Swiis Federal Institute of Technology Zürich

03/04/2026 | News release | Distributed by Public on 03/05/2026 08:10

Zwölf Professorinnen und Professoren ernannt

Zwölf Professorinnen und Professoren ernannt

Der ETH-Rat hat auf Antrag von ETH-Präsident Joël Mesot in seiner Sitzung am 4. und 5. März 2026 sechs Professorinnen und sechs Professoren berufen.

(Bild: Claudia Knoepfel)

Dr. Thea Klaeboe Aarrestad (*1987), zurzeit SNF Ambizione Fellow und Projektleiterin an der ETH Zürich, zur Assistenzprofessorin für Teilchenphysik am Departement Physik. Thea Klaeboe Aarrestads Forschungsprofil liegt an der Schnittstelle von experimenteller Teilchenphysik, maschinellem Lernen und spezialisierter Hardware. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Implementierung von Machine-Learning-Verfahren für die Echtzeit-Datenverarbeitung am Large Hadron Collider (LHC), insbesondere auf Field-Programmable Gate Arrays im Hardware-Trigger des CMS-Experiments am CERN. Sie wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Mit der Berufung von Thea Klaeboe Aarrestad verstärkt die ETH Zürich die Forschung und Lehre im Bereich Machine Learning in der Echtzeit-Datenverarbeitung in der Teilchenphysik und fördert die Kollaborationen mit dem CERN, internationalen Universitäten sowie Industriepartnern.

(Bild: Hallvard Lyssand)

Prof. Dr. Aline Bütikofer (*1981), zurzeit ordentliche Professorin an der Norwegian School of Economics, Norwegen, zur ordentlichen Professorin für Empirische Gesundheitsökonomie am Departement Management, Technologie und Ökonomie (Doppelprofessur mit der Università della Svizzera italiana). Aline Bütikofer zählt zu den international führenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der empirischen Gesundheitsökonomie. Ihre interdisziplinäre Forschung widmet sich den langfristigen Auswirkungen von Umweltfaktoren und Politikmassnahmen auf Gesundheit, kognitive Entwicklung, soziale Mobilität und Ungleichheit. Mit der Ernennung von Aline Bütikofer gewinnen die ETH Zürich und die Università della Svizzera italiana eine herausragende Forscherin, die wesentlich zur globalen Sichtbarkeit und Exzellenz der beiden Institutionen im Bereich der empirischen Gesundheitsökonomie beitragen wird.

(Bild: Dao Donnelly)

Dr. Claire Donnelly (*1991), zurzeit Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, Deutschland, zur ordentlichen Professorin für Multidimensionale Nanomaterialien am Departement Materialwissenschaft verbunden mit der Leitung der Gruppe für Multidimensionale Nanomaterialien am Paul Scherrer Institut (PSI). Claire Donnellys Forschungsinteressen umfassen Magnetismus, topologische Strukturen, strukturierte Quantenmaterialien, Synchrotron-Röntgenstrahlung und die Nanofabrikation von 3D-Strukturen. Sie hat bereits herausragende Beiträge zur Weiterentwicklung der Röntgentechnik, zur Charakterisierung von Spintexturen sowie zur fortschrittlichen Nanofabrikation geleistet und wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant. Mit der Ernennung von Claire Donnelly stärkt das Departement das Gebiet der Röntgenbildgebung und Tomographie sowie die strategisch wichtige Zusammenarbeit mit dem PSI.

(Bild: Hannah Veale)

Prof. Dr. Annette Idler (*1985), zurzeit Associate Professorin an der University of Oxford, Grossbritannien, zur ordentlichen Professorin für Globale Sicherheit am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften. Die Forschungsschwerpunkte von Annette Idler liegen in der globalen Sicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten, der globalen illegalen Ökonomie, dem Übergang von Krieg zu Frieden sowie den Verflechtungen zwischen lokalen Konfliktdynamiken und globalen Macht- und Ordnungsverschiebungen. Sie berät Regierungen und internationale Organisationen und ist eine gefragte Expertin für Fragen der globalen Sicherheitspolitik. Mit ihrer Berufung stärkt das Departement seine Kompetenzen in der Konflikt- und Sicherheitsforschung. Ab 2029 wird Annette Idler als Direktorin des Kompetenzzentrums für Schweizer und internationale Sicherheitspolitik CSS die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Praxis weiter stärken.

