02/20/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/20/2026 07:04
TUM unterstützt Innovationscampus für Zirkuläre Bioökonomie
Um die regionale Energie- und Ressourcensicherheit zu stärken, kooperiert die Technische Universität München (TUM) mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW). Im Rahmen des gemeinsamen Projekts "Living Lab Circular Bioeconomy" entsteht am Hauptsitz der kirchlichen Stiftung in Ursberg, einem historisch bedeutenden Klosterort, ein Innovationscampus. Dort leben rund 1.000 Menschen mit Assistenzbedarf.
Von der TUM School of Natural Sciences sind Prof. Tom Nilges, Prof. (em.) Johannes Lercher und Prof. Jennifer Strunk an dem Projekt beteiligt. Die Forschenden bündeln ihre Expertise in den Bereichen innovative Materialchemie für Batterien und Wasserstoffspeicherung (Nilges), elektrifizierte Reaktoren und Katalyse zur Wasserstofferzeugung (Lercher) sowie chemische Wasserstoffspeicherung und CO₂-Umwandlung (Strunk). Gemeinsam werden sie das Potenzial zirkulärer Wasserstofftechnologien und elektrischer Energiespeicherung am Standort Ursberg analysieren. Der Einsatz von Elektrolyseuren, Batteriesystemen und Strategien zur stofflichen Verwertung von Abfällen soll zur energetischen Eigenversorgung und zur Reduktion von Emissionen beitragen.
"Wir wollen zeigen, dass die Zukunft nicht in Hochglanzbroschüren entsteht, sondern im Alltag - zwischen Werkstatt, Feld und Labor", erklärt der Projektkoordinator Prof. Tom Nilges. Seine Kollegin Prof. Jennifer Strunk ergänzt: "Dieses Projekt bietet die Chance, die Technologien, an denen wir in unseren Laboren arbeiten, konkret zum Nutzen anzuwenden."
"Wir denken aber explizit auch an die umliegenden Orte und Gemeinden und stellen uns die Frage, ob und wie man diese an der künftigen Energieversorgung beteiligen kann", sagt der stellvertretende DRW-Vorstandsvorsitzende Michael Winter.
In Ursberg gibt es auf dem Campus des DRW Wohneinrichtungen, ambulante Wohnformen, Werk- und Förderstätten, Handwerksbetriebe, Arztpraxen samt Klinik und weitere Angebote. Die Sozialeinrichtung bietet somit eine Infrastruktur vergleichbar einer Stadt im Miniaturformat, inklusive eigener Wasserversorgung und Feuerwehr. Damit können die Forschungsergebnisse modellhaft auf andere Kommunen, Betriebe oder Einrichtungen übertragen werden.
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) soll das Living Lab zeigen, wie eine klimafreundliche, bezahlbare und unabhängige Energieversorgung praktisch umgesetzt werden kann - insbesondere in Einrichtungen mit sozialer Verantwortung.
Die Initiative wird Teil des Reallabore-Innovationsportals des Ministeriums sein und verdeutlichen, wie zirkuläre Energiesysteme bereits heute umgesetzt werden können - nicht nur als technologische Lösung, sondern als wesentlicher Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge.
Technische Universität München
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Kontakte zum Artikel:
Prof. Dr. Tom Nilges
Technische Universität München
TUM School of Natural Sciences
Department Chemie
Lehrstuhl für Synthese und Charakterisierung innovativer Materialien
+49 89 289 13110
tom.nilgesspam prevention@tum.de
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