09/07/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/07/2026 10:04
MedienmitteilungVeröffentlicht am 7. September 2026
Bern, 07.09.2026 - Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern hat heute mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen aus Luxemburg, Deutschland, Liechtenstein und Österreich in Luxemburg am jährlichen «Sozial- und Gesundheitsquintett» teilgenommen. Auf der Agenda standen die Modernisierung der Rentensysteme, die Prävention nichtübertragbarer Krankheiten sowie die gesellschaftlichen Folgen neurodegenerativer Erkrankungen. Die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung setzte ein Zeichen für die Weiterführung der engen Zusammenarbeit.
Die Ministerinnen und Minister befassten sich mit der Frage der Tragfähigkeit der Rentensysteme, einem zentralen Thema angesichts der aktuellen demografischen Entwicklungen. Sie betonten die Notwendigkeit, die Altersvorsorge nicht nur an die Alterung der Bevölkerung anzupassen, sondern auch an moderne Lebens- und Arbeitsmodelle, um den Bedürfnissen aller Generationen gerecht zu werden.
Die Thematik der nichtübertragbaren Krankheiten (unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, psychische Erkrankungen) stand auch im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Ministerinnen und Minister waren sich einig, dass nichtübertragbare Krankheiten eine der grössten gesundheitlichen Herausforderungen in Europa darstellen. Die Schaffung eines gesundheitsfördernden Umfelds, die Verankerung präventiver Massnahmen in der medizinischen Grundversorgung sowie die Reduktion vermeidbarer Risikofaktoren wurden als zentrale Handlungsfelder identifiziert.
Durch den demografischen Wandel unserer Gesellschaften steigen auch die Herausforderungen für Betroffene und Gesundheitssysteme im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Parkinson oder Demenz. Am Treffen diskutierten die Ministerinnen und Minister, wie Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Forschung schnell und evidenzbasiert in die Praxis übertragen werden können. Dabei spielen innovative Versorgungskonzepte, Prävention und die gesellschaftliche Teilhabe eine zentrale Rolle.
Die Ministerinnen und Minister haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Darin bekräftigen sie ihren Willen, die Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme angesichts gemeinsamer Herausforderungen nachhaltig weiterzuentwickeln. Im Zentrum stehen die Zukunft der Rentensysteme, die Prävention und Gesundheitsförderung - auch mit Blick auf die zunehmenden gesundheitlichen Belastungen durch Hitzeperioden - sowie ein verstärkter fachlicher Austausch. Das nächste Treffen findet 2027 in Liechtenstein statt.