DLR - German Aerospace Research Establishment

02/16/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/16/2026 07:09

Baustart für seegängige Technologie-Plattform des DLR

16. Februar 2026| Erstes Stahlblech zugeschnitten

Baustart für seegängige Technologie-Plattform des DLR

Visualisierung der seegängigen Technologieplattform des DLR
Die Plattform wird 48 Meter lang und 11,5 Meter breit sein. Eingesetzt werden soll sie vorrangig für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten auf Nord- und Ostsee mit maximal 20 Personen an Bord. Mit ihr plant das DLR klimaverträgliche Antriebssysteme, das autonomere Fahren sowie Technologien zur Sicherheits- und Verteidigungsforschung zu erproben.
Start für den Bau der DLR-Technologieplattform in der Werfthalle
Von links: Thorsten Rönner, Heinrich Rönner Gruppe, Dr. Edzard Brünner, Lloyd Werft Bremerhaven, Dr. Gesa Ziemer, Abteilungsleiterin am DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme, Prof. Sören Ehlers, Direktor des DLR-Instituts für Maritime Technologien und Antriebssysteme
Bild: 2/4, Credit:

DLR/Marianne Lins

Rendering der seegängigen maritimen Technologieplattform
Nach Fertigstellung des Rohbaus bei der FSG Shipyard in Flensburg folgt voraussichtlich im Herbst 2026 die Überführung zur Lloyd Werft nach Bremerhaven. Dort wird das Schiff endausgerüstet und 2027 fertiggestellt.
  • Das DLR erforscht mit der seegängigen Plattform Technologien für resiliente und klimaverträgliche Schifffahrt, das autonome Fahren sowie Sicherheit und Verteidigung.
  • Am 16. Februar 2026 fand in Flensburg der Brennstart statt. Dabei wurde die erste Stahlplatte zugeschnitten als offizieller Baubeginn.
  • Das Schiff wird 48 Meter lang und 11,5 Meter breit sein.
  • Schwerpunkte: Verkehr, Energie, Sicherheit, Mobilität der Zukunft, maritime Forschung, Wasserstoff

Aktuell lässt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine einmalige seegängige Technologie-Plattform bauen. Sie soll als schwimmendes Labor dazu dienen, eine Vielzahl an Forschungsfragen zu untersuchen. Dazu gehören klimaverträgliche Antriebe, das autonome Fahren sowie Projekte zur Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Am 16. Februar 2026 fand auf der FSG Shipyard in Flensburg der sogenannte Brennstart statt. Darunter versteht man das Zuschneiden der ersten Stahlplatte und damit den offiziellen Baubeginn.

Mit dem Baustart schaffen wir eine zentrale Forschungsplattform für die maritime Transformation am Standort Deutschland. Sie ermöglicht es, neben neuen Energie- und Antriebssystemen auch sicherheitsrelevante Technologien unter realen Einsatzbedingungen bis zur Marktreife zu entwickeln und diese gemeinsam mit Unternehmen schneller in die industrielle Anwendung zu überführen. Damit stärken wir die technologische Souveränität Europas und die Resilienz maritimer Wertschöpfungsketten.

Prof. Sören Ehlers, Direktor des DLR-Instituts für Maritime Technologien und Antriebssysteme
Aktuell wird die neue seegängige Technologieplattform gebaut. Sie soll als schwimmendes Labor dazu dienen, klimaverträgliche Antriebe, zum Beispiel auf Basis von Wasserstoff und Batterien, zu erproben und weiterzuentwickeln. Das Schiff ist 48 Meter lang und 11,5 Meter breit und wird mit maximal 20 Personen vor allem auf der Nord- und Ostsee für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten unterwegs sein. Nach Fertigstellung soll das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben.

Animation: Seegängige Technologieplattform

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Animation: Seegängige Technologieplattform
Aktuell wird die neue seegängige Technologieplattform gebaut. Sie soll als schwimmendes Labor dazu dienen, klimaverträgliche Antriebe, zum Beispiel auf Basis von Wasserstoff und Batterien, zu erproben und weiterzuentwickeln. Das Schiff ist 48 Meter lang und 11,5 Meter breit und wird mit maximal 20 Personen vor allem auf der Nord- und Ostsee für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten unterwegs sein. Nach Fertigstellung soll das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben.

Schwimmendes Labor für innovative maritime Technologien

Das Schiff wird 48 Meter lang und 11,5 Meter breit sein. Es wird mit maximal 20 Personen vor allem auf der Nord- und Ostsee für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten unterwegs sein.

An seinem Standort in Kiel baut das DLR derzeit die landseitige Testinfrastruktur auf. Sie soll die Entwicklung und Erprobung maritimer Energiesysteme ermöglichen. Durch die Sensorik an Land und auf dem Schiff können die Forschenden umfassende Daten sammeln. Mit diesen Daten ist es möglich, durch Simulationen Aussagen über mögliche Betriebszustände zu treffen.

Die Plattform ist schiffbaulich so konzipiert, dass unterschiedliche maritime Systeme modular integriert und wieder ausgetauscht werden können. Diese konstruktive Flexibilität ist international außergewöhnlich. Sie ermöglicht es, neue Technologien unter realen Betriebsbedingungen systematisch zu erproben und frühzeitig in Richtung Zertifizierungsfähigkeit und Skalierbarkeit weiterzuentwickeln.

Dr. Gesa Ziemer, Abteilungsleiterin am DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme

Im Herbst Überführung des Rohbaus nach Bremerhaven

Nach dem Schnitt der ersten Stahlplatte wird in Flensburg Stück für Stück der Rumpf gefertigt. Alle Großkomponenten des Antriebs, der Elektrotechnik und der Manövrieranlagen werden hier eingebaut.

Voraussichtlich im Herbst erfolgt die Überführung des Rohbaus zur Lloyd Werft nach Bremerhaven. Dort wird das Schiff endausgerüstet. Es findet der Innenausbau und die Fertigstellung der Elektrotechnik statt.

Die Lloyd Werft Bremerhaven ist vom DLR federführend mit dem Bau beauftragt und hat den Rohbau als Unterauftrag an die FSG Shipyard in Flensburg übergeben. Nach der Fertigstellung 2027 soll das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben.

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Jana Hoidis

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Tel: +49 421 24420-1908
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