(Bild: Rahel Roth / ETH Zürich)

Dr. Philipp Rehner (*1993), zurzeit Oberassistent und Dozent an der ETH Zürich, zum Assistenzprofessor für Molekulare und Technische Thermodynamik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Im Zentrum von Philipp Rehners mehrfach ausgezeichneter Forschung, darunter ein SNSF Starting Grant, steht die molekulare Beschreibung von Phasengrenzflächen als Schlüssel für Stoff- und Wärmetransport sowie die Prozesseffizienz. Mit innovativen mathematischen Methoden ermöglicht er die Anwendung rigoroser thermodynamischer Modelle zur Optimierung von Prozessen und Materialien und trägt so wesentlich zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der chemischen Industrie bei. Mit der Berufung von Philipp Rehner stärkt das Departement seine Kompetenz in der molekularen Modellierung und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der ETH Zürich.

(Bild: Stefan Weiss)

Dr. Serina Robinson (*1993), zurzeit Forschungsgruppenleiterin an der Eawag, zur Assistenzprofessorin für Umweltbiochemie am Departement Umweltsystemwissenschaften. Die mehrfach ausgezeichnete Forschung von Serina Robinson verbindet Experimente mit computergestützter Modellierung, um vorherzusagen, wie Enzyme Industriechemikalien, Pharmazeutika und Agrochemikalien umwandeln. Sie untersucht die Wechselwirkung zwischen biologischen Systemen und per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die aufgrund ihrer beständigen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen als «ewige Chemikalien» bezeichnet werden. Mit der Berufung von Serina Robinson, die mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet wurde, verstärkt das Departement u.a. die interdepartementalen Verbindungen zu den Departementen Biologie und Gesundheitswissenschaften und Technologie sowie die Zusammenarbeit mit der Eawag und internationalen Partnern.

(Bild: Kilian Kessler/ETH Zürich)

Dr. Konrad Viebahn (*1991), zurzeit Oberassistent an der ETH Zürich, zum Assistenzprofessor für Quantenphysik am Departement Physik. Konrad Viebahns Forschung konzentriert sich auf die Quanteninformationsverarbeitung mit neutralen Atomen. Da herkömmliche Quantenrechner in ihrer Leistungsfähigkeit noch limitiert sind, widmet er sich der Entwicklung grösserer und präziserer Systeme. Dabei ist ein entscheidender Vorteil seines Ansatzes gegenüber gängigen Plattformen die Skalierbarkeit. Konrad Viebahn wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Mit seiner Berufung verstärkt das Departement den Bereich der Quantenwissenschaften sowie der modernen Atomphysik und stärkt die Synergien mit den Departementen Informatik sowie Materialwissenschaft in diesem zukunftsweisenden Technologiefeld.

Beförderungen

(Bild: Carolin Arndt / ETH Zürich)

Prof. Dr. Petra S. Dittrich (*1974), zurzeit ausserordentliche Professorin an der ETH Zürich, zur ordentlichen Professorin für Bioanalytik am Departement Biosysteme. Petra Dittrich ist eine führende Forscherin an der Schnittstelle von Mikrosystemtechnik und Biowissenschaften und hat mit ihren Beiträgen beide Bereiche massgeblich vorangebracht. Ihre Expertise liegt im Bereich der Entwicklung und Herstellung miniaturisierter Geräte, der Assay-Entwicklung sowie der Überwachung/Bildgebung biologischer Prozesse. Ihre Arbeit ist darauf ausgerichtet, Grundlagenforschung in praktische Anwendungen umzusetzen. Petra Dittrich wurde für ihre Forschung vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant und einem ERC Consolidator Grant. Seit 2021 ist sie Studiendirektorin für zwei Masterstudiengänge.

(Bild: Giulia Marthaler / ETH Zürich)

Prof. Dr. David Kaufmann (*1985), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Raumentwicklung und Stadtforschung am Departement Bau, Umwelt und Geomatik. David Kaufmanns mehrfach ausgezeichnete Forschung deckt Bereiche ab, die für die Gesellschaft in der Schweiz und weltweit von grundlegender Bedeutung sind: Stadtforschung, Raumplanung, Politikwissenschaft, Migrationsforschung, wobei Schwerpunkte insbesondere auf Verdichtung und Wohnungsbau, nachhaltiger Stadtentwicklung sowie humanitärer Hilfe und Entwicklungsplanung liegen. Seine Arbeit hat den Forschungsstand in vielen dieser Bereiche erheblich vorangebracht. Mit der Beförderung von David Kaufmann erhalten sich das Departement und die ETH Zürich einen hervorragenden Dozenten und anerkannten Experten, dessen zukünftige Forschung weiterhin einen entscheidenden Beitrag zu einem national und international dringlichen Themenbereich leisten wird.

