Stadt Moers

02/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/18/2026 06:36

Steinwurf auf Rettungswagen: Bürgermeisterin zeigt null Toleranz

Ein Notruf: Medizinischer Notfall bei einer Seniorin. Jetzt muss es schnell gehen. Als der Rettungswagen (RTW) am Samstag, 14. Februar, um 21.13 Uhr ausrückt, ahnt niemand, dass der Einsatz selbst zur Gefahrenlage für die Rettungskräfte Eylin Morandell und Niklas Hußmann wird. Hußmann hört mehrfach ein lautes Knallen. Karneval, laute Geräusche, nichts Ungewöhnliches. "Ich habe erstmal gedacht, dass da irgendjemand einen Böller wirft", berichtet er.

Erst später wurde ihm das Ausmaß bewusst: Es war ein schwerer Stein, der den Rettungswagen getroffen hat. Die Bilanz: Frontscheibe fast durchgeschlagen, Motorhaube deformiert, Kofferaufbau beschädigt. Der Rettungswagen war nicht mehr fahrbereit! Sein Gedanke später: "Was wäre passiert, wenn ich mit hoher Geschwindigkeit gefahren wäre, als der Stein flog? Was wäre passiert, wenn mich der Stein draußen getroffen hätte?" So war es aber 'nur' schwere Sachbeschädigung.

Patientin musste 25 Minuten auf neuen RTW warten

Für die Patientin bedeutete der Angriff eine erhebliche Verzögerung. "Die Person musste mit einem anderen RTW transportiert werden. Das dauerte schon locker 20 bis 25 Minuten", so Eylin Morandell. Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall lebensbedrohlich. Hier können Minuten über Leben und bleibende Schäden entscheiden. Glücklicherweise war dies hier nicht der Fall.

Bürgermeisterin Julia Zupancic ließ sich den Vorfall unmittelbar nach Karneval persönlich schildern. Sie zeigte sich erschüttert: "Das ist hochgradig kriminell!" Gleichzeitig erkundigte sie sich nach dem Wohlbefinden der Rettungskräfte und dankte ihnen ausdrücklich für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen. "Ich bin froh, dass Ihnen nichts passiert ist."

Unterstützung durch Nachbarn

Ein starkes Zeichen gab es während des Einsatzes aus der Nachbarschaft: Anwohnerinnen und Anwohner unterstützten die Einsatzkräfte. "Die Nachbarn, die draußen standen, haben uns geholfen und uns den Rücken gestärkt", erzählt Eylin Morandell. Der Angriff auf einen Rettungswagen ist kein Kavaliersdelikt. Wer Einsatzkräfte attackiert, gefährdet nicht nur Sachwerte, sondern Menschenleben. Bürgermeisterin Julia Zupancic macht deutlich: "Gewalt gegen Rettungskräfte und andere städtische Mitarbeitende wird konsequent verfolgt. In solchen Fällen herrscht bei uns null Toleranz. Alles wird zur Anzeige gebracht."

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