an.
Quelle: Paritätischer Gesamtverband - 20.10.2026
Redaktion: DMSG-Bundesverband - 03.11.2026