Bundesland Nordrhein-Westfalen

02/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/02/2026 11:46

Defence.Tech.NRW: Technologie statt Abhängigkeit – Land und EU investieren in neue Verteidigungstechnologien

Mit Defence.Tech.NRW hat das Land gemeinsam mit der Europäischen Union einen neuen Förderwettbewerb für zivile und militärische Verteidigungstechnologien gestartet.

Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie

Die sicherheitspolitische Lage hat sich grundlegend verändert - und Nordrhein-Westfalen zieht Konsequenzen: Mit Defence.Tech.NRW hat das Land gemeinsam mit der Europäischen Union einen neuen Förderwettbewerb für zivile und militärische Verteidigungstechnologien gestartet. Insgesamt stehen 25 Millionen Euro EU-Mittel für die Entwicklung einsatzfähiger Prototypen bereit. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen, die gemeinsam mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen neue Lösungen entwickeln - insbesondere sogenannte Dual-Use-Lösungen, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: "Sicherheit entscheidet sich heute in Technologie. Wer sie nicht selbst entwickelt, macht sich abhängig. Die internationale Ordnung verändert sich ganz real und in atemberaubender Geschwindigkeit. Verteidigungsfähigkeit ist nicht nur Bundeswehr - sie beginnt bei sicheren Netzen, funktionierenden Infrastrukturen und Resilienz. Mit Defence.Tech.NRW stärken wir unsere Souveränität, beschleunigen Innovationen in Schlüsselbereichen der Verteidigung - wir stärken unsere Fähigkeit, selbst zu handeln. Denn: Nicht vorbereitet zu sein, heißt, andere über unsere Sicherheit entscheiden zu lassen."

Fokus auf Schlüsseltechnologien für Sicherheit und Resilienz

Die Förderung aus dem EFRE/JTF-Programm NRW zielt auf die Entwicklung und Herstellung kritischer Technologien im sogenannten STEP-Sektor (Strategic Technologies for Europe Platform) ab.

Dazu gehören:

  • Autonome Land-, Luft-, und Bodensysteme, autonome Seefahrzeuge oder unbemannte Unterseebote
  • Hyperschall-Anwendungen und Weltraumtechnologien
  • Laser- und elektromagnetische Waffen und weitere Systeme und Anwendungen der elektronischen Kampfführung
  • Drohnen- und Flugabwehrsysteme
  • Cybersicherheit und Resilienz vernetzter IT-Systeme, Abwehr hybrider Bedrohungen und Stärkung ziviler und militärischer Cyber-Fähigkeiten
  • Sicherheit kritischer Versorgungsinfrastruktur
  • Technologien und neuartige Anwendungen für den Zivilschutz

Explizit sind hier auch Vorhaben adressiert, die selbstständige Teilbereiche oder Komponenten kritischer Technologien weiterentwickeln bzw. erforschen. Die Anwendbarkeit und mögliche Einsatzszenarien im Bereich militärischer und ziviler Verteidigung müssen stets klar erkennbar sein.

Europas technologische Souveränität stärken

Die Antragstellenden müssen im Sinne der STEP-Verordnung der EU-entweder ein neues, innovatives und wegbereitendes Element mit erheblichem wirtschaftlichem Potenzial für den Binnenmarkt und die europäische Gesamtverteidigung und Resilienz erbringen, zur Schließung kritischer Lücken in europäischen Wertschöpfungsnetzen oder zur Verringerung von strategischen Abhängigkeiten der Europäischen Union beitragen.

Weitere Informationen zum Förderangebot, Ansprechpersonen sowie Informationen zum digitalen Antragsverfahren finden Sie unter https://www.efre.nrw/einfach-machen/foerderung-finden/defencetechnrw.

Zum Hintergrund

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021- 2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen finden Sie unter www.efre.nrw

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