(Bild: Kilian Kessler / ETH Zürich)

Prof. Dr. Rasmus Kyng (*1988), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Theoretische Informatik am Departement Informatik. Rasmus Kyng ist ein international anerkannter und brillanter Experte für die Entwicklung schneller Algorithmen für Optimierungsprobleme. Seine unter anderem mit einem SNSF Starting Grant ausgezeichneten Forschungsarbeiten umfassen kombinatorische Optimierung, computergestützte lineare Algebra und dynamische Graphalgorithmen, mit mehreren revolutionären Ergebnissen. Rasmus Kyng ist ein sehr engagierter Dozent und ein hoch angesehenes Mitglied des Departements, in dessen Dienst er sich auch als Mitglied der Strategiekommission, der Lehrkommission und des Vorstands des Instituts für Theoretische Informatik stellt. Mit seiner Beförderung erhalten sich das Departement und die ETH Zürich einen herausragenden Wissenschaftler, der auch künftig eine führende Rolle in der Informatiktheorie einnehmen wird.

(Bild: Pino Covino / ETH Zürich)

Prof. Dr. Sai Reddy (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich, zum ordentlichen Professor für System- und Synthetische Immunologie am Departement Biosysteme. Sai Reddy ist ein international führender und visionärer Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunotechnik. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Erfindung und Anwendung neuartiger Technologien zur Manipulation des Immunsystems. Er hält 13 Patente, von denen viele lizenziert wurden, und ist überaus erfolgreich bei der Einwerbung von Drittmitteln. Zu seinem Förderportfolio gehören u. a. ein ERC Starting Grant sowie mehrere Projektzuschüsse des Schweizerischen Nationalfonds. Sai Reddy ist ein herausragender und engagierter Vertreter der ETH Zürich und seines Departements, der ein starkes Alumni-Netzwerk aufgebaut hat. Seine Berufung steigert das Ansehen der ETH Zürich und ermöglicht weitere Kooperationen mit der Industrie.

(Bild: Nadine Signer)

Prof. Dr. Shinichi Sunagawa (*1978), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich, zum ordentlichen Professor für Mikrobiomforschung am Departement Biologie. Shinichi Sunagawa ist eine international führende Persönlichkeit auf dem Gebiet der marinen mikrobiellen Ökologie und insbesondere der metagenomischen Analysen mariner Mikrobiome. Seine Forschung zielt darauf ab, die Mechanismen hinter mikrobiellen Interaktionen aufzudecken und damit Anwendungen in den Bereichen Ökosystemüberwachung, Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. An der ETH Zürich engagiert er sich vielseitig, unter anderem in der Leitung des Instituts für Mikrobiologie. Die Beförderung von Shinichi Sunagawa wird dazu beitragen, die in den vergangenen Jahren erschlossenen Synergien mit der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich zu festigen sowie das nationale Forschungsprogramm NCCR Microbiomes und die internationale Vernetzung der Mikrobiomforschung zu stärken.

Rücktritt

Prof. Dr. Núria Casacuberta Arola (*1982), zurzeit Assistenzprofessorin für Physikalische Ozeanographie am Departement Umweltsystemwissenschaften, wird die ETH Zürich Ende April 2026 verlassen. Núria Casacuberta Arolas Forschung wurde mit einem ERC Consolidator Grant und einem SNF-Prima-Beitrag ausgezeichnet und konzentrierte sich darauf, mit Hilfe von Spurenstoffen ein besseres Verständnis der Ozeanzirkulation zu erhalten. Durch ihre Expertise auf dem Gebiet der Umweltradioaktivität konnte sie im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Ausbreitung radioaktiver Schadstoffe im Pazifischen Ozean nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima leisten. Núria Casacuberta Arola verlässt die ETH Zürich, um ihre wissenschaftliche Laufbahn in Barcelona am Institut de Ciències del Mar (ICM-CSIC) fortzusetzen.

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