03/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/02/2026 05:53
Die Digitale Drehtür bietet aktuell rund 3.000 Schulen Unterstützung beim digitalen Lernen. Zwölf Bundesländer und Österreich beteiligen sich am Projekt. Knapp 20.000 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und weiteren Ländern treffen sich regelmäßig in über 800 virtuellen Selbstlern-Kursen. Seit 1. März 2026 hat der Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles die Schirmherrschaft über das länderübergreifende Bildungsangebot übernommen.
Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung: "Die Digitale Drehtür öffnet unseren Kindern das Tor zur Welt. In den Live-Kursen arbeiten Jugendliche aus Bremen, München und Athen gemeinsam an Themen, die sie wirklich interessieren. Gleichzeitig können die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Interessen und Begabungen folgen - und Lernen erleben, das sie fordert, fördert und ernst nimmt. So bekommen unsere Kinder jederzeit die Chance, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Dabei werden sie fachlich auf hohem Niveau begleitet."
Wie funktioniert die Digitale Drehtür?
Schulen registrieren sich auf der Website www.digitale-drehtuer-campus.de. Damit öffnen sie ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen virtuellen Campus zu betreten und vielfältige Lernmöglichkeiten zu nutzen. Die Digitale Drehtür hat den Anspruch, eine hohe Qualität zu liefern. Dazu ist eine Kooperation mit Hochschulen und Universitäten entstanden. 20 Universitäten haben inspirierende Live-Kurse, Selbstlernangebote und Projekträume entwickelt oder beteiligen sich in der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation. Persönliche Betreuung im digitalen Raum ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts.
Diese Angebote stehen Bremer Schülerinnen und Schülern zusätzlich zu den Lernangeboten auf der Plattform Itslearning kostenlos zur Verfügung.
Bereits heute nutzen 74 Schulen in Bremen und 6 in Bremerhaven und damit 45,7 Prozent aller Schulen im Land die Angebote. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 720 Schulen (13,9 Prozent der Schulen).
Schirmherr Mark Rackles will die Digitale Drehtür in Bremen bekannter machen. "Es wird immer wieder gefordert, dass Schulen mehr praktisches Wissen fürs Leben vermitteln. Mit der Digitalen Drehtür stehen all diese Inhalte jederzeit und rund um die Uhr zur Verfügung."
Lernende können abgestimmt mit Schule ihre eigenen Interessen vertiefen, Wissen aufbauen und in Gruppen sowie alleine an aktuellen Themen arbeiten. Dabei sind die Kurse nach Klassenstufen unterteilt. "Rechnen im Alten Ägypten", angeboten von der Uni Siegen, etwa macht Kinder aus den Klassen 4 bis 6 mit Zahlen aus einer frühen Hochkultur vertraut. Ein Live-Kursus "Alles perfekt?" für Klasse 7 bis 13 beschäftigt sich mit sozialen Medien: "In den sozialen Medien sieht es oft so aus, als hätten andere immer das spannendste, schönste und coolste Leben. Doch stimmt das wirklich? In diesem Workshop schauen wir gemeinsam hinter die scheinbar perfekten Bilder." Einige Kurse werden auch auf Englisch angeboten, zum Beispiel der Live-Kursus "Teeth and jaws (Zähne und Kiefer)", in dem Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 den Spuren der Dinosaurier folgen können.
Viele Kurse beschäftigen sich mit praktischen Fragen fürs Leben. Zum Beispiel: "Was mache ich nach der Schule - Ausbildung oder Studium?" Dazu gibt es einen eigenen Selbstlernkurs. In der "Lebens-Uni Finanzen" geht es um den Umgang mit Geld: Wie behalte ich meine Ausgaben im Blick? Was bedeuten Schulden? Wie kann ich sparen oder Vermögen aufbauen - und was sind eigentlich Kryptowährungen?
Außerdem finden sich hier viele Infos rund um die erste eigene Wohnung oder eine WG. Der Auszug von zu Hause ist ein großer Schritt - aber was muss ich dann beachten?
Universitäten und Hochschulen nutzen zunehmend die in Bremen in der Coronazeit entstandene Digitale Drehtür zur Unterrichtsentwicklung. Mittlerweile werden an verschiedenen Universitäten Seminare für Lehramtsstudierende angeboten, wie sie Kurse planen und gestalten. Somit entsteht eine zukunftsfähige Bildung entlang der KMK-Standards.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: [email protected]