Stadt Wilhelmshaven

09/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/01/2026 23:57

Bombenfund im Marinearsenal: So lief die Bombenentschärfung

01. September 2026

Bombenfund im Marinearsenal: So lief die Bombenentschärfung

Ein aufregender Tag liegt hinter Wilhelmshaven: Rund 13.600 Menschen mussten am Dienstagmorgen, 1. September 2026, wegen einer Bombenentschärfung ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Um 13.42 Uhr konnte schließlich der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung der amerikanischen 5-Zentner-Bombe, die am Vortag bei Bauarbeiten im Marinearsenal gefunden worden war, starten. Der Heckzünder konnte nach einer guten Viertelstunde bereits erfolgreich entschärft werden. Der Frontzünder musste technisch etwas umständlicher mit Wasserschneidverfahren unschädlich gemacht und anschließend gesprengt werden. Um 16:38 Uhr war es dann soweit: Die Bombe war erfolgreich entschärft, das Gebiet konnte wieder freigegeben werden.

"Wir freuen uns, dass alles gut geklappt hat und vor allem gut ausgegangen ist", freute sich Stadtkämmerer Thomas Bruns, der gemeinsam mit Stadtbaurat Niksa Marusic den städtischen Krisenstab geleitet hatte. Er richtete seinen Dank vor allem an die beteiligten Einsatzkräfte: "Fast 900 Personen waren an diesem Tag im Einsatz. Dafür gilt ihnen allen unser Dank und unsere Anerkennung!" Die Arbeit für den Krisenstab, aber vor allem auch für den Einsatzstab der Feuerwehr waren bereits am Vortag gestartet. Nachdem am Montagnachmittag die erste Meldung über den Fund der Bombe bei der Stadt eingegangen war, wurden die Vorbereitungen begonnen - schließlich galt es, jede Menge zu organisieren, zu koordinieren und die Bevölkerung zu informieren.

Noch bevor die eigentliche Evakuierung losging, wurden ab 6 Uhr aus den Alten- und Pflegeheimen 106 liegende Personen, 220 gehfähige Personen und fünf intensivpflichtige Personen von den Einsatzkräften abgeholt und in provisorischen Sammelunterkünften bzw. ins Klinikum gebracht. Für das Pauline-Alsdorf-Haus konnte währenddessen eine Ausnahmeregelung gefunden werden. In enger Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde schon am Montagabend vereinbart, dass die dort lebenden und arbeitenden Menschen innerhalb des Gebäudes so untergebracht werden konnten, dass sie nicht evakuiert werden mussten.

Insgesamt zeigten sich die Einsatzkräfte zufrieden mit der Evakuierung der Bevölkerung, die um Punkt 8 begann. Der deutliche überwiegende Teil der Betroffenen zeigte sich kooperativ und arbeitete aktiv mit. Dennoch kam es zu insgesamt über zwei Stunden Verzögerung, da einzelne Personen - vor allem im Bereich Grenzstraße/Peterstraße - nicht freiwillig den Bereich verlassen wollten, und noch Güter aus dem Gebiet entfernt werden mussten.

Die Stadt hatte drei Sporthallen am Rande des Evakuierungsgebietes für all diejenigen geöffnet, die keinen anderen Ort hatten, wo sie währenddessen unterkommen konnten. Das Angebot wurde rege angenommen, mehrere hundert Personen machten Gebrauch davon.

Beteiligt waren fast 900 Einsatzkräfte: 200 Kräfte aller Rettungs- und Hilfsorganisationen aus Wilhelmshaven, rund 80 Einsatzkräften aus weiteren Teilen Niedersachsens, die über das Innenministerium koordiniert worden waren, etwa 30 Mitglieder des Krisenstabs, 120 Polizeikräften, etwa 400 Bundeswehrangehörigen, 30 Kräfte des THW sowie 20 Mitarbeitende der Stadtwerke-Verkehrsbetriebe und TBW.
Die Stadtwerke-Verkehrsbetriebe werden den Linienverkehr wieder aufnehmen, sobald alle Rücktransporte in die Alten- und Pflegeheime erfolgt sind.

Stadt Wilhelmshaven published this content on September 01, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on September 02, 2026 at 05:57 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]