05/26/2026 | Press release | Archived content
Pressemitteilung
• Europa bleibt attraktivste Einzelhandelsregion
• Stabilität ist Europas größter Wettbewerbsvorteil
• Polen, Tschechien und Portugal stehen an der Spitze im EU-15-Index
Der GRAI bestätigt, dass Europa trotz wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin die attraktivste Einzelhandelsregion weltweit ist. Mit einem Indexwert von 115 Punkten im ersten Quartal 2026 liegt Europa deutlich vor Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum.
Obwohl Verbraucherstimmung und Einzelhändlervertrauen leicht nachgegeben haben, bleibt die tatsächliche Einzelhandelsaktivität stabil. Der Markt zeigt eher Anzeichen einer Stabilisierung als einer Schrumpfung, was auf eine gesunde, anpassungsfähige Branche hinweist, die externe Schocks gut abfedern kann.
Polen, Tschechien und Portugal stehen an der Spitze des EU-15-Index. Besonders bemerkenswert ist Tschechien mit einem starken Anstieg des Verbrauchervertrauens bei gleichzeitig zurückgehendem Einzelhändlervertrauen, was eine vorsichtige, aber optimistische Marktstimmung widerspiegelt. Polen führt mit 136 Punkten, Tschechien folgt mit 126 und Portugal mit 123 Punkten.
27. Mai 2026: Europa bleibt trotz wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit die weltweit attraktivste Einzelhandelsregion. Das geht aus dem aktuellen Global Retail Attractiveness Index (GRAI) hervor, der von Union Investment und NIQ-GfK erhoben wird. Obwohl sich der EU-15-Einzelhandelsindex im ersten Quartal 2026 nach der starken Dynamik des Jahres 2025 leicht abschwächte, erreicht die Region immer noch beeindruckende 115 Punkte und behält damit einen deutlichen Vorsprung vor Nordamerika (99 Punkte) und dem asiatisch-pazifischen Raum (97 Punkte).
Obwohl sich die Verbraucherstimmung und das Vertrauen der Einzelhändler in den vergangenen beiden Quartalen insgesamt leicht abgeschwächt haben, was auf höhere Energiepreise, anhaltende geopolitische Spannungen und die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen ist, hält die tatsächliche Einzelhandelsaktivität weiterhin stand. In der gesamten EU-15-Region bleibt der Einzelhandel positiv und stützt die allgemeinen Marktaussichten.
In einem zunehmend volatilen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld ist diese Stabilität zu Europas größtem Wettbewerbsvorteil geworden.
Eine der auffälligsten Entwicklungen im aktuellen GRAI, der Verbraucher- und Einzelhandelsvertrauen, Arbeitslosenquote sowie Einzelhandelsumsätze zusammenfasst, kommt aus Tschechien. Das Land verzeichnete einen der stärksten Anstiege des Verbrauchervertrauens in ganz Europa (+16,2 Punkte), während gleichzeitig das Vertrauen im Einzelhandel dramatisch zurückging (-24,5 Punkte). Diese ungewöhnliche Divergenz spiegelt einen Markt wider, in dem die Haushalte zunehmend optimistisch sind, während die Einzelhändler hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Lage weiterhin vorsichtig bleiben. Trotz der schwächeren Stimmung im Einzelhandel bleibt Tschechien insgesamt jedoch einer der leistungsstärksten Einzelhandelsmärkte Europas: Mit einem Indexwert von 126 Punkten im ersten Quartal 2026 liegt das Land deutlich über dem EU-Durchschnitt und hinter Polen (136 Punkte) auf Platz 2 im aktuellen GRAI. Auf Platz 3 folgt Portugal mit 123 Punkten.
Frankreich ist ein weiteres Beispiel für die uneinheitlichen Entwicklungen, die derzeit die europäische Einzelhandelslandschaft prägen: Das Verbrauchervertrauen bleibt schwach, die Arbeitsmarktindikatoren verschlechtern sich weiter, und das Land verzeichnete einen weiteren Rückgang seines Gesamt-Einzelhandelsindex um minus zwei auf 109 Punkte. Dennoch bleibt der Einzelhandel selbst positiv, was erneut das allgemeine europäische Muster einer widerstandsfähigen Konsumaktivität trotz schwächerer Stimmung unterstreicht.