09/15/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/15/2026 00:39
Bei der Reise des Außenministers nach München und Genf steht der Mensch im Mittelpunkt. Wenn im Oktober der Menschenrechtsrat 2027 - 2029 gewählt wird, strebt Deutschland bereits zum 6. Mal einen Sitz in diesem Gremium an. Der Rat setzt sich auf einzigartige Weise für die Menschenrechte ein, dafür, dass Journalistinnen und Journalisten ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können, Gläubige ohne Gefahr ihre Religion ausüben dürfen und Minderheiten nicht um ihre Rechte fürchten müssen.
Dazu sagte Außenminister Wadephul bei Abreise:
Deutschlands Engagement in einer Welt der Kriege und Krisen steht im Fokus meiner Reise in die Hauptstadt der Menschenrechte - nach Genf zu den Vereinten Nationen und humanitären Organisationen. In Zeiten, in denen Menschenrechte weltweit zunehmen unter Druck stehen, wollen wir UN-Organisationen und Mechanismen stärken, die den Menschen ins Zentrum stellen. Deshalb kandidiert Deutschland für einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat.
20 Jahre nach der Gründung des UN-Menschenrechtsrats wird Außenminister Wadephul in Genf Deutschlands Kandidatur als Mitglied des Rats im Zeitraum 2027 - 2029 vorstellen. Unsere Kandidatur ist Ausdruck der Verantwortung, die Deutschland seit Jahrzehnten für Menschenrechte weltweit übernimmt. Deutschland setzt sich, etwa im Sudan, mit humanitärer Diplomatie für den Schutz von Zivilistinnen und Zivilisten ein. Mit dem Sitz im Menschenrechtsrat stellen wir sicher, dass die schlimmsten humanitären Krisen unserer Zeit auch in Zukunft in Genf auf der Tagesordnung bleiben und der Rat sich in einer schwierigen globalen Lage weiterentwickelt und effektiver wird.
Außenminister Wadephul wird in Genf überdies auf weitere Partner treffen, mit denen Deutschland eng zusammenarbeitet, darunter auf den Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric Egger und den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Deutsche Außenpolitik im Ausland bedeutet Interessenvertretung für 16 Bundesländer und das Einstehen für deutsche Wirtschaftsinteressen, die zum Beispiel für den Wirtschaftsstandort München/Bayern von großer Bedeutung sind. Die Reise in den Freistaat bietet Gelegenheit zum Austausch mit dem bayerischen Kabinett, über eine noch effizientere Interessenvertretung an unseren über 220 Auslandsvertretungen.
Seit nunmehr 75 Jahren tragen hierzu auch die über 154 Goethe-Institute in 100 Ländern bei. Ihre weltweiten Sprachprogramme sind häufig erster Berührungspunkt für ambitionierte Fachkräfte, die sich später zum Beispiel auf Stellen in der deutschen IT- oder Raumfahrtindustrie bewerben. Außenminister Wadephul wird in der Zentrale des Goethe-Instituts unterstreichen, dass wir als Team Deutschland international noch nachdrücklicher für unser Land und unsere Wirtschaftsinteressen und damit für unser Modell der Freiheit einstehen müssen.