03/04/2026 | News release | Distributed by Public on 03/04/2026 03:12
Am 5. März 2026 diskutiert die Enquetekommission IV des Landtags NRW mit Sachverständigen, wie das Land seine KI-Infrastruktur und Wertschöpfungsketten zukunftsfähig gestalten kann. Die Stellungnahme von GI und IDA liefert nicht nur Antworten auf den offiziellen Fragenkatalog, sondern zeigt auch, warum NRW Effizienz, Transfer und Kompetenzaufbau über reine Rechenleistung stellen muss, um im Wettbewerb zu bestehen.
Im Rahmen der Anhörung der Enquetekommission IV "Notwendige Infrastruktur und Wertschöpfungsketten" des Landtags Nordrheinwestfalen (NRW) am 5. März 2026 haben die Gesellschaft für Informatik (GI) und das Institut für Digitalisierung Aachen (IDA) der FH Aachen eine Stellungnahme vorgelegt, die sich an dem Fragenkatalog der Kommission orientiert.
Der Ausbau von KI-Infrastrukturen und die Entwicklung tragfähiger Wertschöpfungsketten sind wichtig für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit NRW. Die Diskussion um digitale Infrastrukturen sollte allerdings nicht auf die Frage zusätzlicher Rechenleistung reduziert werden. Vielmehr sollte der Fokus auf der effizienten Nutzung bestehender Ressourcen, der Integration in Energie- und Industriesysteme sowie der Fähigkeit, regionale Wertschöpfung zu generieren, liegen.
NRW verfügt über günstige Ausgangsbedingungen, durch eine starke industrielle Basis, leistungsfähige Forschungseinrichtungen und existierende Infrastrukturprojekte. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen, insbesondere beim Fachkräftemangel und beim Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung.
Wichtig sind daher der Aufbau von Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Ausbildung, insbesondere in Bereichen wie Chip-Design, Hardware-Architekturen und energieeffiziente Systeme. Offene Entwicklungsansätze könnten dabei helfen, Wissen breiter zugänglich zu machen und Innovationspotenziale zu erhöhen, wie die Open Source Chip Design Challenge der GI zeigt.
In einem Umfeld hoher Energiekosten muss NRW über die Qualität, Datensouveränität und Ressourceneffizienz ("KI made in Germany") konkurrieren. Wettbewerbsfähigkeit wird daher zunehmend davon abhängen, wie effizient digitale Infrastrukturen betrieben werden.
Die vollständige Stellungnahme ist ab sofort abrufbar.